17 g und 250 ml Kaffee sind oft auch meine Eckdaten. Ich habe eine 250 ml fassende Milchkaffeetasse, in die ich den Kaffee hineinaeropresse. Die Aeropress benutze ich kopfüber, fülle das Mehl ein und gieße erst mal mit Wasser auf, den Zylinder vielleicht halb voll, dann kurz ziehen lassen und umrühren, wieder Wasser aufgießen, nochmal umrühren, so daß keine "high and dry" Mehlreste am Rand stehen bleiben, sondern alles im Wasser ist. Dabei ist die AP noch nicht ganz voll, vielleicht zu 3/4. Nach dem Durchpressen (ich breche das ab, wenn nur noch Luft kommt, hört man ja) ist die 250ml-Tasse noch nicht voll, ca. 1/4 fehlt (alles frei geschätzt...) und dieses Konzentrat gieße ich mit heißem Wasser auf (im Wasserkocher bleibt ja noch einiges übrig). Umrühren - lecker
Auf die Bohnenqualität kommt es natürlich sehr an.
Man kann edle Bohnen - handwerkliche Langzeitröstung, hohe Rohbohnenqualität, Frische - nicht mit Tch*bo Standardbohnen vergleichen, fürchte ich.
Zumindest war der Tch*bo Espresso Sizilianische Art bei meinem Versuch leider ein Fop.
Tchibo Brazil Privat habe ich früher aus der French Press ganz lecker gefunden...
Du kannst in diesem Thread ja nachlesen, welche Filterröstungen - Du hast doch eine Filtersorte verwendet, oder? - ich genommen habe. Diese ergeben keinen bitteren Kaffee!!!
Ziehzeit insgesamt (ab Wasser drauf bis Beginn des Durchdrückens) aber nicht über 45 Sek.
Ich kann Dir nur empfehlen, Dir eine hochwertige Filterkaffeesorte zuzulegen. Wenn Du eine Handmühle nimmst, werden ja auch kaum gute Bohnen verschwendet.
Hast Du denn inzwischen eine Handmühle gefunden?
Mahlgrad beziffern ist schwierig...ich hab mir als Maßstab nen Löffel vorgemahlenen Filterkaffee ausgeliehen und mir daneben, alles im Kreis auf einem Teller, kl. Häufchen selbstgemahlenes Mehl gelegt. Dann sieht und fühlt (grobkörnig? wie Sand? wie Puderzucker = espressofein?) man ja, ob man die passende Mahlgradstufe auf der Handmühle erwischt hat, die dem Filterkaffee am nächsten kommt.
Wenn der Kaffee dann nicht schmecken sollte, würde ich tendenziell einen feineren Mahlgrad versuchen, aber doch immer gröber als bei Espresso bleiben (also gröber als Puderzucker o.ä.).
Leider ist meine Handmühle noch nicht wieder eingestellt, aber wenn ich neue Filterbohnen habe - ich hole heute welche bei Caligo ab - werde ich die Mühle wieder auf Aeropress einstellen. Nur wird ein Zollstock neben dem Kaffeemehl vermutlich nicht wirklich helfen. Falls man was erkennen kann, kann ich's ja fotografieren, aber ich denke der oben beschriebene Weg (mit dem Vakuum-Ziegelstein-Kaffee als Vorbild für Filtermahlgrad) ist es viel einfacher zu erkennen.
Viel Erfolg!
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