Hier sind meine ersten Erfahrungen, allerdings noch nicht richtig zur Diskussion, fürchte ich.
Hübsch hübsch, macht sich gut auf der Küchenarbeitsfläche in der Ecke, allerdings sind wir noch nicht ganz sicher, ob wir sie da lassen, denn wir haben nur 10 oder 15 cm Platz bis zu den Hängeschränken. Zum Wassereinfüllen geht das mit einer beutzten Flasche, aber immer die Plastikflasche da rumstehen zu haben, ist nicht ideal, und vor allem würden wir gern den Tank abends leeren und spülen, damit sich da nicht die Bakterien ergötzen. Ach, wahrscheinlich lassen wir sie da, und ziehen sie eben immer raus zum Leeren.
Der Druck von 1,3 bar ist erstaunlich schnell da - eher 7 oder 8 Minuten statt fünfzehn.
Die Dampfdüse scheint ganz gut zu gehen, obwohl auch nach dem ersten Dampf immernoch ein paar Tröpfchen rauskommen. Aufschäumen probier ich, wenn's mit dem Kaffee klappt. Die Heißwasserdüse ging ganz am Anfang. (Hab meiner Frau einen widerlichen Tee damit gemacht, bis mir die Idee kam, den "Werkstattgeschmack" erstmal aus der Maschine zu lassen.) Jetzt kommt allerding nur noch Dampf raus. Ich muss mal am Montag den Händler fragen, schaff's heut nicht mehr.
Ja, aber der Kaffee. Wir warten noch auf die Mühle, und blöderweise stimmte was mit der Kontonummer oder BLZ nicht (oder mit dem Internetbanking), so dass die Überweisung zurückkam. Dauert also noch ein paar Tage.
Was macht man so lang? Wenn man's kapiert - nichts außer Zenübungen, bis die Mühle da ist, oder man geht zu jemandem, der eine Mühle und am besten die gleiche Maschine hat wie man selbst, und transportiert dann den frisch gemahlenen Kaffee ähnlich wie eine Organspende.
Wenn man aber blöd ist, geht man wie ich in den nächsten Supermarkt, um gemahlenen Illy zu kaufen, stellt fest, dass er hier nicht geführt wird, und kauft die teurere der beiden Supermarkt-Eigenmarken an gemahlenem Espressokaffee. Ergebnis: sauersauersauer. Bäh.
Am nächsten Tag ging ich dann zum Händler, fragte ein paar Kleinigkeiten, die sich inzwischen ergeben hatten und bat um Rat. Er mahlte und gab mir freundlicherweise ein Tütchen einer der Mischungen mit, die er im Café benutzt (norditalienisch in diesem Fall).
Zuhaus hab ich dann herumprobiert, mit Diät-/Lebensmittelwaage mehr und weniger in den Siebträger, Einer und Doppel, stark und weniger stark gedrückt, und es ging manchmal so. Das heißt, der Kaffee war immernoch scheußlich, aber ich hab ihn nicht mehr automatisch zurück in die Tasse fließen lassen. Dann ging die nette Probespende zu Ende, und ich wollte nicht noch mehr schnorren, also ging ich zu einem Supermarkt, von dem ich wusste, dass sie gemahlenen Illy führen und kaufte eine Dose. Teuer und ohne Perfektion zu erwarten, aber ich sah das als Unterrichtsmaterial.
Die Dose ist zu zwei Dritteln leer, und insgesamt - lasst mich rechnen - kam 1 Ristretto raus, der mehr oder weniger trinkbar war. Wir reden hier nicht von 'gut' oder 'lecker', nur trinkbar.
Natürlich hab ich vieles versucht, im Netz recherchiert, mit der Personenwaage gekuckt, wie meine Stampfkraft ist, den Siebträger und das Sieb trocken und mal heiß, mal warm gehabt, vorher mehr oder weniger leer bezogen, lang gewartet, bis die Maschine auf Touren ist und so weiter.
Typischerweise kommt der Kaffee nach 3 Sekunden Vorbrühen raus, und ein Ristretto ist nach 7 oder 8 Sekunden fertig; dann wird er auch schon blond. Außer ich stampfe etwas fester/nehme etwas mehr Kaffee, dann dauert es etwa anderthalb Minuten. Dazwischen gibt's nichts. Der größte Erfolg war, als er etwa 18 Sekunden gebraucht hatte und gleichzeitig scheußlich sauer und grauenhaft bitter schmeckte.
Wie gesagt, das ist nur ein Vorbericht - ich denke mal, auch wenn ein beträchtlicher Teil fehlende Übung ist, ist für manches auch der wohl zu grobe Mahlgrad verantwortlich.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Lesezeichen