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  #1 (permalink)  
Alt 28.12.2009, 23:27
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Beiträge: 186
Standard Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Die Frage ist eigentlich, wer hat welchen Vorteil beim Bio Kaffee?
Der Ausgangspunkt:
Zitat:
Zitat von Torre Beitrag anzeigen
Man hat mir erzählt, dass beim Bio Kaffee Anbau der ha Ertrag gewaltig in die Knie geht (mehr als 50%). Die damit verbundenen Mindereinnahmen werden durch den höheren Preis bei weitem nicht kompensiert, so dass sich der Bio Pflanzer deutlich schlechter stellt als der konventionelle Pflanzer.
Wenn dem so ist, wären die Bio Kaffee Trinker die grösseren Ausbeuter im Vergleich zum Jacobs, Tchibo etc Konsumenten.
Und mit Zahlen illustriert:

Zitat:
Zitat von Torre Beitrag anzeigen
Wenn ein konventioneller Pflanzer auf einem ha 1.200 kg verkaufsfähigen Kaffee produziert und dafür 2,40 €/kg bekommt, hat er 2.880 €/ha.

Wenn ein Bio Pflanzer 3 €/kg erziehlt, aber nur 700 kg Ertrag, hat er am Ende nur 2.100 €.
Wenn die Zahlenrelation so richtig ist, hat der Pflanzer einen Nachteil.

Die Frage nach dem Vorteil dem Konsumenten ist die Frage: wie viel weniger Gift er zu sich nimmt.

Zitat:
Zitat von Sanug Beitrag anzeigen
Ob Bio beim Kaffee wirklich Sinn macht? Ich habe mal gelesen, dass es bei Tee Sinn machen soll, da ja die Blätter der Teepflanze verwendet werden. Eine Verunreinigung mit Pfanzenschutzmitteln landet da schnell in der Tasse.

Beim Kaffee wird aber der Kern der Kaffeekirsche verwendet. Der wird von den Pestiziden aber nicht oder nur in wesentlich geringerer Dosis erreicht. Somit soll auch konventionell angebauter Kaffee nahezu rückstandsfrei sein.

Leider habe ich für diese mir plausibel erscheinende Erklärung keine Quellenangabe. Vielleicht weiß jemand etwas Genaueres? Allerdings wäre das dann ein eigenes Thema wert, denn hier wird eine konkrete Kaufempfehlung und keine Grundsatzdiskussion gesucht.
Nun eine Grundsatzdiskussion wollte ich auch nicht starten, allerdings ist es sicher richtig einen eigenen Thread zu gründen. Es sieht so aus als ob diese Frage ziemlich kontrovers gesehen wird.

Was Deine Frage nach einer Quelle betrifft, habe ich die nicht zur Hand, erinnere mich aber dass es vor Jahren ein Öko Test Titel gab „Der schmutzigste Kaffee ist sauberer als der sauberste Tee“ oder ähnlich. Die Ursache liegt zum Teil in den von Dir genannten Gründen. Ein weiterer Aspekt ist, dass etwaige Rückstände dann beim Rösten verdampfen.

Zitat:
Zitat von Atsinganos Beitrag anzeigen
Der Ertrag ist quantitativ gesehen sicherlich etwas geringer, aber von der Qualität des Produktes über die nachhaltige Bewirtschaftung bis hin, was in unseren durstigen Kaffeekehlen landet, sollte es eigentlich die normalste Sache der Welt sein. Sobald irgendwelche Pestizide eingesetzt werden, kann man sicher sein, dass diese auch in den Kern (Kaffeebohne) zu finden sind.
Wenn die Pestizide – wie wenig auch immer – in der Bohne landen und beim Rösten verdampfen, landet nichts nachweisbares mehr in unseren durstigen Kaffeekehlen. Und „nachhaltige Bewirtschaftung“ ? ist es wirklich nachhaltig, wenn der Pflanzer durch den Bio Anbau ein Viertel seiner Einkünfte verliert?

Wie gesagt, die Frage ist, wer hat durch Bio Kaffee einen Vorteil? Und beutet der Konsument durch seinen "Bio Glauben" die Pflanzer aus?

Ich will gar nicht behaupten, dass der Röster diesen Teufelskreis durchschaut, vielleicht bedient er nur die Wünsche seiner Kunden. Der Kunde ist König, auch wenn der König der Ausbeuter ist.
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  #2 (permalink)  
Alt 28.12.2009, 23:57
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Ort: Bad Kreuznach
Beiträge: 851
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Zitat:
Zitat von Torre Beitrag anzeigen
Wenn die Zahlenrelation so richtig ist, hat der Pflanzer einen Nachteil.
Nicht zwingend: Wie viel von dem Mehrerlös hat der Giftspritzer für das Zeugs ausgegeben - gar mehr als diesen Mehrerlös?

Und: Stimmen die Zahlen überhaupt? Gibt's dafür eine tragfähige Quelle?

*nachdenklich*
c.s.
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  #3 (permalink)  
Alt 28.12.2009, 23:59
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Beiträge: 7.164
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

welche sorte die bessere marge für wen liefert, weiss ich nicht

für uns bringt biokaffee gesundheitlich eigentlich nix, weil in den kaffeebohnen kaum was von pestiziden übrig bleibt,
wie das in vietnambohnen in bezug auf agent orange dank unserer amerikanischen freunde ausschaut weiss ich nicht

ABER - bei bioanbau erleiden zumindest die arbeiter und böden/umwelt keinen schaden,
das sollte einem wenn möglich der relativ geringe aufpreis schon wert sein
__________________
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gaggia CC,
FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia


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  #4 (permalink)  
Alt 29.12.2009, 09:11
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Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 4.998
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Zitat:
Zitat von galgo Beitrag anzeigen
ABER - bei bioanbau erleiden zumindest die arbeiter und böden/umwelt keinen schaden
Genau an diese ungeschützten Menschen im Pestizidregen mußte ich auch gerade denken...zumindest DAS ist bei Bio-Anbau (wenn die Bio-Regularien des Öko-Verbands es so streng sehen - da gibt es zumindest in D verschieden strenge Richtlinien) besser.
Ein Beispiel aus D: Auch bei Bio-Kartoffeln darf in bestimmten Situationen Kupfer (Kupfervitriol) gespritzt werden, was dann vielleicht natürlich, aber auch giftig ist (Schwermetall).
__________________
Für den sporadischen Kaffee- od. Cappugenuss:
Technivorm Moccamaster KBT 741 (Melitta Papier-/Swissgoldfilter), Rancilio Silvia V3, Mahlkönig Vario Home V2 @Ökostrom.
Aerobie Aeropress, Hario Slim.
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  #5 (permalink)  
Alt 29.12.2009, 11:14
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Ort: Würzburg/Magdeburg
Beiträge: 4.643
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Zitat:
Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
Ein Beispiel aus D: Auch bei Bio-Kartoffeln darf in bestimmten Situationen Kupfer (Kupfervitriol) gespritzt werden, was dann vielleicht natürlich, aber auch giftig ist (Schwermetall).
Nicht nur bei Kartoffeln, auch z.B. bei Wein.

Das wird m.W. bei Kaffee ähnlich gemacht. In der bekannten "La Minita" Plantage wird Bor, Zink und Kupfer versprüht (in welcher Form auch immer, ich bin kein Chemiker). Kupfer als Antipilzmittel, Bor und Zink zur Ertragssteigerung. Die Böden werden also in nicht unerheblichem Maße mit Schwermetallen belastet.

Was nun besser ist, da darf sich jeder seine eigene Meinung bilden. Witzig ist folgendes:

Im Weinbau waren vor Einführung des Düngens und Spritzens Erträge von 15-25hl/ha üblich. Mit Hilfe der Chemie wurden es bis 200hl/ha. Das schmeckte aber niemandem mehr, in der Traube waren nur noch Wasser und Düngemittelreste, aber kein Terroir, denn das lässt sich nicht so einfach vermehren. Nun sind gute Winzer wieder auf unter 50hl/ha gelandet, also gar nicht so weit weg vom Ertrag vergangener Zeiten.

Bei Standardnahrungsmitteln kämen wir allerdings ohne Düngen kaum hin, eine Zehntelung der Erträge wäre nicht verkraftbar.

Greetings \\//

Marcus
__________________
Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

Gehabt und wieder los:

Marzocco GS3
PID-Silvia
Carimali UNO E
Bezzera 99 (brühdruckgetunt)
Hebelchen-Pavoni
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  #6 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 21:07
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.11.2001
Beiträge: 285
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Zitat:
Zitat von Bonsai-Brummi Beitrag anzeigen
Nicht zwingend: Wie viel von dem Mehrerlös hat der Giftspritzer für das Zeugs ausgegeben - gar mehr als diesen Mehrerlös?

Und: Stimmen die Zahlen überhaupt? Gibt's dafür eine tragfähige Quelle?

*nachdenklich*
c.s.
Auf einer Präsentation zur Erlangung eines Doktorgrades an der Humboldt Universität in Berlin wurde im November eine Folie gezeigt, die sich neben dem Aspekt Gourmetkaffee auch mit diesem Thema beschäftigte. Die Zahlen stammen aus Kolumbien.

Es wurden die FNC Preise differenziert nach konventionell und organisch mit 1,17 USD/lb bzw. 1,34 USD/lb angegeben, was einem Zuschlag von 17 US Cents für organischen Anbau entspricht. Die Erträge schrumpften von 1,4 t/ha auf 0,6 t/ha.

Berechtigt ist sicher die Frage, wie groß ist der Aufwand für die eine oder andere Bewirtschaftung. Zahlen hierzu waren nicht angegeben, jedoch das Einkommen je lb mit 0,62 USD/lb (konventionell) und 0,78 USD/lb (organisch). Das bedeutet, dass der Einsatz bei organischem Anbau geringfügig höher liegt und nicht der gesammte Mehrerlös beim Pflanzer verbleibt.

Unterm Strich können die Pflanzer von Torres Zahlen nur träumen - die beziehen sich aber eher auf Umsatz - als Ertrag weisst die Tabelle 1.910 USD/ha (konventionell) zu 1.030 USD/ha (organisch) aus.

So müsste man Torre recht geben: Biokaffee = Ausbeutung der Pflanzer!
__________________
COFFEE STAR
Origins & Blends
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  #7 (permalink)  
Alt 05.01.2010, 11:46
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 14.12.2009
Beiträge: 3
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Diese Aussagen ...

Zitat:
Zitat von jutta Beitrag anzeigen
Unterm Strich können die Pflanzer von Torres Zahlen nur träumen - die beziehen sich aber eher auf Umsatz - als Ertrag weisst die Tabelle 1.910 USD/ha (konventionell) zu 1.030 USD/ha (organisch) aus.

So müsste man Torre recht geben: Biokaffee = Ausbeutung der Pflanzer!
... sind natürlich rein zahlenmäßig ggf. richtig. Aber dabei werden wesentliche Punkte vergessen, die hier bereits mit anklangen: Warum eigentlich Bio-Kaffee? Nicht wegen der Endverbraucher, sondern für die Pflanzer und die Umwelt! Baut man Kaffee konventionell an, gibt es erhebliche Gesundheitsgefährdungen durch Pestizide (direkt auf Haut und Schleimhäute und indirekt über eine Verunreinigung des Grundwassers) und es gibt Raubbau an der Natur: Die Böden verkargen, die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt geht verloren.

Was also ist die schlimmere Ausbeutung? Zumal Ausbeutung nur bedingt stmmt, da der erzielte Preis bei fairem Handel höher ist. Der Ertrag kommt nicht mit, das stimmt, aber dennoch kann ich hier keine Ausbeutung als solche erkennen.
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  #8 (permalink)  
Alt 05.01.2010, 12:26
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.02.2008
Beiträge: 453
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Ich möchte noch einen Gedanken in den Ring schmeißen:

Rohkaffee ist auf dem Weltmarkt u.a. deswegen so billig, weil es ein riesiges Überangebot gibt (s. Kaffeekrise). Für eine Farm mag es sinnvoll sein, den Ertrag mithilfe von Pflanzenschutzmitteln zu maximieren. Betrachtet man den ganzen Markt, führt das wiederum zu sinkenden Preisen. Ein Teufelskreis zu Lasten von Mensch und Natur.

Kürzlich war im Spiegel ein recht interessanter Artikel über fair gehandelte Schokolade. Die großen Abnehmer haben über ihre geringen Einkaufspreise die Qualität so gedrückt, dass akzeptables Rohmaterial knapp wird und sie daher quasi gezwungen sind, per fairem Handel langfristige Partnerschaften mit den Erzeugern einzugehen.
Lebensmittelkonzerne: Warum Schokogiganten auf politisch korrekten Kakao setzen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
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  #9 (permalink)  
Alt 05.01.2010, 12:41
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.08.2002
Ort: Nürnberg
Beiträge: 455
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Kennt den Jemand von euch die tatsächlich geltenden Regularien für Bio Kaffee in Bezug auf die entsprechenden Anbauländer?
Oder argumentiert hier nicht manch Einer ein Stück weit auch mit dem Wunschgedanken, was Bio sein sollte? (Nicht böse gemeint)

Ich könnte jetzt, ohne nachlesen, gar nicht sagen, ob Bio auch gleichzeitig nachhaltig bedeutet.
Sicher, keine Pestizide (aber aucht nicht überall, s.u.). Aber was ist mit dem Thema Monokultur? Was mit massiven Eingriffen in die Natur um die Kaffeeplantagen anzulegen? (nicht alle werden ja schon immer existieren)

Ich selbst könnte es nichtmal sagen.

Wegen der Pestizide: Es gibt hier Abstufungen: Eine Verkäuferin im Bio Gemüseladen sagte mir, als ich Salat haben wollte, sie hätten zwei Sorten derzeit. Die Namen weiß ich nicht mehr genau, aber der Unterschied war, laut der Dame, dass die eine Sorte eine andere Zertifizierung hat, bei der auch ab und an gespritzt werden darf. Die andere Sorte darf nicht gespritzt werden.
Bio heißen aber beide.
__________________
Rancilio Silvia + Iberital Challenge / Zassenhaus Handmühle / French Press klein und groß / Herdkännchen
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  #10 (permalink)  
Alt 05.01.2010, 14:42
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Registriert seit: 09.02.2008
Beiträge: 453
Standard AW: Biokaffee - Ausbeutung der Pflanzer?

Der Begriff "Bio" ist EU-weit geschützt, d.h. man kann davon ausgehen, dass die Produkte, die sich Bio nennen, den Anforderungen der EG-Ökoverordnung entsprechen. In Deutschland tragen diese Produkte i.d.R. das sechseckige, grün-umrandete staatliche Bio-Siegel.

Infos gibt es hier:
Bio-Siegel: Das staatliche Bio-Siegel
Bio-Siegel ? Wikipedia

Die EU-Verordnungen kann man hier nachlesen:
BMELV - Ökologischer Landbau - EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau

Hier ist die Liste mit den zugelassenen Pestiziden:
http://www.bmelv.de/cae/servlet/cont...oVOAnhang2.pdf
...vergleichsweise überschaubar.

Einzelne Anbauverbände, wie z.B. Demeter, sind noch strenger. Ein Demeterbetrieb muss z.B. die gesamte Produktion auf Bio umstellen, wohingegen es einem Betrieb nach EG-Verordnung möglich ist, einzelne Erzeugnisse nach biolog. Standards herzustellen und andere konventionell.
DEMETER: Unterschied Demeter - EU-Bio

Was mir auffällt - nicht nur hier im Forum: Sobald der Begriff "Bio" fällt, werden Zweifel laut, ob damit nicht nur mehr Geld gemacht würde, ob denn das wirklich besser für die Umwelt sei, ob man damit die gesamte Menschheit versorgen könne etc.

Das liegt glaube ich daran:
Milieu-Studie: Deutsche schieben Öko-Frust - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
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