Kann mir jemand weiterhelfen: aus welchen Stoffen entsteht bei der Kaffee-Röstung die CO2-Bildung? wieso passiert die Ausgasung auch noch nach der Röstung?
Kann mir jemand weiterhelfen: aus welchen Stoffen entsteht bei der Kaffee-Röstung die CO2-Bildung? wieso passiert die Ausgasung auch noch nach der Röstung?
Kaffeebohnen sind organisches Material und bestehen zum größten Teil aus Kohlenwasserstoffverbindungen (wie alles Leben)
Der Kohlenstoff verbindet sich beim rösten mit Sauerstoff und bildet somit Kohlendioxid (CO2) vermutlich entsteht auch CO (Kohlenmomoxid) Das ebenfalls entstehende Wasser (aus dem Wasserstoff der Kohlenwasserstoffe und dem Sauerstoff) verdampft beim Röstvorgang.
Da die Bohnen "durchgeröstet werden ensteht das CO2 auch im Bohneninnern und muss nach dem rösten erst durchdiffundieren um sich dann in die Atmosphöre zu verabschieden.
Gruß
Gerd
Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.
LM GS/3 + ASTORIA AEP1 (Büro) LIVIA 90 (davor) + BRASILIA America 2gr. + La Pavoni Mignon + LSM 85-16 M Practical Metronic (ex Projekt)
Demoka 203 + Mazzer SJ + Mazzer Mini M
I-Roast
Die EU hat nun aber entschieden, dass ab 2009 die zulässige Höchstgrenze von 120g CO2 je kg Bohnen nicht mehr überschritten werden darf.
Damit die deutschen Röstbetriebe aber nicht über Gebühr beeinträchtigt werden, wird ab sofort die Kaffeesteuer für jeden neuen Kaffee im ersten Jahr nach dem Erwerb ausgesetzt, um neue Kaufanreize zu schaffen.
Ältere Supermarktkaffees hingegen werden wohl nicht von der Kaffeesteuer ausgenommen werden.
Dafür wird aber zukünftig für jedes korrekt entsorgte Kilo Supermarktkaffee eine Altkaffee-Entsorgungsprämie gezahlt.
Gruß
Michl
Gaggia CC mit PID, Saeco Sin 007 seit '91 mit Classic-ST im Büro, diverse Dienes Mokka, diverse Zassenhaus Mokka
Hallo Michl,
wenn ich sowas schon lese! Da platzt mir fast der Kragen!
Also bitte, wenn sonst keiner was sagt, mach ich das halt:
Bis hierhin habe ich nichts einzuwenden, auch wenn ich nicht an die erhoffte Wirkung glaube.
Das muss ich einfach richtigstellen und ergänzen, weil mir das sehr am Herzen liegt:
Für Altkaffeebohnen, die sich in einem erhaltungswürdigen, originalgetreuen Zustand befinden, gilt nach wie vor eine eigene, stark reduzierte Kaffeesteuer, und das sollte auch so bleiben. Allerdings müssen sie sich erst einer Geschmacksprüfung unterziehen und werden bei erfolgreichem Bestehen entsprechend gekennzeichnet.
Kritiker bemängeln, Altbohnen würden im Vergleich zu neueren Bohnen in essenziellen Eigenschaften gravierende Nachteile aufweisen und sogar gesundheitliche Risiken bergen.
Dem kann man entgegnen: Die Anzahl der "classic beans" ist so gering und es wir so wenig Altkaffee gekocht, dass die negativen Auswirkungen vernachlässigbar sind im Vergleich zur Schädigung durch die riesige Menge des täglich getrunkenen modernen Filterkaffees.
Es finden sich weltweit immer mehr Liebhaber, die selbst die hoffnungslosesten Krümelhaufen mit enormem Aufwand, dann allerdings meist unter Zuhilfenahme von modernen Bruchbohnen und ätherischen Ölen, wieder in ihre alte Form bringen. Ich meine, man sollte die Beanie-Fans, die so viel Zeit und Geld in ihre Leidenschaft stecken, nicht auch noch finanziell bestrafen.
Viele Grüße
Stefan
Ich fühle mich in gewisser Weise schon gebrandmarkt, seit auf meinem Bohnenbehälter die rote Plakette prangert.
Freunde und Bekannte, die in der Vergangenheit anstandslos meinen Kaffee getrunken hatten, meiden mich mittlerweile konsequent.
Versuche jetzt, wenigstens noch einen Feinstaubfilter an meiner historischen Handmühle (ebenfalls rote Plakette) nachzurüsten, um wenigstens dafür die Steuerzuschüsse einzuheimsen. Außerdem musste ich beim Betrieb dieser Mühle ohnehin schon ein Bußgeld und Punkte in Triest fürchten.
Zu meiner Verteidigung kann ich aber sagen, dass ich beim Mahlen seit längerer Zeit konsequent die Feinstaubmaske trage, die ich mir damals bei der Vogelgrippe-Epidemie gekauft hatte. Seitdem sind auch die Asthma-Anfälle deutlich zurückgegangen.
Gruß
Michl
Gaggia CC mit PID, Saeco Sin 007 seit '91 mit Classic-ST im Büro, diverse Dienes Mokka, diverse Zassenhaus Mokka
Arme/r Kim, erster Beitrag, und dann gleich sowas!
Ich fand Deine Frage sehr gut, das hatte ich mich auch schon mal gefragt.
Danke an Gerd für die schöne und aufschlussreiche Erklärung! Wenn man googelt, findet man fast nur Infos zu CO2-neutralem Anbau oder zu Entkoffeinierung, gelegentlich Hinweise auf die Enstehung der Crema, aber kaum Auskunft darüber, warum CO2 in der Bohne gebunden ist.
Ich bin aber auch fündig geworden: Es gibt eine Dissertation an der TU Braunschweig von Claudia Fischer, erschienen im Cuvillier Verlag: Änderung physikalisch-chemischer Parameter beim Rösten, Quenchen und Mahlen
Kennt das jemand? Sieht sehr spannend aus, ist aber nicht vollständig in der Google Books -Suche enthalten, und ich hab's nur angelesen.
Bei der Gelegenheit hab ich endlich das vielgesuchte Reimwort auf "Mensch " gefundenWusstet Ihr, dass der Fachmann/die Fachfrau zwischen Film- Sprüh- und Tauchquenchen unterscheidet?
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Viele Grüße
Stefan
PS: probiert mal Folgendes:
co2 kaffee bohne - Google-Suche
den ersten Treffer kennt Ihr![]()
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