Caffè Ferrari - Espresso tipo Milano (CH)
Hoi zäme
Im Moment teste ich alles, was mir in die Finger kommt. Dabei bin ich auf ein echtes Highlight gestossen: Die schweizer Rösterei Caffè Ferrari - Espresso tipo Milano.

Das Geheimnis dieses excellenten Kaffees dürfte die gute Qualität der Bohnen aus Brasilien und Zentralsüdamerika, die spezielle Mischung und vor allem das sehr spezielle Röstverfahren über dem Kohlefeuer sein.

Zitat von
Ferrari Caffè Der Röstungsprozess dauert erheblich länger, als herkömmliche Röstverfahren, weil mit dem Kohlenfeuer nur eine Temperatur bis zu 200°C erreicht wird. Dies hat einen grösseren Gewichtsverlust zur Folge. Diese Nachteile werden aber gerne in Kauf genommen, da auf diese Art ein grosser Teil der Gerbsäure eliminiert wird und somit der Kaffee bedeutend bekömmlicher ist.
Renato Ferrari betreibt in zweiter Generation seit 1950 die Rösterei in Dietikon ZH und dürfte mittlerweilen um die 80 Jahre alt sein. Wir müssen uns auf jeden Fall keine Sorgen machen, den bereits steht Mike Schärer, sein Neffe als designierter Nachfolger fest und wird das Unternehmen in guter Tradition weiterführen.
Der Espresso tipo Milano wird als helle Röstung angeboten, besteht aus 100% Arabica und ist ein sehr kräftiger, aromatischer und säurearmer Kaffee. Wegen der speziellen Röstung über dem Kohlefeuer, die ca. 30 Minuten dauert, hat der Espresso tipo Milano sehr wenige Säure, was beim trinken überhaupt nicht stört oder gar fehlt. Bis jetzt bin ich eigentlich immer davon ausgegangen, das bei einem guten Kaffee die Bitterstoffe und Säuren in einem gewissen Gleichgewicht stehen sollten. Caffè Ferrari belehrt uns eines Besseren, den es kann eigentlich nur gut sein, wenn störende Gerbsäuren eliminiert werden und sich der Geschmack des Kaffees erst so richtig entfalten kann.
Ich verwende wie bei allen reinen Arabica-Kaffees meist 8g bis 8.5g Kaffeebohnen, tampere nur leicht und achte besonders auf einen sauberen Bezug. Mir ist beim bodenlosen Sieb aufgefallen, dass der Espresso für einen Arabica-Kaffee ungewöhnlich viel Crema bildet, die leicht heller ausfällt wie bei typisch süditalineischen Röstungen.
Wie schon gesagt, fehlen dem Kaffe fast jegliche störende Säuren. Er verfügt über ein sehr intensives Aroma, eine sehr vollen Körper und einen unglaublich langen Abgang. Persönlich hab ich noch nie einen besseren Arabica-Espresso getrunken und kann den Kaffee allen Arabica-Fans wärmstens empfehlen. Die Bohnen werden täglich frisch geröstet und kommen ohne Vakuum und Plastik in einer Papiertüte zum Kunden. Nichts soll den unvergleichlichen Duft und das einzigartige Aroma verfälschen und möglichst frisch getrunken werden.
Cheers, Martin
PS Wer Lust hat, kann hier mehr über die Rösterei erfahren.
Geändert von martinspin (23.12.2009 um 16:17 Uhr)
Cheers, Martin
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