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  1. #1
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Entkalken ohne Aufwand?

    Hallo,
    nach Durchsuchen des Boardes nach M�glichkeiten der einfachen Entkalkung einer Gastrokiste bin ich immer wieder auf die Info gestossen, alles komplett zerlegen zu m�ssen.
    Gut, nach dem Gebrauchtkauf ist das sicher notwendig sein.

    Aber ich bin nicht bereit das alle halbe Jahre zu wiederholen.

    Die 1 Gruppige Simonelli Mac ist zwar supereinfach aufgebaut, aber Kessel abmontieren ist nicht ganz ohne.
    Auch die vielen kleinen Reduzierd�sen verstopfen leicht und wollen dann ab und an durchgesp�lt werden.

    Dann wieder alles auseinanderbauen halte ich f�r �bertrieben.

    Versuch:
    Die kleine Entkalkung.

    Rotationspumpen moegen keinen Entkalker (es gibt hochpreisige Ausnahmen).
    So f�llt diese Pumpe zum durchsp�len der Maschine aus.


    Es wird durch einen Schlauch und Trichter Entkalkerkonzentrat in das Thermosyphon gef�llt indem ich hinter dem Dreiwegeventil die Rohre abschraucbe und direkt in den Syphon einf�lle. Es steht eventuell im Schlauch.
    Mit einem Schluck Wasser im Mund blasse ich dann durch den Schlauch das Ganze hinein . Vorher sorge ich daf�r, das der weg zum Br�hkopf frei ist. Nach Zusammenbau aufheizen und durchsp�len.
    ( ist ein bischen eklig).
    Habe es probiert und es klappt vorz�glich)
    Danach, zumindest bei der Mac
    Kontrolliere ich noch die 0.8mm D�se im R�cksp�lventil Indem ich es zerlege und feste durchblase (kommt man leicht dran)

    Andere Gastrokisten sind vermutlich �hnlich aufgebaut.

    Im n�chsten Schritt werde ich eine einfache Vibrationspumpe zum Durchsp�len verwenden, damit ich diesen eckligen Geschmack nicht nochmals auf der Zunge habe.



    Die Entkalkung des Kessels. (In der Theorie, Praxis noch nicht durchgef�hrt.)

    Grunds�tzlich ist eine Grundentkalkung vorzuziehen, indem der Kessel ausgebaut wird um ihn "fachm�nnisch" zu entkalken.

    Aber regelm�ssige Entkalkungen in kurzen Abst�nden kann ein solches Auseinanderbauen in der zukunft verhindern.

    Nach L�sen einer oberen Verschraubung am Kessel und der untersten

    schliesse ich jeweils Schl�uche an.
    Bef�llung des Kessels mit Entkalkerl�sung, dabei in meinem Fall 5 Literkessel und das entsprechende Mischungsverh�ltnis beachtend usw.
    Untere Schlauch sollte jetzt zu sein und Maschine wird aufgehetzt bis Kesselwassr heiss, (nicht kochen) ,Einwirkzeit ,

    Der obere Schlauch an die Wasserleitung und Kessel kraeftig durchspuelen.
    Dabei sollten alle losen Partikel im Abfluss landen.

    Mehrmals wiederholen bis Indikator im Entkalker keine gelbe Farbe mehr anzeigt.

    Werde ich bald testen und berichten.

    Gru�
    Nuova Simonelli Mac Digit 1, Casadio Istantaneo
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  2. #2
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Über die Möglichkeit der Entkalkung ohne alles zu Zeregen wurde ja schon öfter gesprochen. Für den Kessel geht das so wie du es beschrieben hast sicher ganz gut, vorausgesetzt man kommt immer gut von allen Seiten dazu. Bei manchen Maschinen ist das nicht so einfach, Gastrogeräte sind da natürlich vorteilhaft weil die meist gut zugänglich sind.

    Problematisch sind bei der Entkalkung aber die Rohrleitungen insbe. im HX (wenn wir von 2kreisern reden). Hier besteht die größte Gefahr einer Verstopfung, hier kommt man aber bei vielen Maschinen nicht um den Ausbau der Brühgruppe herum, klar kann man spülen usw. nur ob man so wirklich alle Brösel raus bekommt ist fraglich. Aber wenn man von einer kalkfreien Maschine ausgeht, seine Wasserhärte und die damit verbundene Kalkanfälligkeit kennt, ist eine "vorbeugende" Entkalkung bestimmt möglich aber es ist fraglich was nun mehr Aufwand ist und wie gut/schlecht welche Methode letztlich auch für die Maschine ist.

    Imho kann man bei niedrigem Kalkgehalt und ev. Filter auch mal 3-4 Jahre ohne nennenswerte Kalkprobleme leben und dann sollte man sowieso mal ein paar Dichtungen und Ventile prüfen/tauschen. Das lässt sich gut mit einer kompletten Entkalkung kombinieren so schlägt man 2 Fliegen mit einem Streich und muss nicht virbeugend 1-2 mal jährlich entkalken was ja dennoch nicht unaufwändig ist. Würde man länger warten geht man ja das Risiko ein dass sich doch irgendwo größere Kalkbrösel gebildet haben die dann erst recht Probleme machen.

    Es gibt aber Maschinen die vom Aufbau her recht verwinkelt und fummelig sind, meistens die Haushaltsgeräte, da wird ja am Platz gespart und das hat dann beim Zerlegen so seine Tücken, hier finde ich eine solche Methode schon interessanter aber ist eben immernoch fummelig.

    However, gehen tut es bestimmt, man müsste für den Kessel noch nichtmal eine Ablassöffnung haben, mit einer Pumpe kannst du auch einfach von oben das Wasser rauspumpen. Damit kanns du sogar Kalkbrösel mitsaugen (je nach Pumpe) und hast somit ein geringeres Verstopfungsrisiko.

    lg
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
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    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  3. #3
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    mit dem Tausch der Dichtungen hast Du sicher recht.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein sauberes Thermosyphon
    und Rohre einfach bessere Performance macht und deshalb regelmässige Entkalkung braucht.
    Ich muss dazusagen, das ich das Wasser mit Ionentauscher weich mache, und trotzdem natürlich gerade im Syphon, Kalk sich ablagert.
    (Köln 18Grad dh.)

    Ein regelmässigen Entkalken halte ich deshalb für unumgänglich.
    Sogar , je nach Menge des durchflossenen Wassers ca. alle 2 Monate
    Ich sehe ja am Indikator, ob viel noetig ist.
    Und dann jedesmal auseinanderschrauben?

    Mag uebertrieben klingen, aber nach diesem Verfahren habe ich bisher beste Erfahrungen gemacht.

    Mit Haushaltskisten ebenso wie mit Gastro.



    Gruß Dirk
    Nuova Simonelli Mac Digit 1, Casadio Istantaneo
    Sorry für eventuelle Schreibfehler...

  4. #4
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    mit dem Tausch der Dichtungen hast Du sicher recht.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein sauberes Thermosyphon
    und Rohre einfach bessere Performance macht und deshalb regelm�ssige Entkalkung braucht.
    Ich muss dazusagen, das ich das Wasser mit Ionentauscher weich mache, und trotzdem nat�rlich gerade im Syphon, Kalk sich ablagert.
    (K�ln 18Grad dh.)

    Ein regelm�ssigen Entkalken halte ich deshalb f�r unumg�nglich.
    Sogar , je nach Menge des durchflossenen Wassers ca. alle 2 Monate
    Ich sehe ja am Indikator, ob viel noetig ist.
    Und dann jedesmal auseinanderschrauben?

    Mag uebertrieben klingen, aber nach diesem Verfahren habe ich bisher beste Erfahrungen gemacht.
    Mit Haushaltskisten ebenso wie mit Gastro.

    Das Br�sel sich in Rohleitungen bilden habe ich bei fr�hzeitiger Entkalkung nie erlebt.
    Ist ein im Forum kursierndes Angstszenario.
    (die kleine Entkalkung).

    Das passiert bei v�llig verkalkten Kisten,
    die aber auch sowieso eine Total�berholung brauchen mit Komplettzerlegung.

    Mir geht es vorallem um eine technisch gepflegte Kiste, die das beste
    Resultat liefert das immer hervorragend schmeckt.(Der Kaffe nat�rliche, nicht die Kiste)



    Gru� Dirk
    Nuova Simonelli Mac Digit 1, Casadio Istantaneo
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  5. #5
    Clawhammer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Meine 1 Jahr alte Bezzi BZ99 sollte ich langsam auch mal entkalken.

    Wie ist hier vorzugehen?
    Entkalker in den Tank und durchlaufen lassen?

    Habe einen flüssigen, rosa farbenen Spezialentkalker von Kaffee-Total. Ist eine kleine, weiße Plastikflasche, da steht aber nix weiter drauf, nur "Spezialentkalker flüssig - Flasche 50C". Dann ist da noch eine Nummer auf dem Ettiket: 802100.

    Muss ich unbedingt zerlegen?

    Falls ja, reicht es, nur den Brühkopf abzumontieren, oder muss mehr zerlegt werden?

    Das Zerlegte dann im Entkalker mehrere Stunden schwimmen lassen, richtig?



  6. #6
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Wie gesagt, bei ungewissem Verkalkungsgrad, speziell wenn davon auszugehen ist dass die Maschine längere Zeit ohne weiches Wasser betrieben wurde, empfiehlt sich eine "gründliche" Entkalkung > zerlegen.

    Eine periodische "Schnellentkalkung" kann man nur machen wenn man weiß wie sich die Maschine und der Kalk darin verhalten, dazu muss man aber auch mind. 1x in die Maschine geschaut haben um zu sagen nach wie vielen Monaten/Jahren der Kalk beginnt sich richtig abzulagern. Solange es nur ein dünner "Film" ist kann man so eine Schnellentkalkung sicher machen, sobald man aber gröbere Ablagerungen hat sollte man da aufpassen denn die Rohre und Siebe sind schnell verstopft wenn sich ein Brösel löst und glaub mir es gibt genügend Kalk in so einer Maschine wenn sie länger ohne Enthärter oder Entkalkung läuft.

    Beim gründlichen Entkalken empfiehlt es sich möglichst alle Leitungen und den Kessel auszubauen, je nach Maschine kann das eine Arbeit von 20 Min. oder auch 5 Stunden sein, kommt ganz drauf an, routine kann nicht schaden beim 1. mal ist es sicher schwer. Beachten musst du dass unterschiedliche Metalle mit dem Entkalker (meist Zitronensäure und/oder Amidosulfonsäure) reagieren können und werden und sich manche ungewollt "verbinden" so lösen sich z.B. Kupferpartikel und können sich auf Mssing aber auch Chromteile legen, je länger sie zusammen in der Säure sind desto stärker der Effekt und irgendwann auch nichtmehr rückgägnig zu machen. Chrom kann auch direkt angegriffen werden habe ich festgestellt, zwar ist die Wahrscheinlichkeit bei einer intkaten Oberfläche gering aber ich hatte eine verchromte Schraube da ist das Chrom komplett ab! Also wenn du einen "Chrombomber" mit E61 Gruppe hast solltest du die Brühgruppe nur vorsichtig mit Entkalker füllen aber nicht komplett einlegen.

    Vorsicht ist auch bei Eisen und Alu geboten, beides ist nicht wirklich Säurebeständig. Dichtungen aus Gummi, Teflon oder Kupfer sind dagegen unproblematisch, das kannst du alles mit reinwerfen.

    Das Entkalkerbad sollte (je nach Produkt) eine gewisse Temp haben, wenn du den billigen Entkalker von z.B. Schlecker kaufst kannst du den ruhig sieden (70-80° C), das beschläunigt die Wirkung ordentlich!

    Noch ein Tipp zum Zerlegen, halt frische Dichtungen bereit, welche du brauchst ist Maschinenabhängig, bei xxl kann man dir sicher helfen aber nur telefonisch Dokumentiere aber JEDEN Arbeitsschritt mit Fotos und beschrifte alles was du zerlegst EINDEUTIG um später alles wieder zusammen zu finden. Achte bei komplexeren Teilen (Ventile, Pumpe usw.) darauf dass du die Teile möglichst einzeln entkalkst denn oft kanns vorkommen dass irgendetwas beim Zerlegen nicht gleich zum Vorschein kommt und dann hast du nach dem Entkalken plötzlich ein paar Teile mehr in der Hand und weißt nichtmehr wo sie hingehören, wenn du nur ein Teil entkalkst (also 1 Ventil oder so) dann is zumindest klar wo ein ev. verspätet aufgetauchtes Ding hingehört

    So weit, hoffe das hilft dir...

    lg
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  7. #7
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    Hallo,
    habe jetzt die Maschine (Kessel)nach oben beschriebener Methode entkalkt und keinerlei Probleme gehabt. (Entkalken ohneZerlegen)

    Kessel habe ich mit Trichter bef�llt mit Entkalkerl�sungkonzentrat.(Vorher oberes Rohr abgeschraubt um Trichter mit Schlauch daranzumachen.
    Dann aufgeheizt, wobei ich den Kessel vorher noch bis zum Rand voll gemacht habe mit Wasser.
    mit OFFENEM!!! Dampfhahn aufheizen bis gerade kocht und 1/2 Stunde stehenlassen.
    Durch den Tee-Wasserhahn und Damphahn habe ich dann den ganzen Schmodder mit Leitungswasser ausgesp�lt.
    Wichtig ist nicht zu vergessen, bevor alles wieder zusammengeschraubt ist, dass Wasser wieder abgelassen wird, w�hrend des Aufheizens.
    Teewasser offen lassen bis Wasserstand wieder richtig.(Pumpe f�ngt an zu laufen, wegen Wasserstandmelder .)

    Danach lief die Maschine wie ein ge�lter Blitz.
    Die Wasser/Dampfventile qietschen nicht mehr und das dusselige
    Unterdruckventil muckt auch nicht mehr.
    Die Aufheizphase ist jetzt auch deutlich k�rzer.

    Wie der Kessel von innen aussieht, weis ich nicht.
    Vermutlich dunkel und kalkfrei.
    Da die Maschine nicht sehr verkalkt wirkte, und vermutlich mindestens eine Inspektion in Ihrem langen Leben gesehen hat, konnte ich mir gl�cklicherweise eine Totalzerlegung sparen.
    Hatte vermutlich Gl�ck beim Kauf.

    Gru� Dirk
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