Der Santo Domingo von Alt Wien war bis vor Kurzem mein Lieblingskaffee. Vorher hat mir der Haiti noch besser geschmeckt, aber der war durch die eigenartige Verarbeitung vor dem Verpacken und Verschicken angeblich sehr aufwendig zu kontrollieren vor dem Rösten - bei Alt Wien werden alle Bohnen vor dem Rösten nochmals händisch verlesen, daher wurde er durch den ähnlichen Santo Domingo ersetzt, da guter kubanischer Kaffee, der früher auch sehr, sehr gut war, durch die enorme Nachfrage aus Japan sehr, sehr teuer geworden ist.
Der Santo Domingo wird relativ dunkel geröstet, hat praktisch keine Säure, und einen sehr feinen, differenzierten, aber nicht unbedingt sehr voluminösen Geschmack. Die Crema ist eher hell mit haselnussfarbenen Flecken, aber nicht sehr viel. Beim Doppio trägt sie den Zucker, beim Einersieb selten. Meiner Frau und mir schmeckt der Kaffee sehr gut. Derzeit kostet er € 6,80 für 250 g.
Seit ich den sehr viel günstigeren Bendinelli entdeckt habe, mische ich 75 - 80% Bendinelli Armonioso (eine sehr harmonische, "runde" 90/10 Mischung) mit 20 - 25% Santo Domingo, und die Ergebnisse kommen unserer Vorstellung von einem guten Caffè schon sehr, sehr nahe.
OT: Vor einigen Monaten gab es bei Alt Wien eine Charge Malawi Mzuzu. Der war so was von fruchtig mit einer extrem harmonischen Säure wie manche der allerbesten Single origin Schokoladen von Bonnat oder Pralus, einfach ein Traum, obwohl ich bis dahin immer überzeugt war, nur Kaffees mit keiner oder wenig Säure zu mögen. Den Malawi Mzuzu oder einen ähnlichen Kaffee würde ich sehr gerne wieder einmal trinken.
Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini
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