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  1. #1
    braunbaer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Hallo,

    ich weiß, das Thema hat in diesem Forum eigentlich nichts verloren. Aber ich weiß nicht, wo ich die Frage besser stellen kann, als hier. Also bitte nicht so dolle hauen.


    Um meinem Kollegen zu beweisen, dass Chemie in diesem Kaffee steckt, habe ich ein Kaffeepad einfach in eine Tasse mit heißem Wasser geworfen und umgerührt. Erwartetes Ergebnis war, dass sich eine Crema bildet, somit also nicht der Druck der Maschine (der eh nur minimal ist) für die Crema verantwortlich ist.

    Das Wasser blieb schwarz. Crema nicht zu sehen.

    Beim genauem Betrachten war aber zu erkennen, dass die Crema im Pad gefangen war. Das Pad blähte sich auf, vermutlich auch wegen Luftausdehnung aufgrund der Temperatur und es war die Crema im Pad zu sehen. Sie wird also durch die Maschine aus dem Pad herausgespühlt.

    HEUREKA!!! Nein, "qued demonstrantum est" paßt besser.


    Aber wie kommt die Crema zustande?

    Was für ein chemischer Zusatz ist das?

    Wieso ist der auf der Verpackung nicht deklariert?


    Weiß das jemand?

    Viele Grüße
    Braunbaer
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  2. #2
    Tara ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    hmmm, deine Frage kann ich dir nicht beantworten :-/
    aber ein Gegenbeispiel nennen:

    Wenn man "normalen" Kaffee in einen wiederbefüllbaren Padhalter füllt und den durch die Senseo jubelt, hat man "Crema".

    Ist das nun der Gegenbeweis, das Chemie nicht unbedingt drin sein muß?

    q.e.d.


    ne, mal im Ernst, intressieren würde mich die Beantwortung der Frage auch.

  3. #3
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    die von dir beschriebene "crema" bekommst du auch bei selbstgeröstetem kaffee in der bodumkanne. ich nehme an, dass das einfach eine mischung aus öl, eiweiß, hitze und wasser ist. aber ich bin kein chemiker und kann nur mutmassen. die chemievermutung ist bullshit. die crema selbst wird vermutlich durch verwirblung in einem cremamembran erzeugt.

  4. #4
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Cremamembran könnte sein, allerdings bekommt man ja auch bei einem Schümli eine Art Crema, hier liegen dann auch keine 9 bar an. Es könnte auch einfach daran liegen, das man zur Erzeugung von Crema gar keine 9 bar benötigt, auch 4 reichen und wir uns alle demnächst im nächsten Supermarkt mit Maschinen eindecken können?
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  5. #5
    schnick.schnack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Zitat Zitat von langbein Beitrag anzeigen
    gar keine 9 bar benötigt, auch 4 reichen und wir uns alle demnächst im nächsten Supermarkt mit Maschinen eindecken können?
    naja, man sollte das vielleicht auch nicht crema nennen, sondern schaum. crema meint ja emulsion, wovon man bei diesem senseo und konsorten zeugs nicht sprechen kann. das ist halt schaum den man mit jeder eiweißhaltigen flüssigkeit erzeugen kann.

  6. #6
    silviatore ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Zitat Zitat von braunbaer Beitrag anzeigen
    (...) Um meinem Kollegen zu beweisen, dass Chemie in diesem Kaffee steckt, (...)
    was soll denn ausser 'chemie', C H O N etc., sonst drin sein? oder meinst du mit 'chemie' (kuenstliche) zusaetze?

    auch wenn du heisses wasser auf kaffeemehl giesst kommt es zur schaumbildung...


    beste gruesse

    eike
    ---
    rancilio silvia (pid)/rocky sd und mazzer mini e a/gene cbr101/kaffeeplantage in uganda

  7. #7
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    in der tat. wenn ich die stempelkanne fülle, setzen sich oben auch erstmal 2 oder mehr cm schaum ab, je nach dem, wie frisch der kaff ist. sogar bei meiner krups steht nach der hälfte des brühvorgangs noch ordentlich schaum über der flüssigkeit. verschwindet nur leider bis zum ende wieder...
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
    astoria jun1, sm90, rocky d, eureka giotto "s.d.", rancilio md50, mahlkönig brasilia, krups t8, aeropress, karlsbader, alfredo 9016 (v1.0), delonghi ick 5000
    z.Zt. i.d.M.: quijote oh, harvey! espresso, quijote zamora filter

  8. #8
    braunbaer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Ok, ich bin überzeugt!

    im Prinzip gildet also: heißes Wasser auf Kaffeemehl bringt auch Crema/Schaum. Weitere Chemie (chemische Zusätze) sind nicht notwendig.

    Ich hatte im Hinterkopf, dass es mittlerweile Kaffeeportionen ist, die damit werben, "whiter" + "creamer" gleich mit drin zu haben. Sprich: da hat einer löslichen Kaffee mit Milchpulver und Crema-Zeug gemischt. Einfach rin in die Tasse, wasser drauf - und einen suuuuper Kaffee gemacht.

    Bis denne,
    alles für den Espresso
    Braunbaer
    B.F.C Junior Plus Levetta (Brühdruck: 9,5 Bar) + Demoka 203

  9. #9
    renemuenster ist offline Benutzer
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Wiedereinmal großes Sorry, dass ich erneut einen alten Faden "aufwecke", aber ich habe leider sonst nichts im Netz dazu gefunden, und ich beschäftige mich noch nicht seit 2007 mit diesem Phänomen.

    Zuerst einmal: Ich halte die Theorie mit dem schaumbildenden Zusatz durchaus nicht für "Bullshit"! Diesen Kommentar finde ich etwas respektlos, wenn jemand eine Vermutung äußert und diese diskutieren möchte.

    Auch ich habe mich das schon gefragt und Untersuchungen angestellt. Was mich erst zu der Vermutung gebracht hat, ist die Tatsache dass der Schaum auf Pad-Kaffee schlichtweg eine ganz andere Konsistenz hat als der Schaum (NICHT Crema!), der von reinem Kaffee herrührt, wenn ich diesen ebenfalls in der Senseo-Maschine zubereite.

    Meine Testreihe mit der Senseo-Maschine (alle Versuche mit Coffeeduck durchgeführt, um einen Unterschied durch die Beschaffenheit des Filters auszuschließen):
    1. Kaffeepads verschiedener Hersteller
      Ergebnis: Immer fester Schaum, der sich nach einer Weile sehr träge zu einem "Gerippe" zersetzt.
    2. Purer, frisch gemahlener Kaffee
      Ergebnis: Leichter Schaum, der sich nach kurzer Zeit fast restlos auflöst.
    3. Pad-Kaffee ohne Filterpapier
      Ergebnis: Der "Schaumbildner"-Effekt ist viel schwächer als mit dem kompletten Pad - eher in Richtung 2. Test
    4. Frisch gemahlener Kaffee unter hinzugabe der für den 3. Test ausgeleerten Filterpapiere
      Ergebnis: "Schaumbildner"-Effekt nicht ganz so stark wie mit Pads aber deutlich stärker als beim 3. Test


    Meine Vermutung nach dieser Testreihe: Der Zusatz (falls es keine andere Erklärung für den festen Schaum gibt) befindet sich eher im Papier, als im Kaffee. Das wäre vielleicht auch ein Hinweis darauf, wie man die Deklarationspflicht umgehen kann.

    In diesem Sinne würde es mich freuen, wenn wir die Diskussion hier nochmal aufleben lassen könnten.

    Viele Grüße

    René
    Geändert von renemuenster (12.10.2009 um 02:12 Uhr)
    René Münster
    xmpp:rene@draugr.de

    Hardware:
    Rancilio Rocky D | Quick Mill Apollo | Zassenhaus Santiago | Zassenhaus Heidelberg | Klingenthal Handmühle
    Rancilio Silvia 2009 + Auber PID | Krups 988 (ohne Cremaventile) | Handpresso Domepod | Handpresso E.S.E.

  10. #10
    Stefan ist offline Moderator
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    Standard AW: Kaffeepads: woher kommt die Crema?

    Es ist weniger das Papier, sondern mehr derselbe Effekt wie er auch in Haushalts-Vollautomaten erzeugt wird. Dort wird am Brühkammerauslauf ein wenig Luft verwirbelt zwecks Erzeugung eines cremaähnlichen Schaums.

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