AW: Zusammenhänge, feinporige Crema vs. grobporige Crema
Das öl macht die Crema, und der Öl gehalt bleibt annähert gleich bei alternden Bohnen - soweit alles klar.
Aber mit dem Lebensalter der Bohnen verändern sich einiges in den selbigen:
Wie vorher schon erwähnt ist das "ausgsassen" der Schlüssel zum ganzen. Chemisch ist das ausgaasen der Kaffeebohnen eine art oxidation(wenn man so will rostet der Caffe nach dem rösten...), also das verbinden verschiedener Stoffe im Caffe mit Sauerstoff. Nicht nur der Kohlenstoff, wobei der am reaktionsfreudigsten ist. Ein gewisser Anteil von freiem Kohlenstoff und diversen Kohlestoffverbindungen ist aber auch für die Crema nötig, diverse Kohlenstoffverbindungen sorgen als Katalysator für die Trennung des Öls währen der Extraktion. Recht frischer Caffee müsste demnach großporigere Crema bekommen, weil am Anfang noch am meisten reagiert, ausserdem werden die langkettigen Fettmolekühle mit der Zeit gebrochen, was dafür sorgt das die Crema erst immer feiner und im alter dann nix mehr wird. Das nur so am Rande, aber da gibts wohl noch ne ganze menge mehr Faktoren. Man müsste aber noch einkalkulieren, dass die Crema ja nicht aus 100% Öl besteht, sondern nur der "tragende Stoff" bei dem ganzen ist.
Die normale Kaffeebohne besteht aus über 1000 verschiedenen Stoffen, und viele davon verändern sich nach der röstung weiter, und jeder dieser Stoffe hat theoretisch irgendeinen einfluss auf den Geschmack und die Crema....
Hmm wieder eine Frage für eine Doktorarbeit. Wird eigentlich schon irgendwo Kaffeeologie als Studienfach angeboten?
Die These das Arabica feinporigere Crema und Robusta grösporiere Crema erzeugt, kann ich aber aus eigener Erfahrung verwerfen. Die einzigste Aussage die ich da mitunterstützen kann ist, dass man mit Robusta in der Regel mehr Crema hinbekommt. Ich nehme gelegentlich einen sehr robustalastigen Espresso (Parotta Gusto Forte) und der macht sehr viel sehr feine Crema (macht aber auch etwas schaum, der allerdingst nach 3 sekunden verschwunden ist)
Natürlich spielen dann die üblichen verdächtigen noch ne rolle bei der Cremabildung - Temperatur,-konstantz, Druck, Wasserqualität etc.
P.s. nicht das mich da jetzt jemand auf die antwort zu sehr fest nagelt, ist eher alles halbwissen aus diversen Quellen mit unterschiedlicher seriösität aus dem Kopf - bin kein chemiker. Und im Endefekt bleibt meine Meinung:
Schmecken muss er!
- Noch Evolutione, warte auf die R58 & Maccap M4d & Mazzer Mini A at Home
- Giotto Premium Plus & Maccap M2d Mühle bei meinem Schätzchen
- Isomac Giada vernicato (in rosa!) & Isomac Gran Maccinino at Sister
- Parrottacaffé Gran Crema & Amabile, Barista Typo 700, ab und an Zusicaff miscela Super Bar oder Sortenreine aus der Bohne in Dornbirn (A), sonst aber ständig am probieren.
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