Am So gabs mal einen kleinen Ausflug mit der S-Bahn nach Hameln.
Dabei haben wir 2 Adressen besucht:
1. Lavazza Bar "Max". Auf dem Weg vom S-Bahnhof ins Zentrum gleich in der ersten Strasse, links auf halber Höhe.
Eigentlich ja nur, weil wir beide ein dringendes Bedürfnis verspürten...aber als ich die Carimali Eta Beta 2 gesehen hab, konnt ich nicht anders. Die Brühköpfe der Eta Beta Reihe werden lt Carimali "by means of a heating element" beheizt, was nur bedeutet, dass die traditionellen Aufsatz-Themosyphonblöcke wegen der hochgelegten Brühköpfe in dieser Baureihe nicht mehr verwendet werden können und man (meiner Vermutung nach) wieder auf die Blechbeheizung wie bei der Uno zurückgegriffen hat. Die verbraucht keine zusätzliche Bauhöhe.
Das sonstige Ambiente ist coffeeshop-typisch mit ein paar Eigenheiten. Erstens stehen einige PC's rum, Internet-Cafe steht auch irgendwo draussen. Zweitens lassen einige Geldspielautomaten am Eingang eher an eine Kneipe denken. Drittens gehen die Öffnngszeiten bis 1 Uhr nachts, was den Kneipengedanken verfestigt. Und viertens hängt draussen ein Premiereschild und drinnen ein dicker Flachbildschirm. Nur schade, dass Raikönnen grade gewonnen hatte und wir nur noch die Pressekonferenz mitverfolgen konnten...
Aber jetzt mal zum Espresso. Wie schon vermutet, gab die Eta Beta ihr bestes, die mangelhaften Künste der blonden Thekenfrau (diesmal mit Sicherheit keine Studentin) zu korrigieren. Will sagen, es war zwar zuviel in der Tasse, und zu schnell gelaufen ist's auch, aber er war nicht zu heiss. Spricht für die Blechbeheizung, mit der Uwe und ich schon so manche Messung gemacht haben, und verbrannt war's da eigentlich nie...also (aufgrund der Maschine) empfehlenswert.
2. Cafe Pepino nahe Rattenfängermuseum.
In einer kleinen Seitenstrasse gelegen, ein Schild an der Hauptstrasse der Fußgängerzone weist den Weg. Das Haus ist klasse, ein uraltes Fachwerkhaus, das sich fast übers Cafe drüberlehnt. Drinnen niedrige Decken und große Holzstützbalken, richtig heimelig. Dazu ein (türkischer?) Inhaber, der mit viel Witz und guter Laune sogar Oma und Opa zum Käffchentrinken hereinlockt.
Die Maschine ist von Bazzar, 2 Gruppen. Kurios die Mühle. Eine Isomac Granmacinino, also dosiererlose Haushaltsmühle. Wie kommt man denn auf sowas? Kurzes Blättern in der Getränkekarte bringt Erleuchtung. Man sei hier stolz darauf, dass jede Portion Kaffee frisch gemahlen werde, steht auf der ersten Seite zu lesen. Also ein Enthusiast. Sollte ich hier endlich den niedersächsischen Kaffee-Guru gefunden haben? Naja, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich beobachte (während des Essens) erstmal, wie er die Cappus für die anderen Gäste macht. Und....Enttäuschung pur, er hält offensichtlich nix vom Tampern, da er es komplett ausfallen lässt. Entsprechend schnell und schneeweiss kommt der Espresso in die Tassen. Das war wohl nix. Nachdem ich einige Male mitgeguckt habe, um mich zu überzeugen, dass es kein einmaliger Fehler war, lasse ich den zweiten Espresso des Tages lieber ausfallen. Schade, sehr schade. Das Ambiente und die gute Stimmung wären es wirklich wert gewesen, von einem frisch gemahlenen, perfekt gebrühten Espresso gekrönt zu werden.
Greetings \\//
Marcus
Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv
Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni
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