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  1. #1
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Wahrscheinlich haben einige hier auch schon bemerkt, dass ein polnischer Anbieter bei ebay mit dem Bild eines Mannes am Trommelröster wirbt. Die Artikelbeschreibungen sind etwas lustig übersetzt und im Artikeltext ist von fast 20 Jahren Erfahrung die Rede. Der Stoff ist für einen Kleinröster sehr sehr preiswert (incl. Versand so um 10.- Euro pro Kilo), und es gibt eine große Auswahl sortenreiner Kaffees sowie auch Blends. Mich würde interessieren, ob schon jemand einen Versuch gewagt hat.

    Auf meinen wenigen Osteuropatrips habe ich v.a. in Kroatien hervorragenden Kaffee bekommen. Polen war kaffeemäßig eher gräßlich. So oder so denke ich, dass durch die europäische Öffnung eine harte Konkurrenz auf unsere Kleinröster zukommt. Einen „Fürst-Pückler-Blend“ wird man auch in Polen hinbekommen.

    Was meint ihr?
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  2. #2
    silverhour ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Mir fällt kein Grund ein, warum ein osteurpäischer Kleinröster per se schlechteren Kaffee rösten sollte als ein westeuropäischer.
    Preisunterschiede würde ich vor allem auf unterschiedliche Preis-/Kostenniveaus schieben.
    Interessant wäre evtl., ob es je nach Land spezielle Kaffeetrink und Rösttraditionen gibt.

    Bedenken gäbe es wahrscheinlich beim Zoll: Ich würde mal davon ausgehen, daß ein kleiner ausländischer Röster sich erstmal nicht um die deutsche Kaffeesteuer kümmert bzw. davon nichts weiß und daß der Kunde die Verzollung selber machen muß.

    Bestell doch einfach mal ein und berichte uns!


    Grüße, Olli

  3. #3
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Na ja, beim Rohkaffee gibt´s schon gewaltiges Einsparpotential. Suboptimale Anbauflächen, maschinelle Ernte, nachlässige Verlesung usw. wirken sich nicht nur Preis- sondern auch Qualitätsmindernd aus. Auch in den besten Anbauländern gibt es alles bis hinab zum Ramsch, der feucht gelagert oder alt ist. „100% Kolumbien reiner Arabica“ bedeutet fast nichts.

    Und in Ländern mit mäßiger Kaufkraft ist natürlich die Nachfrage nach billigem Material groß. Das wird dann auch im Trommelröster nicht unbedingt lecker. Ich habe keine Ahnung, was in Polen so läuft, ich war lange nicht da. Kurz nach der Wende gab es da in jedem Dorfgasthof sagenhafte Hausmannskost, aber der Kaffee danach war Spülbrühe. Mehl direkt in die Tasse, Wasser drauf, ewig warten bis die Krümel abgesunken sind.

    Mir sind 5 Kilo sowieso zuviel zum Testen, aber ich dachte, vielleicht gibt es Erfahrungen. Neugierig bin ich immer. An die Sache mit der Kaffeesteuer habe ich gar nicht gedacht. Zoll dürfte keiner anfallen (ist ja der Sinn der EU - freier Warenverkehr), aber evtl. Märchensteuer? Am Ende ist der Kaffee gar nicht so billig, wie es auf den ersten Blick scheint.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  4. #4
    silverhour ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Beim Zoll dachte ich an die Kaffeesteuer, da beim Import selbige meines Wissens dort abgedrückt werden darf: 2,19 pro Kilo kommen drauf. Märchensteuer dürfte schon drin sein, bei innereuropäischem Verkauf an Privat (= keine UMST-Nr) muß sie im Land des Verkäufers abgeführt werden.
    Damit wären wir bei ~12€/kg.

    Den günstigen Preis nur auf miese Rohbohnenquali zu schieben dürfte kaum reichen. Wenn ich mal davon ausgehe, daß diese Preis-Kalkulation Quijote-Kaffee mehr oder weniger representativ ist, dann wäre das Sparpotential durch billige Bohnen alleine noch nicht ausreichend. Da müssen noch ein paar andere Kostenfaktoren günstiger liegen.

    Ein gutbürgerlicher Dorfgasthof ist sicher auch in Polen nicht der Maßstab für Kaffeekultur. Wenn ich an den durchschnittlichen Muckefuck, der in durchschnittlichen Gasthäusern in Deutschland serviert wird, denke, dann würde ich NIE die vorhandene Kleinrösterkultur erwarten.
    Was mich ehr mißtrauisch machen würde wäre der Vertrieb über die Bucht: Wer seit 20 Jahren Erfahrung einen guten Kaffee röstet, der müßte genug Stammkundschaft aufgebaut haben um alles lokal zu verkaufen....

    Grüße, Olli



    p.s.: Ich habe in der Bucht gesucht, aber keinen am Röster lehnenden osteuropäischen Röstmeister gefunden....

  5. #5
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    in polen sind halt zehn euronen deutlich mehr wert als bei uns

    in der bucht gibts auch braunzahnbürsten aus polen deutlich günstiger als hier,
    verlangt wird halt was der markt hergibt
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    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  6. #6
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Bspw. Artikelnummer: 250850183390

    Danke für den Link zur Preiskalkulation von pingo! Den werde ich mir mal in Ruhe vertiefend zu Gemüte führen.

    Ich habe einfach im Kopf PI mal Daumen kalkuliert, was der Rohkaffee für deutsche Supermarktbriketts kosten muss. Das ist wohl das untere Ende des Machbaren, preislich wie von der Qualität her.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  7. #7
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Zitat Zitat von Kaffeeklatsch1956 Beitrag anzeigen
    Einige Röstereien lassen schon in Polen rösten, da dort die Kaffeesteuer niedriger ist- ich glaube 1,68 Euro gelesen zu haben.
    sorry JO, aber das ist auf fränkisch ein schmarrn

    in den wenigsten länder gibts ne kaffeesteuer, bei import muss man die 2,19 per kilo selber abführen
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  8. #8
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Es gibt in Polen keine Kaffeesteuer und es würde auch nix bringen, in Polen zu rösten um dann in D Kaffeesteuer zu sparen.
    Gruss Roger

  9. #9
    cappucciner ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Mehl direkt in die Tasse, Wasser drauf, ewig warten bis die Krümel abgesunken sind.
    Meiner Meinung nach die beste Art Kaffee (Ausnahme: Espresso) zuzubereiten. Und auch wohl das Beste an der Osteuropäischen Kaffeekultur. Man sollte es halt richtig machen: guten Kaffee und feineren Mahlgrad nehmen (dann sinkt der Satz sehr schnell).

    In Polen werde ich meinen Kaffee sicher nicht kaufen. Dort heimische Agrarprodukte oder auch handwerkliche Produkte würden mich eher interessieren.
    Viva. S1 II & Eureka

  10. #10
    sbiges ist offline Benutzer
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    Standard AW: Kleinröster in Osteuropa - nur billig oder preis-wert?

    [QUOTE
    In Polen werde ich meinen Kaffee sicher nicht kaufen. Dort heimische Agrarprodukte oder auch handwerkliche Produkte würden mich eher interessieren] ...also polnische Agraprodukte sind mit E.coli deutlich wenieger bereichert...
    Der EBay Anbieter ist auch in Polen unbekant...
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