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Alt 03.02.2010, 19:16
ViennaMike ViennaMike ist offline
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Standard Ihre heutige Vermählung geben bekannt: Hochzeit von Fräulein Izzo mit Herrn Mazzer

Die Braut: IZZO Alex II PID, genannt „Duetto“
Der Bräutigam: MAZZER Mini A, genannt „Rocket“



Folgende Beiträge sind geplant:
  • Das Kennenlernen
  • Die Verlobung
  • Die Kleider
  • Die Hochzeitsnacht - Teil 1
  • Die Hochzeitsnacht - Teil 2
  • Die Hochzeitsnacht - Teil 3
  • Die Nachgeburt
Das Kennenlernen:

Neben der allgegenwärtigen Pornografie sind die Such- und Informationsmöglichkeiten des Internets zweifellos die bisher größten Segnungen dieses Jahrtausends. So ist es kein Wunder, daß „mann“ über kurz oder lang bei kaffe-netz.de landet und vom Staunen nicht mehr heraus kommt. Einerseits hat mich gewundert, zu welchen Kaffee-Profis unsere „blümchenkaffffètrinkenden Melitta-Brüder“ aus dem nahen Westen inzwischen mutiert waren, andererseits hat mich die Vielfalt der in Diskussion stehenden Technik überrascht. Bisher kannte ich nur GAGGIA und FAEMA, und aus meiner Jugend noch die NOCKIT, eine rein österreichische Spezialität, mit der man unter schrecklichem Getöse besten Espresso zelebrieren konnte.

Also lag mein Focus zuerst bei der kleinen GAGGIA, dann bei der SILVA, später bei der OSCAR. Mir schwante aber auch, daß es ohne einer Mühle wohl nicht gehen würde und so stieg und stieg meine „Schmerzgrenze“ von anfang einigen Hundert auf nahezu Tausend (Euro).

Eigentlich war es der Espresso meines letzten Urlaubs in Italien, der mich endgültig Blut lecken ließ. Erst da wurde mir klar, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt, entweder nach Italien zu ziehen und für 80-90 Cent Ristretto zu trinken oder ihn selbst in bester Qualität herzustellen. Auf keinen Fall wollte ich weiterhin die extrem teuren (bis 2,20), dafür umso grauslicheren Wiener Mokka’s schlürfen. Also erhöhte ich meine Schmerzgrenze wieder und freundete mich mit der untersten Oberklasse an, aber noch immer weit weg von Mazzer und Konsorten. Dann sah ich auf Bildern das rötliche Schimmern der Faema Legend und mein Freund schwärmte mir was von La Marzocco vor. Erst da wußte ich, was „Premium“ heißt und daß ich schon wieder mein Limit erhöhen müßte.

Der langen Rede kurzer Sinn:
Letztendlich standen zwei Bräute zur Wahl: Die Alex(a) und die Vivaldi. Für letztere sprach die bessere Reproduzierbarkeit durch die Dosierautomatik, dagegen die breite Hüfte (36), die Plastikseitenteile und das häßliche „S1“-Emblem. Alex’as Pro’s waren die bewährte E61-Gruppe, die schmale Hüfte (24) und das neue 2er-PID, Kontra’s eigentlich nur, daß es so gut wie noch gar keine begeisterten Besitzer zu geben schien. Und die Verarbeitung – aber die sieht man auf Fotos – noch – nicht.
Bei den Herren waren es die Macap M4, Mahlkönig Vario und die Mazzer Mini A bzw. B. Letztlich entschied ich mich für Qualität und den Namen.

Die Verlobung:

Neben einem (sehr) guten Preis, war mir wichtig, daß ich die Trümmer hier in Wien bekommen würde - gepaart vielleicht sogar mit einem netten und kompetenten Verkäufer. Zumindest auf zwei Anbieter trifft dies hier in Wien voll zu – beide sind äußerst empfehlenswert (und im Internet leicht zu finden!). Auch was die Preise betrifft sind wir hier – im Gegensatz zu dem sonst üblichen OST-WEST-Gefälle – ausnahmsweise auf der guten Seite.
…also verlobten sich Fräulein Duetto mit Herrn Rocky um viele kleine gute Espressi zu gebären!

Die Kleider:

Was soll ich sagen! Die Mazzer perfetto – bestens geschützt im Styropor-Maßanzug, ohne Tapper [wienerisch für „Fingerprints“], jedes Teil im Poly-Beutel, hochglanzpoliert und wunderschön.

Die Izzo sehr neapolitanisch: Zurechtgesägte weiche 26mm-Styropor-Platten bändigen ein 36 Kilo schweres Monster, erstaunlicherweise ohne einen einzigen Transportschaden. Das Herausnehmen aus dem Karton stellt eine logistische Höchstleistung dar, besonders für Single-Haushalte.
Vorsicht ist geboten beim Hochheben des Monsters: Vorzugweise sollte dies nur über die Grundplatte und die stabile E61-Gruppe geschehen, da die doppelwandige Umhüllung – wie sich später herausstellte - nur mit zwei M5-Schrauben (10er Maul) am Chassis befestigt ist.

Die vier Chrombeine der Braut werden lose dazugeliefert. Bevor man diese mit der Hand in die Grundplatte schraubt, sollte man die Madenschraube mit einem Inbus-Schlüssel fest in den Fuß hineindrehen. Die Füße haben dünne Gummiplättchen: Dadurch läßt sich die Izzo schlecht schieben, aber andererseits steht sie dadurch auch bombenfest. Wer also öfters „schieben“ muß, stellt das Gerät besser auf ein Tuch. Auch eine rechteckige Servierplatte – wie man sie von Brötchen her kennt – wäre als Untersetzer nicht schlecht. Mal abgesehen vom leichteren Schieben wären auch Leck’s leichter zu erkennen. Anyway – steht das Monster endlich auf seinem Platz, hat man das sprichwörtlich Schwerste hinter sich!

Jetzt noch die Schutzfolien abziehen, Tropfblech und Schublade einschieben. Dabei erkenne ich auch wie schon oben erwähnt den 1. Kritikpunkt: Die gestanzten Blechkanten sind scharfkantig und alles andere als „smoth“. Ich versuche es mit einem feinen Schleifstein: Der Stein ist viel zu weich, der Stahl extrem hart. Resignation ist angesagt!

Jetzt besitze ich zwei billige konvexe Plastik-Tamper, zwei Siebträger (ein-/zwei-Auslauf), 1er- 2er- und Blind-Sieb, sowie einen Druckschlauch und einen Abwasser-Schlauch.

...gleich geht's weiter
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