Hi!
Seit einigen Tagen bin ich Besitzer einer Gaggia CC und einer Demoka M-203 (steht ja eigentlich in der Signatur...).
Nun mache ich eine sehr merkwürdige Erfahrung: Vor ca. 2 Wochen habe ich frisch gerösteten Caffè in einer kleinen Privatrösterei in meiner Stadt gekauft (90:10, meine ich). Ich denke also: Besser geht's nicht und schmeiße mein Baby an.
Aber vernünftige Ergebnisse kriege ich nur hin, wenn ich die Demoka an den Anschlag der zweiten Begrenzungsschraube stelle und auch dann nur mit extrem pingeligem Tampern (die Ränder extra sauber verdichten und dann mit guten 20 kg festhämmern).
Naja, hatte nur Probierpackungen gekauft, war also schnell alle. Ich dachte mir: bist ja noch am üben, also nimm mal einen nicht so exklusiven Caffè. Hatte noch "Caffè Wunderbar" (Bio+Fairtrade von gepa, 80:20, 12-18 Min. geröstet) da, prima.
Schon beim Öffnen der Tüte fällt mir auf, dass der Caffè sehr aromatisch riecht (*sei erstaunt*), Bohnen sehen ganz leicht ölig aus. Mahle also fröhlich los, tampere kräftig, schmeiße mein Baby an: nichts passiert, nach ca. 30 Sek. der erste einsame Tropfen. So ergeht es mir noch weitere 4 Mal mit feinerem Mahlgrad und immer zärtlicherem Tampern.
Dann, endlich, Demoka ungefähr bei der ersten Anschlagschraube und mehr gestreichelt als getampert fließt der Espresso (ca. 20 Sek. Durchlauf). Crema dunkelbraun, feinporig, dicker als jemals zuvor mit dem Privatröstereikaffee, Zucker bleibt etliche Sekunden darauf liegen, herrliche Geschmacksnuancen, einfach ein Erlebnis (deutlich besser als der beste Caffè im Espressoladen).
Woran könnte das wohl gelegen haben:Eure Meinungen würden mich sehr interessieren.
- Der "private" Kaffee war einfach alt.
- Der "Caffè Wunderbar" war einfach frisch(er).
- Bohnen, die ölig aussehen, laufen langsamer, obwohl sie schlechter sind.(?)
- Es gibt einfach Caffèsorten, die völlig (!) anders laufen als andere.
- Der höhere Robustaanteil macht viel aus.
- Das Problem steht vor der Maschine.
Viele Grüße,
E.


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