AW: Crema ist Kunst
Hoi zäme
Meine Mazzer Mini A hat einen Aufkleber, der mit einem Pfeil nach unten so quasi die Werksmitte für einen guten Espresso-Mahlgrad darstellt. Das ist sehr weit davon entfernt, dass die Mahlscheiben im Leerbetrieb "klirren" sollten. Als absoluter Anfänger hab ich häufig zu fein gemahlen und bin nicht auf das für das Einersieb benötigte Volumen des Kaffemehls gekommen. Im getamperten Sieb sind ca. 3 mm Abstand zum Siebrand und der Puck weisst nach dem Bezug einen deutlich Abruck des Duschsiebs auf und ist komplett trocken. Seit ich das Einersieb mit in der Nähe der Werksmitte gemahlenem Kaffemehl fülle und genug Kaffemehl nehme, trifft das Phänomen "Channeling" kaum mehr auf. Für jede Bohne ist die Einstellung natürlich eine etwas andere.
Was hier selten als Einflussfaktor beschrieben wird, ist das Reindrehen des Siebträgers in die Brühgruppe. Damit kann imho besser feingetunt werden, wie mit dem "perfekten" Tamperdruck. Ich tampere ziemlich kräftig und es kommt für den letzten Schliff noch daruf an, wie fest ich den Siebträger "reindrehe". Drehe ich zu wenig rein, besteht nach wie vor die Gefahr für Channeling. Drehe ich zu fest rein, gibt es zwar kein Channeling aber der Puck ist fast zu trocken, was man an gewissen Brüchen in der Struktur des Pucks erkennen kann. Das Resultat ist auch eine Art Channeling, welche jedoch nicht dazu führt, dass der Espresso zu bitter wird. Eher fördert es die Säure bei astreinem Arabica-Kaffee.
Auf die Anzahl Sekunden, die der Espresso für 25 - 30 ml braucht, gebe ich nicht viel drum. Am bodenlosen E61-Siebträger erkenne ich sehr schnell, wie die Qualität des Bezugs ist. Es kann gut sein, dass ein perfekter Shot mit einer sensiblen Aribica-Bohne eher gegen 40-50s braucht.
Mein Durchschnitt an Kaffemehl sind im Einersieb 12g und beim Zweiersieb 18g.
Cheers, Martin
Cheers, Martin
ROCKET Cellini Pro - MAZZER Mini A - BEHMOR 1600
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