Probleme mit Quijote "oh harvey" im LM1er
Hallo.
Habe mir vor kurzem, nachdem ich den "oh harvey" von Quijote in Frankfurt probiert hatte und sehr angetan war, mal eine Packung von der Sorte gekauft. Dort im Laden war es eine Cremabombe mit schön intensiv brauner, dunkler Tigercrema. Doch als ich das ganze heute an der Vbm ausprobiert habe, kam leider die Ernüchterung. Nach rund 250g habe ich im LM1er leider noch immer kein brauchbares Ergebnis in der Tasse gehabt.
Zunächst habe ich malgradtechnisch an den vorherigen Bohnensorten, die ich schon daheim hatte, orientiert. Die waren vom Malgrad her immer einigermaßen ähnlich, man musste immer höchstens mal 2 oder 3 Striche weiterdrehen. Beim harvey brachten diese ganzen verschiedenen Malgrade jedoch keine große Veränderung, immer kam alles nur tropfenweise heraus, die Crema war extrem hell, obwohl ein paar Tigerstreifen sichtbar waren. Die ersten Tropfen waren eigentlich immer vielversprechend, aber dann wurde der Strahl nur sehr dünn und sehr früh blond (unter 10 Sekunden), unabhängig von verschiedenen Malgradeinstellungen, Füllmengen, Tamperdruck und sogar Temperaturänderungen (hatte sie versuchsweise mal hochgedreht). Also habe ich die Mühle mal noch deutlich gröber gestellt, jetzt war die Durchlaufzeit deutlich schneller, sogar ganz ok, aber die Crema weiterhin ziemlich hell, kein Vergleich zu dem im Laden, und der letzte Hauch Tigerstreifen war auch weg. Außerdem geschmacklich ziemlich dünn, wg. frühem Blonding.
Bevor ich jetzt noch die ganze Packung vermahle, wollte ich mal fragen, ob jemand noch Ideen hat, woran man noch drehen könnte.
Zumal diese Bohnensorte ja eigentlich ziemlich "pflegeleicht" sein soll, wie ich hier gelesen habe.
Gruß
- Gaggia Espresso Deluxe, Graef CM 80
- Vibiemme Domobar Super Dual, Mazzer Mini E B
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