Zitat:
Zitat von Kai-Uwe
@ Horst
btw
Daß ich dir heute einen Espresso mit einer Präinfusion von drei Sekunden zog, war eigentlich ein Fehler. Ich hatte statt der Espresso- eine Cappuccinotasse unter den nackten Siebträger gestellt... Mal sehen, ob ich diesen Fehler zur Gewohnheit werden lassen sollte.
Sonst sind unsere Parameter: 9,5 bar, 97 Grad, 8 Gramm im LM-Einer
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Dieser Espresso war ja auch nur zu 96% perfekt

Nö im Ernst, mich interessiert nicht nur, wie der Espresso beim Trinken schmeckt und riecht, sondern was er noch nach einer halben Stunde auf der Zunge zeigt.
Da gibt es die robustabetonten, schokoladig, erdigen Typen die dann nur noch stumpf auf der Zunge liegen und im schlimmsten Fall ein Taubheitsgefühl verbreiten. Da gibt es aber auch alle Arten von schlecht zubereiteten Espressi, die von säuerlich adstringierend bis unangenehm bitter die ganze Bandbreite zeigen, obwohl sie zunächst vielleicht ganz trinkbar waren.
Den Tatico, den ich mitgenommen hatte konnte ich leider auf meiner Maschine nicht nachmachen. Er war zwar trinkbar, aber im Vergleich zu Kai-Uwes GB/5 war ein sehr großer Teil des Aromas verloren gegangen.
Ich habe mich übrigens vertan, der Tatico ist kein reiner Arabicespresso. Einschlägige Internetshops sprechen von 25% Robusta. Ich habe mal eine Handvoll Bohnen ausgezählt und ich finde ungefähr 15% Robustabohnen.
@ unclewoo
bis jetzt habe ich leider keine Bar in Deutschland gesehen, in der überwiegend Espressi verkauft worden wären. Bei uns setzt man sich eher gemütlich hin und quatscht oder liest Zeitung. Es wäre tatsächlich ein Erfolg würde man die Leute dazu bringen, den Espresso in der Bar um die Ecke zum Teil des täglichen Morgen- oder Mittagsritual zu machen.
Aber ich glaube man kann, wie das Kai-Uwe durch seine Preisgestaltung versucht, die Kunden dazu bringen, für einen schnellen Koffeinfix Espresso zu bestellen und sie auf diesem Weg zu Espresso- statt Latte Macchiatotrinkern zu machen.
Ich glaube auch das Konzept des Single Origins da ganz gut helfen kann, denn das habe ich so noch nirgends gesehen, zumindest hier in Deutschland. Ich stelle mir gerade vor, wie ein trocken aufbereiteter Ethiopia Harar oder Yrgacheffe als single origin schmecken könnte...
Viele Grüße
Horst