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  1. #1
    chris_weinert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    Hallo Forum,

    was ich mich schon länger frage, aber immer vergessen habe, mal zu posten:

    Woraus besteht eigentlich die Industrieware wie Jacobs, Melitta, Tchibo, Albrecht etc.? Oder konkreter gefragt: Wie hoch ist beispielsweise der typische Robustaanteil bei als hochwertig vermarkteten Industriekaffees wie Krönung etc.?

    Ich gehe mal davon aus, daß die so einen Blend mischen, den sie dann variieren können, um Qualitätsschwankungen auszugleichen und trotzdem immer die gleiche Geschmackstendenz hinzubekommen?

    Mich würde einfach mal allgemein interessieren, woher der Inhalt so kommt. Wenn jemand eine Quelle im Netz hat, auch ne guude Sache.

    Danke,
    Chris
    In Benutzung: Carimali Uno + Mazzer Kony + Paderno

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  2. #2
    sebsei ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ein gutes Neues!

    Angesichts dessen, dass die von Dir angesprochenen Großröster Qualität immer noch mit Arabica gleichsetzen (resp. dies dem Kunden suggerieren wollen) gehe ich davon aus, dass Du in den typischen Supermarkt-Filterkaffeemischungen eher kaum Robusta finden wirst.

    Als (mitunter zweifelhaftes) Qualitätsargument wird oft auch auf der billigsten Packung Kaffee der 100%-Arabica-Status hervorgehoben.

    Dass es sich dabei auch um anteilig billige und minderwertige Arabicas handeln kann, die zudem in wenigen Minuten schnellgeröstet wurden, steht auf einem anderen Blatt...

    Grüße,
    Sebastian.

  3. #3
    didiman ist offline Neuer Benutzer
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    Auch von mir ein gutes Neues,

    das mit dem vorgeblich kaum vorhandenen Robusta bei "Industriekaffee" ( besser wäre ja der Ausdruck Einzelhandelsware im Unterschied zu Gastronomie- oder frisch erzeugten Kaffee ) passt natürlich nicht mit den Einfuhrzahlen von Robustakaffee's nach Deutschland zusammen. Wenn anscheinend alle nur 100% Arabica machen, wo bleibt dann der Robusta ? So waren alleine im September 2006 ungefähr 16% aller Rohkaffeeeinfuhren ( Quelle Kaffeeverband ) Vietnamrobusta ( billiger geht's nimmer ). Da kann man sich dann ja auch denken, wo dieser Kaffee ( immerhin ca. 13.000 Tonnen ) geblieben ist.

    Andreas

  4. #4
    jutta ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo,

    Ich gehe mal davon aus, daß die so einen Blend mischen, den sie dann variieren können, um Qualitätsschwankungen auszugleichen und trotzdem immer die gleiche Geschmackstendenz hinzubekommen?
    Ich denke, das trifft es. Und das ist ja auch der Sinn eines Markenproduktes.

    Was die 19% Robustaeinfuhren betrifft, gibt es einiges, wo das bleibt. "Traditionell" im löslichen Kaffee mit all den Spielarten. Sicher auch nicht überraschend: in Espressomischungen. Dann gibt es noch - wurde auch schon im Netz beschrieben - Bearbeitungsverfahren, die Robusta nennenswert sensorisch verbessern.

    Wieviel in Krönung ist, kann ich Dir auch nicht sagen. Aber dann gibt es noch die sicher zutreffende Meinung: Kann ein guter Robusta nicht besser (und teurer) sein, als ein schlechter Arabica.

    Grüße und ein gutes Neues Jahr

    Jutta
    COFFEE STAR
    Origins & Blends

  5. #5
    didiman ist offline Neuer Benutzer
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    Standard

    Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich meinte 16% alleine Vietnam-Robusta. Da sind die ganzen Kaffee's aus z.B. Uganda, Nicaragua, Indien etc. noch garnicht bei. Und wer sich einmal Gedanken darüber macht das auf einem Kilogramm Röstkaffee 2,19 Euro Kaffeesteuer sind, kann sich relativ schnell ausrechnen das die derzeitigen Kaffeepreise im Einzelhandel nur mit den günstigsten Qualitäten zu erreichen sind.

  6. #6
    Schreibfix Gast

    Standard AW: Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    Hallo,

    mir ist da noch eine andere Frage gekommen: Wenn auf der Packung ein Herkunftsland steht, wie es Tchibo mit seiner "Neuen Ernte" macht, wieviel muss aus diesem Land dann drin sein? Also wenn ich einen Kaffee kaufe, auf dem zum Beispiel "Costa Rica" oder "Tanzania" steht, ist dann nur Kaffee drin, der in Costa Rica oder Tanzania hergestellt wurde? Oder sind das Mischungen mit Kaffees aus anderen Ländern?

    Grüße
    Schreibfix

  7. #7
    anrubo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    warum schreibt ihr die companies nicht einfach zum spass mal an?

    ob die antwort dann stimmt ist noch nen anderes thema aber dann hätten wir erstmal eine *grins*

    Gruss
    Andi
    Bezzera BZ35R DE-MG ^ Rancilio Silvia PID ^ Mazzer mini manuale ^ DRM Direktmahler ^ Hottop KN-8828

  8. #8
    Kaffeeschwabe ist offline Benutzer
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    Standard AW: Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    Hallo,
    unsere Nachbarn in Östereich starten da richtige Unterschriftsaktionen. Sie Institut für Kaffee Experten Ausbildung. Es ist mir ebenso schleierhaft ist wie Röster ein MHD von 24Monaten angeben können. Der Kaffee muß doch aromatisiert sein. Vielschlimmer sind die karamelisierten Kaffees wie Wiener Melange von Tchibo und dessen Grand Cafe 11% Zucker in verbrannter Form als Karamell.
    Life is to short for bad coffee!
    Maschine Rancilio epoca St
    Mühle Rancilio Rocky grind on demand

  9. #9
    Ireton ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    Karamellisierter Kaffee, der wiederum in Ostdeutschland zum Beispiel sehr populär ist. Die Tatsache, dass der Magdeburger Kaffeeröster Röstfein seinen alten karamellisierten Kaffee 'Rondo' wieder auf den Markt gebracht hat, hat ihm das Überleben gesichert. (Auch wenn Rondo zu DDR-Zeiten nicht unbedingt populär war: 'Jacobs ist die Krönung, Rondo ist die Höhe!')

    Was die Aromatisierung angeht: Wie sieht es denn da mit dem Verbraucherschutz aus? Müsste so etwas nicht angegeben werden auf der Verpackung? Die EU und auch deutsche Behörden verstehen in der Hinsicht ja wirklich keinen Spaß.

  10. #10
    Walter_ ist offline Moderator
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    Standard AW: Industriekram (Jacobs etc.) - Wer kennt sich aus?

    Zitat Zitat von Kaffeeschwabe Beitrag anzeigen
    Hallo,
    unsere Nachbarn in Östereich starten da richtige Unterschriftsaktionen. Sie Institut für Kaffee Experten Ausbildung. Es ist mir ebenso schleierhaft ist wie Röster ein MHD von 24Monaten angeben können.
    Über Edelbauer's Kaffee-Experten gibt's ja schon den einen oder anderen Beitrag...

    Beim MHD ist es bei den meisten Kaffees völlig egal, ob es nun z.B. 12, 18 oder 24 Monate sind. Nach dem 3. Monat ab Röstung passiert ohnehin nicht mehr viel, die Bohnen sind klinisch tot. Die zwingende Angabe des Röstdatums hingegen würde dem Konsumenten viel eher eine höhere Qualität in der Tasse bescheren...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

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