So, ich war heut in einem der Balzacs. Welcher, fragt mich nicht, kenne mich in H nicht so gut aus (müßte erst mal mein Schatzi fragen).
Naja.
Die Esprssokultur verteidigen werden die nicht grade mit Zähnen und Klauen. Dass von so einem Laden jemand an der Deutschen Barista Meisterschaft teilgenommen hat, wundert mich nun doch etwas.
Aber zum Thema:
Rein; umschauen "aha, erinnert mich doch sehr an Starbucks in Wien". 3 Mädels hinter der Theke, davon eine an der Maschine. Diejenige, die die Bestellungen entgegennimmt, lächelt freundlich und fragt nach unseren Wünschen. Mein Schatz hätte gerne einen Macchiato caramell small. Ich gucke noch und erblicke (very american styly), dass es alle Getränke (bis auf Espresso, glaube ich) als "small", "tall" und "grande" gibt. "Jetzt erst recht", denke ich mir und bestelle "einen Cappuccino bitte". Verständnisloser Blick. Dann die Rückfrage "ja wie groß soll er denn sein?" Ich denke mir, ich piesacke sie jetzt noch ein wenig und sage "0,16 Liter" . Nächster verständnisloser Blick. Dann ein leicht hilfloser Hinweis auf die verschiedenen Tassengrößen, die rechts neben mir auf dem Tresen ausgestellt sind. Wohlweislich entscheide ich mich für den "small", der mir eigentlich schon zu groß aussieht. Aber vielleicht optische Täuschung.
Daraufhin wird die Bestellung zur Maschinenbedienerin weitergegeben. Die Maschine ist nicht von schelchten Eltern, eine 4gruppige Marzocco, wenn ich richtig sehe (ist von hinten schlecht zu erkennen, aber enorm breit).
Der Macchiato Caramell schmeckt erwartungsgemäß nach Caramell und nichts anderem mehr. Etwas weniger Sirup hätte es auch getan. Der Cappu geht so, ist aber kein Ausbund italienischer Barista-Künste. Am Geschmack würde ich jetzt mal sagen, zu kurz und zu heiss gelaufen (wie in D ja fast schon normal). Immerhin, ich habe schon wesentlich schlechtere Plörre getrunken.
Fazit: Nix für Nerds wie mich. Very american, very marketing technisch, very trendy. Der Erfolg gibt dem Konzept allerdings voll recht (leer war der Laden nicht grade). Und zeigt, dass wir die Amis nicht brauchen, um amerikanische Kaffee-"Kultur" in D zu verbreiten.
Warum die Balzac-Leute in ihren Stellenanzeigen (in der HAZ) allerdings verbreiten, sie suchten hochqalitatives Personal und würden auch selbst "ausbilden" (6-wöchiger Barista-Lehrgang), frage ich mich schon, wenn man (frau) nicht mal weiss, wie groß ein "Klassischer Cappu" ist. Schließlich dürfte ich wohl nicht der einzige sein, der da reinspaziert und einfach nur nen Cappu will...oder doch??
Greetings \\//
Marcus
Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv
Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni
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