Dieses WE weilten wir wieder einmal in Maddis alter Heimat - nach der standesamtlichen Hochzeit ihrer Schwester ging es zu deren Lieblingsitaliener, das Restaurant Da Francesco in der Schertlinstraße 13: Stilvoll-unkitschig eingerichtet in einem Neubau, viel poliertes Holz und viel Platz zwischen den Tischen. Die Karte ist nicht riesig, aber dafür stimmt die Qualität. An der Theke dann ein ungewohnter Anblick für süddeutsche Gefilde - eine zweigruppige Francesconi aus den frühen 90ern, eindeutig älter und 'benutzter' als das Lokal, optisch so gar nicht passend. Eigentlich wollte ich meinem Gelübde ja treu bleiben und in Restaurants nie wieder einen Espresso versuchen - die Maschine machte mich aber neugierig und so kam ich mit dem Barista ins Gespräch. Von der Maschine (wurde kürzlich überholt, das Innenleben ist quasi komplett erneuert worden...) zum Wasser und dem bekannten Kalkproblem dort bis zum verwendeten Kaffee (Caffè Excelsior Latino). Dann wurde ich schwach und habe ihn probiert - und es tatsächlich nicht bereut. Der Latino hat 'nur' 20% Robustaanteil, schmeckte mit der dortigen Maschineneinstellung knackig-kräftig mit schönem Körper, ohne unangenehme Schärfe und Bitterkeit. Geschmacklich gab es wirklich nichts auszusetzen, so gibt es Kritik nur in den sekundären Dingen, wenn auch gering - die Crema war eher dunkler und nicht unbedingt rekordverdächtig voluminös, und ich hätte den ersten Espresso lieber etwas kürzer getrunken - die Füllmenge war wohl ein kleines Zugeständnis an die typischen Gäste. Insgesamt aber noch ein Eck unter der Halbvoll-Schmerzgrenze... :laugh:
Gruß
Stefan
PS: Am nächsten Tag, vor der kirchlichen Trauung waren wir nochmal da - mit demselben positiven Eindruck.![]()


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