Nach unzähligen Versuchen bin ich zu der Überzeugung gelangt, daß bei allen Heißluftröstern die Zeitspanne zwischen 1. und 2. Crack definitiv zu kurz ist. Gerade bei dunkleren Espressoröstungen stellt sich bei zu kurzer Röstdauer ein erdiger Nachgeschmack ein, der je nach Sorte mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Mit einer längeren Röstung läßt sich das vermeiden. Folgendes Profil habe ich heute in meinem modifizierten HWP (Digitalthermometer mit K-Sonde) bei 2°C Außentemperatur (Garage) gefahren: HWP Stufe 10, einschalten und hochheizen lassen bis zum 1.Crack nach ca.5:30 Min, die Temperatur ist jetzt bei 230°C, dann Cooltaste und abkühlen auf 180°C, wieder aufheizen lassen bis 200°C dann wieder auf 180°C kühlen, diese Prozedur über eine Dauer von 6:30 Min wiederholen, dabei natürlich immer visuelle Kontrolle des Röstgrades, bei 12 Min aufheizen lassen auf 240°C, bei 14:30 Min 2. Crack, bei 15:30 Röstung beenden mit Cooltaste. Röstgrad full city+, noch kein Ölaustritt an den Bohnen, homogenes Bohnenbild, keine Abplatzer. Folgende Bohnensorten wurden verwendet (preblending): 25% Columbia Supremo, 25% Brasil Santos, 25% Sulawesi Kalossi, 25% Indien Monsooned Malabar. Bei Bedarf kann ich Bohnenbild per email zusenden. Das Regulieren der der Temperatur ist natürlich nervig, man sitzt 15 Min vor dem Röster, aber ich glaube es lohnt sich. Über den Geschmack dieser neuen Mischung kann ich morgen Abend etwas sagen.
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Carimali Uno E, La San Marco Mini 85, Europiccola, Demoka 203, Mahlkönig, HPR mod., Gene CBR-101A
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