Starbucks Espresso
Hoi zäme
Starbucks gibt sich wahrlich viel Mühe und verkauft in den entsprechenden Gaststätten auch viele Sorten gerösteter Kaffeebohnen.
Hab mal den Starbucks Espresso reingezogen und bin nach diversen Bezügen leicht irritiert, weil ich so eine Bohne noch nie bezogen habe.
Die Bohne ist dunkel geröstet und gemahlen geht das in Richtung schwarz. Trotzdem sind die Aromen alles andere als verbrannt. Der Kaffee riecht leicht salzig und hat eine deutlich schockoladige Note. Trotz der dunklen Röstung kann ich kaum Kaffeeöl an den Bohnen erkennen. Beim Tampern wird der Puck ziemlich dicht und ich musste einige Grade grober mahlen wie gewohnt. Wenn ich etwas zu fein mahle, hat der Kaffee am ehesten Ähnlichkeit mit einem Espresso, schmeckt leicht bitter und die Crema ist doch recht dünn. Die Auslaufzeit ist dabei sehr hoch. Wenn ich darauf achte, dass die Zeiten (1ml/s) ungefähr hinkommen, strömt das Gebräu doch recht dünn zum Sieb heraus. Geschmack und Konsitenz gehen eher in Richtung Schümli, obwohl die Zeiten stimmen.
Irritierend finde ich, dass ich keinen typischen Espresso beziehen kann bei ca. 1ml/s. Überhaupt hat der Kaffee sehr wenig Substanz jedoch sehr viel Aroma. Es riecht in der ganzen Küche ziemlich schokoladig. Ich hab den Eindruck, dass hier nach dem Rösten künstliche Aromastoffe hinzugefügt werden, um die fehlende Substanz zu überdecken. Ich hab jedoch keine Ahnung, wie ein Starbucks-Kaffee hergestellt wird. Könnte gut sein, dass die Bohne nicht im Kontaktverfahren sondern mit heisser Umluft geröstet wird und das Ganze sehr technisch gehalten wird. Die Lebensmittelchemie lässt grüssen.
Hat jemand von euch eine Ahnung, warum der Starbuckskaffee so seltsam rüberkommt?
Cheers, Martin
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Cheers, Martin
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