Hallo,
eben wollte ich zum Abschluss der Mittagspause noch einen Cappu trinken. Beim vorbeischlendern am Engelshorn-Sports ist mir aufgefallen, dass das dort befindliche Cafe von Coffee-Fellows betrieben wird. Da ich hierzu hier schon mal etwas gelesen hatte, wollte ich es mal ausprobieren.
Um es kurz zu machen: Schlechtester Kaffee in Mannheim!
Die Zubereitung des Cappu hätte man verfilmen und als Lehrfilm in der Baristaausbildung verwenden können, damit alle angehenden Kaffeeköche mal sehen, was man alles falsch machen kann.
Ich hätte schon bei den fast überquellenden Dossierern der Mazzer-Mühlen stutzig werden sollen. Die Bedienung machte ein wenig von dem gemahlenen Kaffee in den ST und streichelte das dann mit dem angebauten Tamper schön schief glatt (im ST befand sich auch noch schön viel wässriger Schmodder von dem Bezug vorher).
Den Bezug habe ich innerlich dann "Usain Bolt" getauft, da ich noch nie zuvor so schnell (geschätzte 4 Sekunden) Kaffee durch einen Siebträger habe schießen sehen. Farblich hatte er mit dem Sprintweltmeister jedoch überhaupt nichts zu tun, sondern orientierte sich eher an der noblen Blässe nordischer Völker. Nordisch war auch die Tasse in die der Bezug floß, zumindest was die Temperatur angeht.
Neben der Maschine standen dann die zwei Aufschäumeimer (jeweils geschätzt 1,5l) aus denen (ohne vorher nochmal zu schäumen!) mithilfe eines Esslöffels leckerer Schaum zusamengekratzt wurde, der dann als Bierkrone triumphierend auf meinem Getränk thronte.
Ich kann nur eines sagen: LECKER UND SCHÖN KÜHL!
Die Dame war noch sehr jung und offensichtlich erst seit kurzem hinter dieser Bar. Gleichwohl sollte so jemand wenigstens eine rudimentäre Einweisung in die Zubereitung der verschiedenen Getränke erhalten. Hier war offensichtlich überhaupt nichts geschehen.
Die Routine der Baristine zeigte sich schon alleine darin, dass sie nach meinem (ich hatte viel Mitleid mit den Bestellern) drei Getränke auf einmal zubereiten sollte, wofür sie natürlich beide ST brauchte. Sie wollte schnell sein und nahm einen in jede Hand um dann Espresso aus dem Dosierer zu ziehen. Vor der Mühle stellte sich dann die Frage, woher die dritte Hand kommen sollte, die den Hebel am Dosierer bedient.
Zumindest langweilig war es nicht.


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