
30.05.2009, 00:44
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.01.2008
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AW: Nur chemisch entkalken ?
@ J A P:
Frage: in welchem Verhältnis hast Du die Zitronensäure gemischt?
Darfst nämlich nicht zu viel nehmen:
Ich glaube, schon zu diesem Zeitpunkt (Bildaufnahme) beging ich den groben Schnitzer:
Da ein langes Zitronensäurebad im 20l-Eimer zwar das Kesselinnere vom Kalk befreit hatten, jedoch noch Reste hartnäckig im Thermosyphon der Gruppe und im HX verblieben waren, entschied ich blöderweise, diese kleinen Volumina direkt mit heisser Zitronensäure zu füllen und über Nacht zu entkalken.
Am nächsten Morgen machte ich dann die Entdeckung, die sich jeder gespart hätte, der hier vorher gewissenhaft recherchiert.
Die Oberflächen sahen genauso verkalkt aus wie vorher, wenn nicht schlimmer.
Immer noch zu bequem, mal am Wissen der Community zu partizipieren, hab ich die Säurebehandlung schlicht wiederholt. Ergebnis: keines.
Dann erst hab ich mal dran gedacht, hier die berühmte SuFu zu nutzen... - und siehe da: ich Schlaumeier hatte durch das viel zu kleine Volumen eine gesättigte Calciumcitrat-Lösung (Produkt der (heissen) Zitronensäureentkalkung) hergestellt, die sofort wieder ausfällte und den berühmt-berüchtigten Calciumcitrat-Belag hinterliess. Quasi unlöslich. Selber schuld
Hätte ich hier nicht am Volumen sparen wollen, wäre mein Wärmetauscher nun blank von innen. Auch mit der wohl einzigen Art, Calciumcitrat wieder loszuwerden - ein Bad in eiskalter höchstkonzentrierter Zitronensäure - hab ich nämlich nur die Gruppe befreit bekommen, nicht aber den massiven Belag im Wärmetauscher weg bekommen.
Hier also zusammengefasst nochmal für alle:
Entkalken mit Zitronensäure nur kalt oder in einem Volumen, das man nicht gesättigt bekommen kann! Am besten beides.
Nun ja. Jetzt hab ich halt ca. 1mm Ca-Citrat im HX. Da das aber nur kaltlöslich ist und eh nicht rauszubekommen war, wird sich bei Benutzung wohl auch nicht lösen. Deshalb bleibts jetzt drinnen.
QUELLE:
Nuova Simonelli Personal 1 - kurzer Restaurationsbericht
"Fritzz"
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