Naja, das ausgewählte Profil paßte halt nur bedingt und wir zogen einfach die Reißleine, um den Kaffee nicht in Richtung "Dark French" zu bringen. Der Kühlprozeß aufgrund der Unterbrechung wurde dann manuell durchgeführt, was ja von den Beteiligten auch nicht als schlimm angesehen wurde. Also: Gefahr war im Verzug, unsere Meistermischung zu verlieren... anschließend kühlten wir automatisch (da Stefan wußte, wie).
Unsere persönlichen Erfahrungen waren aber dennoch wertvoll, weil wir bezüglich der zu langen Röstzeit nicht so völlig daneben lagen. Die anschließende Verkostung offenbarte dann ja dann auch noch Optimierungspotential. Das Standardprofil paßte logischerweise noch nicht auf den "neuen" Blend und die gewählte Röstmenge.
Nun aber zum Roastary: Das Gerät ist annährend perfekt. Die Beeinflußbarkeit und der Steuerbarkeit des Luftstromes und der Temperatur in granularen Schritten erlaubt eine reproduzierbare Röstung auf den Punkt. Sofern sich der Blend und die Qualität der Charge nicht ändert, sollten bei richtigem Profil absolut reproduzierbare Röstungen möglich sein. Davon ist man als Heimröster natürlich meilenweit entfernt. Auch Röster wie der Hottop P besitzen einfach nicht die freie Konfigurierbarkeit der Parameter (Beispiel: Hohe Anfangstemperatur). Und so erkennt man, daß eine große Lücke (unabhängig der Kapazitäten) zwischen Profiequipment und Homeuserequipment besteht (dafür ist der Stromverbrauch geringer

).
Mit dem Roastary hat man eine sehr steile Lernkurve und die Profile ließen sich mit ein wenig technischem Verständnis leicht nachvollziehen. Profil 24 ist nun unsere erste Hausnummer und wir werden sehen, ob wir Georgs Röstung wirklich noch zum Meisterstück bringen können...