keine Zweikreis-Espressomaschine ist komplett selbsterkärend und frei von Zicken, an die man sich während der ersten Wochen mit der Maschine gewöhnen muss – die Oscar bildet da keine Ausnahme, ist aber im Grunde hervorragend verarbeitet. Die relevanten Teile sollten unter Heimeinsatz-Bedingungen nahezu ewig halten, und wenn nicht, sind sie, da überwiegend Gastro-Standard, auch in ferner Zukunft problemlos reparabel bzw. austauschbar. Das gilt wohl auch für die anderen aufgeführten Maschinen, die ich aber nicht genau kenne.
Der Oscar kann man ihre Hässlichkeit (alias Modernität/Bescheidenheit/Understatementfaktor, je nach Geschmack) vorwerfen, und zwei weitere Tatsachen: Dass sie keinen Heißwasserhahn hat und dass sie mangels Entlüftungsventil nicht ideal für morgendlichen Timerstart ist.
Wenn Dein Etat gedeckelt ist und Du im Zweifelsfall dann mehr Geld für die Mühle übrig hast, nimm die billigste von den dreien und die beste Mühle, die Du kriegen kannst. Die E61-Brühgruppen (z.B. an der Butterfly) haben den Ruf, etwas gutmütiger auf kleinere Fehler beim Mahlen, Dosieren und Tampen zu reagieren. Prinzipiell nehmen sich die Maschinen von der erzielbaren Qualität her aber nicht viel. Der limitierende Faktor steht vor der Maschine (Du selbst), lauert in der Kaffeetüte (mangelnde Frische) oder klappert in der Mühle (wenn Du daran sparst), erst dann kommt mit gebührendem Abstand der Einfluss der Maschine selbst zum Tragen.
Gruß
Bernhard
verdammt guter Kaffee! (Kyle McLachlan, Twin Peaks)
Simonelli Personal mit Simonelli MDE
Simonelli Oscar mit Mazzer Kony (Doser)
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