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Alt 14.12.2006, 20:18
meister eder meister eder ist offline
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Zitat:
Zitat:
der vorteil, den ich in einer preinfusion mit geregeltem druck sehe, ist die veränderbarkeit der preinfusionszeit, wenn man voraussetzt, das der puck total durchnässt sein soll.
Aber genau das ist doch der falsche Zusammenhang - die Durchflussmenge variiert nur bei entsprechend variierendem Gegendruck (siehe Pumpenkennlinien!) - und diese Variable fehlt hier doch.
meines wissens hat auch ungequollenes aber angepresstes pulver einen widerstand (das meinst du doch mit gegendruck, oder?). demnach ist es schneller bis unten durchnässt, als wenn man das der schwerkraft überlassen würde.
Zitat:
Du kannst die Wassermenge bei der Preinfusion nicht durch den Druck, sondern nur durch die Zeit beeinflussen
den faktor zeit habe ich in der tat vernachlässigt, obwohl er wichtig ist für den grad des aufquellens. mein fehler.
Zitat:
Genau deswegen haben manche Dosiersteuerungen auch zwei verschiedene Preinfusionszeiten zur Auswahl - da wird nichts mit dem Druck geregelt.
das würde ich zurückführen auf die technische realisierbarkeit, die zeit lässt sich viel simpler durch die elektronik steuern.
Zitat:
nachteil: die intensität der preinfusion ist stark abhängig von der zeit, in der die pumpe läuft. danach wird kaum noch neues pulver nass. je länger man wartet, desto ungleichmäßiger quillt das pulver.
damit meinte ich nicht, dass die intensität nicht von der zeit abhängig sein sollte, sondern dass dadurch die wassermenge ungenau wird, weil man ja die bezugstaste von hand drückt.
Zitat:
Wenn ich zu schnell den Bezug starte, ist der Kaffepuck im unteren Bereich nämlich noch nicht durchfeuchtet.
vollkommen richtig, deshalb hatte ich eingangs vorausgesetzt, dass ich durch den leitungsdruck den puck bis unten durchnässen will.
Zitat:
Bei abgeschalteter Pumpe das Magnetventil offen zu lassen wird beim durch den Kaffeepuck gegebenen Gegendruck nicht viel bringen, da dieser üblicherweise höher sein wird als der Leitungsdruck. Der Gegendruck bestimmt ja schliesslich den Brühdruck, der letztlich ja im Bereich 8-10 bar schwankt. Lasst die Pumpe abgeschaltet, ebenso das Ventil - das Wasser sucht sich dann schon von selbst den Weg der Schwerkraft und des geringeren Widerstands - und der ist dann automatisch an der richtigen Stelle.
wieso sollte die schwerkraft schaffen, was der leitungsdruck nicht kann? es geht doch hier um den widerstand, der die proportionalität von durchflussmenge zu druck angibt. demnach ist der durchfluss bei nur der schwerkraft am geringsten, mit leitungsdruck ein stück höher und mit pumpendruck am höchsten. außerdem gelten die 8-10 bar für den bereits gequollenen puck, bei der preinfusion muss nur gegen den widerstand des trockenen angepressten pulvers angearbeitet werden.
Zitat:
danach wird kaum noch neues pulver nass. je länger man wartet, desto ungleichmäßiger quillt das pulver.
was ich damit sagen wollte, ist, dass wenn die durchflussmenge gering ist, das pulver oben schon wesentlich weiter gequollen ist als das unten am sieb, weil es dem wasser wesentlich länger ausgesetzt ist.

fazit: nach den vorangegangen beiträgen sieht meine vorstellung von der idealen preinfusion wie folgt aus:
der trockene puck wird von der pumpe oder vom leitungsdruck bis unten durchnässt, wobei der leitungsdruck leichter dosierbar ist und einem channeling vorbeugen kann.
danach muss der puck einige sekunden ohne druck quellen können.
erst dann sollte die pumpe wieder einsetzen.

bevor ich mich aber vollends unbeliebt mache durch irgendwelche theoretischen argumentationen, werde ich zu dem thema schweigen, bis ich es auch praktisch belegen kann...


gruß, max
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