Hallo,
schönes Thema, da ich als Frischling gerade auch mit der Problematik kämpfe

Beim Annähern an den richtigen Mahlgrad füllte ich das mitgelieferte Einersieb meiner Domobar mit etwa 8-9gr laut Feinwaage. Den Mahlgrad verfeinerte ich sukzessive, um auf ca. 25ml Volumen im Glas bei 25s Bezug zu kommen. Die Resultate schwankten stark, irgendwann schaffte es das Mahlgut, den Siebträger fast "dicht" zu bekommen (Lob an die Iberital, die hier immer noch Reserven hatte). Langsames Zurückdrehen des Mahlgrads ab diesem Punkt laut "Lehrbuch" brachte leider keine sinnvollen Resultate sondern wieder starke Schwankungen, klatschnasse Kuhfladenpuks und bittere Ergebnisse im Glas. Nach etwas Grübeln, Schauen und Fummeln kam die Erklärung:
8gr füllen bei mir im Vibiemme-Einersieb gerademal den inneren Trichter, mein 58mm Tamper liegt auf der Stufe des Siebs auf und verdichtet den inneren Trichter praktisch garnicht. Ergo drehte ich den Mahlgrad viel zu fein, um auf vernünftige Bezugszeiten und -volumina zu kommen, was dann zu den nassen Puks und bitterem Espresso führte.
Die Verifikation der These mittels Zweiersieb war erfolgreich: Hier arbeitet der Tamper bei 14gr im Sieb wie er soll, ich musste den Mahlgrad wesentlich zuruecknehmen und kam auf sinnvolle Zeiten, Volumina und (am wichtigsten) Geschmack
Die Zweifel an mir selbst, der Macchina und dem Sinn der Espressobereitung an sich sind damit erstmal vom Tisch. Es bleibt die Frage, wie man mit dem Vibiemme-Einersieb sinnvoll arbeiten soll? Mit 10-11gr Füllung mag es funktionieren, aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein? Gibt es Vibiemme Nutzer mit ähnlichen Beobachtungen? Übereifrig bestellte ich gleich mal ein LM 1er-Sieb samt 41mm Tamper, um mit 7gr arbeiten zu können...
Viele Grüße,
Oliver