So.
Mein Mitbewohner hat geilen Pingo-Kaffee gekauft. Ich hab mal geschaut, ob es in den letzten beiden Seiten hier einen Thread zu diesem Helden gibt, nicht der Fall, während mein Mirella-Thread immer noch oder schon wieder auf Seite 1 ist, deshalb muß diesem Mann ein Denkmal gesetzt werden. Und irgendwie muß man ja mal den Grundstein legen.
Für jemanden, der (wie ich vor einigen Tagen) nicht weiß, was Pingo-Kaffee ist, das ist in Wirklichkeit gar kein Pingo-Kaffee, sondern nur der Kaffee von Pingo, und offiziell nennt er das Unternehmen Quijote-Kaffee. Der Herr betreibt das ganze quasi als Open-Source-Business, und dabei offensichtlich mit Leidenschaft, und wenn das alles nur ausgedacht ist, ist es auf jeden Fall gut gemacht. Außer die Website, die ist zwar technisch up-to-date, aber konzeptionell-ästhetisch könnte da mein kaffeebestellender Mitbewohner bestimmt noch mal ran, damit sie auf das Niveau der Etiketten kommt. Die wiederum sehen nämlich ziemlich lässig aus.
Das Konzept aber ist geil, das Angebot interessant, und an den Etiketten merkt man, daß da auch ein bißchen Detailliebe im Spiel ist und nicht nur Ideale und sensorischer Geschmack. Aber eigentlich geht es ja um letzteren, und auch der wird wirklich nicht enttäuscht. Glaube ich. Denn ich hab bis jetzt nur zwei Kaffees probiert, und habe mich ansonsten vom Content auf der Website einlullen lassen. Wenn die Reise gar nicht weiter dahin gehen sollte, wie ich bis jetzt dachte, werde ich hier noch mal den Edit anlegen. Also, zu den Stationen:
Auf der Lieferliste stand:
- Dantes Inferno: eine annähernd klassische Barmischung, geiles Zeug, das seinem Namen (im Positiven) gerecht wird, schön würzig-robust, bitterschokoladig und eine leichte malz-karamell-oder-wasauchimmer-Note, tolle Fülle. Wer Barmischungen mag, findet hier was echt Interessantes.
- Flying Pingo: Enthält auch einen kleinen Anteil dieses mutmaßlich magischen äthiopischen Gayo Amaro, der auch schon in dem offensichtlich schon jetzt legendären ersten X-Roast von Pingo drin war, und der Blaubeeren hervorzaubert. Die Mischung ist säurebetonter, aber im Guten, für mich schmeckte das ganze dadurch eher nach einer Himbeernote, fast ein bißchen Pfirsich-artig. Jedenfalls eher frisch kommt er daher, mit ein bißchen Marzipanigkeit, die mich an Kenya Kiamara Estate AA erinnerte, den ich früher mal getrunken habe. Durch die Frische natürlich auch nicht ganz so "süffig" wie das Inferno. Schön zur Abwechslung, als Brot-und-Butter-Kaffee m.E. nicht so ideal.
- X-Roast 2: morgen (Angeblich süß und sirupartig. Bei den Zutaten klingt das realistisch.)
- Black App: übermorgen (muahaha, naja ma kuckn wa)
Wer mir zustimmt, sollte schnellstens hier antworten und den Kaffee preisen!
Greetz,
Chris


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