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  1. #1
    dale-cooper ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Passalacqua Mekico

    Hallo Forum,

    habe heute zum ersten Mal den Mekico von Passalacqua probiert (100% Arabica), vorher hatte ich eine 70/30 Mischung von derselben Rösterei, die ich ganz gelungen fand. Und auch gleich der erste Versuch mit dem LM-2er-Sieb und meiner Oscar hat einen sehr schönen Caffe produziert: Ich weiß nicht, ob ich so gut im Beschreiben bin, aber zumindest war er kein bißchen sauer wie sonst häufig reine Arabicas, und war sehr fein, hatte auch eine ziemlich tragfähige, haselnußbraune Crema. ABer - als ich einige Zeit später mein Glück mit dem Einer-LM versuchte, kriegte ich nix Vernünftiges mehr hin. Und das, obwohl ich normalerweise zwischen LM-1er und-2er nie etwas am Mahlgrad verändern muß. Mit dem Einer war der Caffe immer zu dünn, hatte kaum Crema. Wenn ich einfach etwas mehr Pulver genommen habe, dann kam überhaupt nix oder nur Tröpfchen aus dem Sieb.
    Könnt Ihr mir irgendwelche Tipps geben? Hat jemand aus dem Forum hier schon mal einen Passalacqua gehabt? Ist der so zickig?
    Vielen Dank für jeden Tipp im voraus
    Grüße
    dale-cooper

  2. #2
    DaleBCooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Huhu!
    toll, ich hab ein alter ego bekommen.
    Du könntest aber auch auf "Kylie" oder "Harry_Truman" oder so ausweichen, dann werden wir nicht dauernd verwechselt...


    Zum Thema: Beim Oscar (und vielen anderen Maschinen aus dieser Klasse) klappt's generell mit dem Doppelsieb besser, da der Druck da besser passt (ist bei Oscar meist nicht "korrekt" begrenzt und steigt beim Einzelespresso wg. geringerer Durchflussmenge dann zu hoch). Warum das jetzt ausgerechnet bei einem bestimmten Kaffee auftritt, kann ich freilich nicht erklären. Ich kenn die Sorte nicht. Was meinst Du eigentlich mit "einige Zeit später"? Stunden, Tage, Wochen? Da könnte sich auch ein Erklärungsansatz verstecken...

    Gruß,

    Bernhard
    verdammt guter Kaffee! (Kyle McLachlan, Twin Peaks)
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  3. #3
    dale-cooper ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo Bernhard,

    danke für Deine Mail. Oops, das mit Deinem Nickname habe ich nicht gesehen, vielleicht leg ich mir doch einen anderen zu. Dabei dachte ich, daß ich der einzige bin, der hier noch Twin Peaks mag...
    Du schriebst von Problemen mit 1er-Sieben bei der Oscar - gilt das auch für die LaMarzocco-Siebe, die ich gerade verwende?
    Bei anderen Caffe-Sorten, z.B. Italmoka vorher, gabs keine solchen Probs mit dem 1er.
    Übrigens, mit "einige Zeit später" meinte ich so 2 Stunden, nicht länger.

    Grüße
    Chris

  4. #4
    DaleBCooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hat nichts mit dem Siebhersteller zu tun, sondern allein mit der Tatsache, dass Du bei nem Einzel-Espresso halt nur die Hälfte des Volumens pro Zeiteinheit beziehst (also ca. 1ml/Sek statt 2ml/sek beim Doppelsieb).
    Bei Vibrationspumpen ist der Druck von der Durchflussmenge abhängig, je weniger, desto höher, und so steigt er auch über die erwünschten ca. 9 bar hinaus an. Das macht das Einzelsieb etwas schwerer beherrschbar, es kommt z.B. leichter zu Channeling und verfrühtem Blondwerden.

    Und wenn dann noch der Kaffee zickig ist...
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  5. #5
    dale-cooper ist offline Neuer Benutzer
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    Danke für die Info, Bernhard. Und siehe da - gerade hab ich es wieder mit dem 2er ausprobiert, und der Passalacqua kam wieder richtig gut (und das reproduzierbar), mit einer dicken Crema und einem sehr ausgewogenen und feinen Geschmack! Muß ich also morgens wieder einen Doppio trinken - es könnte schlimmer kommen...

    Grüße
    Chris

    --
    Oscar/Demoka 203

  6. #6
    graceland ist offline Erfahrener Benutzer
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    @Bernhard
    Bei Vibrationspumpen ist der Druck von der Durchflussmenge abhängig, je weniger, desto höher, und so steigt er auch über die erwünschten ca. 9 bar hinaus an.
    Der unterschiedliche Druck sollte doch theoretisch durch das Expansionsventil ja gar nicht erst entstehen. Ich hatte mit Stefan eine längere Diskussion über die 'Leistungsfähigkeit' des Exp.-Ventil, speziell auch bei der Oscar. Mein Eindruck war, dass unterschiedlice Drücke bei Blindsiebbezug und z.B. 1er Sieb vorliegen.....und daher nicht der Brühdruck bei Messung mit ST-Manometer angezeigt wird.
    Was lässt dich zu der Aussage kommen, dass zwischen 1er und 2er Sieb unterschiedliche Drücke vorliegen?

    Gruß
    Ulli

  7. #7
    DaleBCooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Was lässt dich zu der Aussage kommen, dass zwischen 1er und 2er Sieb unterschiedliche Drücke vorliegen?
    Ich habe mit meinem Oscar lange versucht, vernünftigen Ristretto hinzukriegen, was aber stets an penetranter Channeling-Neigung und verfrühtem Blondwerden scheiterte. Beides Indizien für zu hohen Druck. Ebenso die Neigung, Wasser an der ST-Dichtung (neu und gepflegt) vorbeizudrücken (obwohl dafür auch tausend andere Gründe in Frage kommen, ich weiß). Hab mit ST-Manometer geprüft, ob und wann der Oscar den Druck limitiert: Im Lieferzustand gar nicht. Gnadenlos 15 bar. Vom Volumen-Durchsatz her liegt ein einfacher Espresso ähnlich wie ein Doppelter Ristretto. Wenn Du Dir die Volumen/Druck-Kurve der Vib-Pumpe anschaust und von einem ansonsten geschlossenen System ausgehst, dann muss der Druck beim Einfachsieb höher sein.

    Das kann man auch sehr schön am Laufverhalten sehen, wenn man das gleiche Einfachsieb mal mit dem Oscar (ohne Überdruckventil-Manipulation), dann mit der Personal V (die dank Rotationspumpe konstant 9 bar liefert) einsetzt.

    Dein Einwand mit den unterschiedlichen Drücken bei ST-Manometer-Messung und beim tatsächlichen Bezug kann dennoch zutreffen. Dem Druck sollte es zwar egal sein, ob er sich über zwei "Leckstellen" (nämlich Kaffeepuck und Exp-Ventil) abbaut oder nur über eine (Exp-Ventil bei der Messung), aber wer weiß...

    Bernhard
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  8. #8
    graceland ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich meine mich zu erinnern, dass du mal sagtest, du hättest den Druck bei der Oscar auf 9bar durch einstellen des Exp.-Ventil runtergeregelt. War denn dann immer noch ein so deutlicher Unterschied zu sehen(zerschossener Puck)? Oder hat es dann funktioniert?

    Gruß
    Ulli

  9. #9
    DaleBCooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Ulli,

    Du erinnerst Dich richtig. Bei meiner Oscar habe ich irgendwann das Expansionsventil aufgeschraubt, wobei ich 9-10 Bar angepeilt habe. Ich hatte das in meinem vorigen Post nicht erwähnt, um nicht gar zu weit auszuufern, und weil ich davon ausging, dass der TE einen un-"modifizierten" Oscar verwendet.
    Der Unterschied war deutlich: Keine Dichtigkeitsprobleme mehr, gleichmäßigere Extraktion mit später einsetzender Blondphase, weniger Channeling. Mit Druck-Limit gefällt mir die Extraktion beim Oscar sogar besser als bei der Personal V: Durch den Vibrationspumpen-typischen, milderen Druckanstieg reagiert er weniger kritisch auf kleine handwerkliche Fehler.
    Mit ganz normalem Espresso (mein Bruder, der den Oscar momentan benutzt, macht ihn sogar eher etwas "lungo") spricht das Ventil, wie zu erwarten ist, kaum an.

    Bernhard

    EDIT: richtig zerschossene Pucks hatte ich auch mit dem Oscar in Originalzustand nicht. Aber häufig kleine Kanäle im Randbereich.
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