No. 4
Hier kurz meine Eindrücke von Daniel Oliviers’ No.4:
Zusammengefasst: ein Traumkaffee, wenn man diese Art des Espresso mag, mit das beste, was ich bisher getrunken habe.
Vorab: mein Eindruck entspricht nicht ganz der Beschreibung Daniels' Web Page. Im Vergleich zum dort Beschriebenen habe ich weniger schokoladige Töne in der Tasse, auch hat die No.4 keine Wucht, er ist kein „voller“ Espresso.
Optischen Eindruck: kein Bruch, ölige Bohnen, dunkel, aber nicht sehr dunkel geröstet.
Geschmack: Deutliche erdige, nussige Töne. Sehr „trockener“ Espresso. Dem liegt ein leichter Bitterton unter, der die Trockenheit der No. 4 unterstreicht, nie aber dominant oder intensiv wird. Keine Säure, keine Frucht. Samtig. Tiefe, aber keine „Wucht“, aber nicht wässrig.
Dieser Espresso kommt nicht als Geschmacksbombe oder mit komplexen, einzeln deutlich werdenden Nuancierungen daher, sondern er wirkt durch eine perfekte Abstimmung obigen Eigenschaften.
Die No. 4 blieb für mich noch nach 10 hintereinander getrunkenen Tassen interessant und herausfordernd, tief, reizt den Gaumen nach mehr (meinen zumindest), der Geschmack erschöpft sich nicht.
Ein wunderbarer, anspruchsvoller Alltagsespresso.
Analog für Cocktailtrinker: der perfekte trockene Gin Martini unter den Espressi.
Aber, er neigte bei mir schnell zum Channeling, ich musste sehr genau arbeiten. Ich selber trinke Espresso kurz, breche die Extraktion nach 20 Sec meist ab, aber selbst hier hatte ich oft blonde Strähnen in der Extraktion
Temperatur abhängige „Sweet Spots“ habe ich nicht bemerkt, ebenso muss für einen guten Shot die Menge nicht „genau“ getroffen werden, für einen „godshot“, wie bei den meisten anderen Sorten, hingegen schon.
Er braucht einen Tag „Luft“.
Gruss, Alexander
Gaggia Paros: Auf meiner Crema kann man Schlittschuhe laufen, gut, in diesen raren, glücklichen Momenten jedenfalls.
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Derzeit: Omcafe "Perla"; Olivier "No. 4"; HitList: No. 4; Manaresi 90/10; Omcafe Extrabon
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