Hallo zusammen,
ich wollte fragen, ob EU die Gentechnischen kaffeebohnen erlaubt, zu verkaufen?
Vielen Danke!
Hallo zusammen,
ich wollte fragen, ob EU die Gentechnischen kaffeebohnen erlaubt, zu verkaufen?
Vielen Danke!
Gibt es das? Hast du vielleicht einen Link mit einem Bericht oder Beitrag?
Torrefattore + AvirNaki + Olympia Maximatic + WMF1000Pro
+ Porlex Handmühle + Mahlkönig Kenia
5kg Röster @ home
jemand hat mir so gefragt, danach habe ich immer gesucht...
aber habe ich den Link gefunden,
Amazon.de: Ohne Gentechnik, Gemahlen Kaffee & Espresso
hier gibt es 'ohne gentechnik'.. d.h. gibt es auch gentechnik ??
Im Umkreis esoterisch orientierter Käuferschichten ist es immer ein gutes Argument, das Attribut "gentechnikfrei" zu verwenden. Wenn die Informationen aus diesem Buchauszug* korrekt sind, ist von Nestlé bereits ein Vorstoß in Richtung Genehmigung genmanipulierten Kaffees unternommen worden:
Vermutlich hat sich Dein Bekannter darauf bezogen.Wird der Kaffee selbst sich wandeln? Kaffee ist die Primadonna der Nutzpflanzen. Zum einen ist er hoch empfindlich, so daß er nur in einem schmalen Bereich rund um den Äquator angebaut werden kann. Ein wenig Bodenfrost am Morgen – und tausende Kaffeebäume sind vernichtet. Zudem gibt es natürlich zahlreiche Schädlinge. Könnte man Kaffeesträucher züchten, die zum Beispiel weniger empfindlich, robust gegen Schädlinge wären oder auch weniger Coffein enthalten, so wäre dies für die Produzenten von Vorteil. Es ist nicht erstaunlich, daß auch der Kaffee die Aufmerksamkeit der Gentechniker auf sich gezogen hat. Die Bemühungen haben bereits Früchte getragen: gentechnisch veränderte Kaffeekirschen.
Nestlé, der Schweizer Nahrungsmittelkonzern, hat am 22. Februar 2006 vom Europäischen Patentamt das Patent EP 1336402 erhalten, mit dem zum einen bestimmte gentechnisch veränderte Kaffeesorten, wie auch neue Verfahren zu ihrer Verarbeitung geschützt werden. Um den Kaffee besser löslich zu machen, wurde in den veränderten Pflanzen ein Enzym blockiert. Ob und wann solcher genmodifizierter Kaffee in den Handel kommt, ist eine offene Frage. Denn nach wie vor stehen Verbraucher besonders in Europa gentechnisch modifizierten Produkten skeptisch gegenüber. Mehreren Produkte, die Zusätze enthielten, welche aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen wurden, waren kein Erfolg am Markt beschieden. Einige führten sogar zu Boykott-Aufrufen und schweren Imageschäden.
nK
________
* Buchauszug aus: „Kaffee – Die Biographie eines weltwirtschaftlichen Stoffes“ von Heinrich Eduard Jacob (Bd. 2 der WZU-Buchreihe Stoffgeschichten, München, oekom Verlag 2006) auf S. 315-340 abgedruckt. Augsburg, Juni 2011
• Izzo Alex Duetto #0028 · Baby Gaggia 1986
• Rancilio Rocky D · 3 x Gaggia MDF
• Gene CBR-101 · Hearthware Precision
• 70er Jahre: Turmix TX10 & Turmix 808
• 80er/90er Jahre: Baby Gaggia / diverse Classic / diverse MDF
• 2007 Gaggia Titanium, ECM Technika-III
Ein Blick ins Internet kann hilfreich sein:
Bundesamt für Gesundheit - Gentechnisch veränderte Lebensmittel
@nacktKULTUR:
http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik
http://de.wikipedia.org/wiki/Gentechnik
Habe mir aus langerweile mal das Patent rausgegraben und darin recherchiert:
espacenet - Beschreibung
Die Pflanze soll eine reduzierte alpha-Galactosidase-Aktivität bekommen.
Grund dafür laut Patentschrift ist: Der hohe Gewichtsverlust Bohne <-> Extrakt für löslichen Kaffee. Zellwände gehen nun mal nicht in Lösung und die Mannane und Galactanketten (bestimmte abgelöste ZW-Bestandteile) fallen bei längerer Lagerung des Extraktes aus oder bilden Gele (gehen nicht wieder in Lösung), was wiederum Gewichtsverlust bzw. zügigere Transporte und Weiterverarbeitung bedeutet.
Im Patent steht aber zumindest nichts von Antibiotika-Resistenzen, die in der einbauten Gencassette stecken. Was zumindest bedeutet, dass diese Pflanzen nicht zur Fortschreitung der Einbringung von AB-Resistenzen in Umweltkeimen beiträgt.
Die große Frage ist doch, wer kann eigentlich feststellen, ob ein Kaffee gentechnisch verändert ist, oder ob es sich "nur" um eine Kreuzung oder spontane Mutation handelt. Ich schätze, dass es weit über 100 genetisch unterschiedliche Arabicas gibt.
Sicher gibt es kaum einen Konsumenten, der sich einen gentechnisch veränderten Kaffee wünscht, also hat der Röster zumal der Spezialitäten Röster kaum Anlass solch ein Produkt nachzufragen. Der Nestlé Fall liegt m.E. anders, hier werden Vorteile bei der Produktion gesucht. Für den Produzenten von Röstkaffee sehe ich da keinen Ansatzpunkt.
Also wird der Antrieb beim Anbau liegen. Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, Temperatur- und Feuchtigkeitstoleranz und ähnliches könnten Anreize sein. Wenn das erfolgreich ist, stellt sich die Frage, ob dies in die EU eingeführt wird, oder ob man versucht den Erfolg geheim zu halten oder da dies schwierig sein könnte, mit traditioneller Züchtung zu erklären.
Wobei wir dann wieder bei der Frage sind, wer beweisst das Gegenteil?
Gruß Karlheinz
PS Jetzt aber nicht panisch werden, oder Tee trinken, da wird es nicht viel anders aussehen.
COFFEE STAR
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