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  1. #1
    coffeeblack Gast

    Standard Temperaturproblem mit BZ 99S

    Hallo zusammen,

    ich bin seit ziemlich genau einem Jahr zufriedener Besitzer einer BZ 99S.
    Leider habe ich seit einiger Zeit in unregelmäßigen Abständen Probleme mit der Temperatur.

    Symptome:
    Espresso zu kalt. Auch nach langer Aufheizphase kein typisches „Sprozeln“ beim Leerbezug.

    Dampfdruck quasi nicht vorhanden. Beim erstmaligen Öffnen des Ventils entlädt sich ein Dampfschwall mit einer Art „Puff“- oder „Blobb“-Geräusch und dann ist Sense. Die Maschine beginnt dann wieder aufzuheizen und danach ist dann wieder beständig Dampf vorhanden.
    Das heißt in der morgendlichen Prozedur, einmal Dampfhahn öffnen und den Blobb abwarten, dann wieder schließen, ein paar Minuten warten…und jetzt kann die Latte-Zubereitung beginnen.

    Das Problem daran ist, das dieses Verhalten nur phasenweise auftritt. Was die Fehlersuche, da nicht reproduzierbar, nicht wirklich einfacher macht.

    Das Ganze fing etwa vor zwei Monaten damit an, dass die Kochgeräusche des Boilerwassers in der Aufheizphase auf einmal lauter wurden.
    Mein erster Verdacht; Verkalkung !?!
    Was aber eigentlich nicht sein kann, da ich ausschließlich Flaschenwasser verwende.

    Zweiter Verdacht: Maschine verdreckt – mal wieder Rückspülen.
    Was ich mir aber auch nicht wirklich vorstellen kann, da ich regelmäßig Rückspüle. Seltsamerweise wurde es nach dem Rückspülen aber wirklich besser. (Kann das sein?)

    Seit zwei Tagen habe ich jetzt wieder die gleichen Probleme.
    Kann das was mit der Elektronik zu tun haben?
    Den Pressostaten habe ich bisher noch nicht verstellt.

    Ach ja, meine durchschnittlichen Bezugsmengen sind eher gering. Max. 10 Espressi und 5 Latte’s pro Woche.

    Hat jemand eine Idee oder Ähnliches bereits selbst erlebt?

    Beste Grüße

    coffeeblack

  2. #2
    Kai
    Kai ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    29.04.2006
    Beiträge
    147

    Standard

    Hallo Coffeeblack,

    ich kenne den beschriebenen Fall.
    Durch (nächtliches) Abkühlen des Kessels entsteht ein Unterdruck, der mittels
    eines Druckausgleichventils durch Luft ausgelichen wird.
    Heizt man morgens die Maschine, dann dehnt sich die Luft stärker aus, als das Wasser.
    Resultat: Der Zieldruck wird früher erreicht, und die Maschine denkt sie ist auf Solltemperatur.

    Das Heilmittel dagegen nennst du selber in deinem Posting.
    Man muss kurz Dampf ablassen. Dadurch entweicht die Luft und der Druck fällt rapide.
    Anschliessend wird der Kessel mit Wasser nachgefüllt und weiter erhitzt.

    Bei uns zu Hause ist meine bessere Hälfte morgens für das Anschalten verantworlich.
    Ich bin immer ein wenig angefressen, wenn dann nach 45 Minuten Laufzeit,
    die notwendige Entlüftung noch nicht gemacht wurde.
    Diese sollte man nämlich in den ersten Minuten nach dem Einschalten
    durchführen.
    Sonst bringt ja das ganze Vorheizen nichts.

    Hilft dir das?

    Gruss vom Kai

    P.S. Ach ja - in meinem Handbuch (Cimbali Junior) wird empfohlen, nach dem Ausschalten
    noch etwas Wasser abzulassen, was zu diesem Effekt führt.
    Ich will nicht ausschliessen, das auch an meiner Maschine was defekt ist.
    Bisher habe ich das immer als gegeben hingenommen.

  3. #3
    Holger Schmitz ist offline Moderator
    Registriert seit
    22.03.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    7.245

    Standard

    In diesem Fall wird es ein hängendes Entlüftungsventil sein.

    Wenn Du den Tank rausnimmst und den Deckel abschraubst und oben auf den Boiler siehst siehst Du 2 Ventile : Einmal das Sicherheitsventil, einmal das Entlüftungsventil. Das Entlüftungsventil erkennst Du daran daß Du den Stift in der Mitte bei kalter Maschine ganz leicht bewegen kannst. Diesen wackelst Du etwas hin und her, rein und raus.
    Dann sollte es wieder funktionieren.

    Üblicherweise ist es so daß beim aufheizen durch die Volumenvergrößerung des Wasser/Dampfgemisches das Ventil schließt (hört man auch, es macht pffft-plopp und nach wenigen Minuten geht dann die Heizung aus). Dabei zischelt immer etwas Wasser/Dampf durch das Ventil und an der Stelle verkalkt es bzw. es setzt Ablagerungen an.

    Gruß
    Holger

  4. #4
    coffeeblack Gast

    Standard

    Hallo,

    vielen Dank für die prompten Antworten.

    Kai, das "Wasserlassen" nach dem Ausschalten habe ich bereits getestet. Hilft!

    Werde mir bei Gelegenheit aber noch einaml das Entlüftungsventil näher ansehen.

    Gruß

    coffeeblack

  5. #5
    scott zardoz ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    02.12.2005
    Ort
    Rhein-Main-Gebiet
    Beiträge
    1.925

    Standard

    Das Entlüftungsventil kannst Du auch zerlegen und dann entkalken. Mit neuer Dichtung versehen sollte es wieder einwandfrei funktionieren. Am besten ausprobieren bevor Du die Maschine wieder zusammen baust.

    Gruss


    Scott
    Es dauert Jahre um von Kompliziert zu Einfach zu gelangen!

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