Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    principeazzurro ist offline Erfahrener Benutzer
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    05.01.2002
    Ort
    A kirchdorf an der krems
    Beiträge
    410

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    hab im illy kaffee gebrochene bohnen (splitter und kleinteile) gefunden und sie zu illy eingesendet ,um sie überprüfen zu lassen.
    jetzt ist der befund von der fa. illy zurückgekommen.:
    der einfluss der gebrochenen bohne hat keinen einfluss auf die kaffeequalität,erklären sie. bei den von ihrem bestand eingesendeten bohnen war die qualität der bohnen sogar ausgezeichnet !!
    das italienisch gesetz erlaubt einen anteil von 7%.

    super, jetzt sind wir alle zufrieden,oder?

    ciao P.

  2. #2
    Azazel ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    17.08.2002
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    1.266

    Standard

    Würde ich als Illy so oder so behaupten, dass die gebrochenen Bohnen keinen Einfluß auf die Qualität haben.
    Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass es keinen großen Einfluß auf die Qualität hat - sofern der Kaffee nicht überwiegend aus gebrochenen Bohnen besteht. In der Mühle werden sie ja auch "gebrochen"

    Wann brechen die Bohnen auf?
    Beim Rösten, danach? Schon davor?
    Wenn sie nach dem Röstvorgang aufbrechen habe ich die wenigsten Bedenken bezüglich der Qualität - beim Rösten könnte es ja schon sein, dass die gebrochene Bohne aufgrund der kleineren Größe schneller geröstet wird und unter Umständen verbrennt.
    Was sagen da die Experten?
    lg Michael

    +++ La Scala Butterfly +++ Innova Mühle +++

  3. #3
    jutta ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    05.11.2001
    Beiträge
    294

    Standard

    Die Einschätzung von Azazel (gebrochen vor der Röstung) ist im Prinzip die gleiche Frage wie: Darf man vor dem Rösten mischen? Rösten kleine Bohnen schneller. Auch wenn es hierzu sehr kontroverse Meinungen gibt, kann man für die Mischungsröstung anführen, dass hier unterschiedliche Anbaugebiete zum Einsatz kommen, die sowieso ein anderes Röstverhalten haben, das nicht nur von der Bohnengröße abhängt. Bei Mischungen kann man gezielt auf die gewünschte Sensorik des Röstproduktes hinarbeiten. Das mag eine optimale Sensorik für das Gesamtprodukt ergeben, bei suboptimalen Ergebnissen einzelner Komponenten.

    Allerdings ist das Risiko, dass die Bohnen nach dem Rösten brechen ungleich höher. Jeder von uns hat sicher schon probiert eine Espressobohne zwischen Daumen und Zeigefinger zu zerbröseln (meist mit Erfolg). Wer das mit Rohkaffee schafft, kann eine Karriere beim Zirkus oder Jahrmarkt starten. Der Transport der gerösteten Bohnen ist etwas heikel und besonders bei Flugförderung (Vakuum oder Blasluft) schlägt die Bohne gern an der Rohrwand an und bricht. Firmen die auf den Verkauf ganzer Bohnen spezialisiert sind (z.B. Tchibo) setzen deshalb zur Förderung Bänder und Becherwerke ein. Erstens ist der Transport schonender und zweitens kann man die Krümel einfach separieren.

    Prinzipiell ist es wohl so, dass der optische Eindruck schlechter ist, je höher der Bruchanteil ist. Wichtig dürfte aber die Tassenqualität sein. Hier kann ich mich nur an meine zwiespältige Meinung zu Haiti XXXXX erinnern, den wollte ich erst gar nicht rösten.

    Gruß Jutta
    COFFEE STAR
    Origins & Blends

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