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Temperaturempfindlichkeit der Bohnen beim Mahlen
Hallo,
habe mal eine Frage zu der Temperaturempfindlickeit der Bohnen.
Es heißt immer wieder, dass es beim Mahlen wichtig sei, dass die Bohnen nicht zu warm/heiß werden, sprich ein schonendes Mahlen sei wichtig/besser.
Bevor die Bohne gemahlen wird, wird sie beim Rösten aber doch deutlich höheren Temperaturen ausgesetzt, als sie beim Mahlen auftreten würden!?
Was ist mit dem "vorgeheizten" Siebträger, der ja auch recht warm wird, bevor das Kaffeemehl ins Sieb rieselt?
Im Moment frage ich mich also, warum ein temperaturschonender Mahlvorgang wichtig ist, wenn es beim Rösten schon höhere Temperaturen gab und der Siebträger auch recht warm ist, wenn er das Mahlgut auffängt.
Welchen Denkfehler mache ich denn nur?
Danke euch,
ciao
Lutz
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AW: Temperaturempfindlichkeit der Bohnen beim Mahlen
Hallo,
ich habe die Frage (mangels besserer Physikkenntnisse) mal energetisch betrachtet: So eine dicke Gastromühle zieht beispielsweise 300-500 Watt, also die gleiche Leistung wie ein ziemlich heftiger Halogenstrahler. Wo aber geht diese immense Energie hin? Umwandlung in Bewegungsenergie findet nur während des Anlaufens statt, danach wird wohl fast alle Energie zum Zerkleinern der Bohnen aufgewendet, was im Endeffekt (tolles Fußballerwort!) mutmaßlich auf eine Umwandlung in Wärmeenergie hinausläuft. Einfach verschwinden kann die Energie ja nicht, und ob die vorher-nachher-Zustände „Bohne“ und „Mehl“ energetisch sooo unterschiedlich sind, weiß ich nicht.
Wenn also die Leistung eines Halogestrahlers auf der sehr kleinen Fläche der Mahlscheiben als Wärme frei wird, dann muss man diese Scheiben wohl schon ziemlich schlau konstruieren, damit die ganzen schönen Kaffeeöle nicht beim Mahlen „verduften“. Denn das können sie aufgrund der Riesenfläche der Mehlkörner schon im Zimmerwarmen Raum recht schnell – wenn diese Reaktion auch noch durch drastische Erhitzung beschleunigt wird, duftet es toll, schmeckt aber flach. So wie vor jeder Tschibuscho-Filiale...
Beim heißen ST geht, verglichen damit, kaum Energie auf das Mehl über. Und beim Rösten können die Aromen nicht verloren gehen, da sie dort ja erst (in der Bohne) entstehen.
Gruß
Georg
p.s.: sind nur so Überlegungen - können natürlich falsch oder halbrichtig sein...
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner
!
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AW: Temperaturempfindlichkeit der Bohnen beim Mahlen
Danke dir Georg,
klingt ganz sinnig. Du stellst den Mahllvorgang als solches gut heraus und grenzt die beiden anderen genannten Wärmevorgänge ab. Vielleicht ist genau das die Erklärung. Das Mahlen für sich genommen nimmt mit seiner Wärmeentwicklung Einfluss auf das erzielbare Ergebnis in der Tasse. Somit sollte schonend gemahlen werden...
Dass mit dem Rösten und seiner Aromaentwicklung/-vorbereitung hilft mir auch beim Verstehen der Zusammenhänge.
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