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  1. #1
    Luft-Schiff Gast

    Standard Kaffee-Zubereitung

    Hallo Forum,

    zunächst vielen Dank für die vielen Beiträge, die mir bei der Auswahl meiner Kaffeemaschine sehr geholfen haben.

    Jetzt habe ich eine schöne BFC Levetta mit Demoka 203 Mühle. Beim Kauf habe ich auch einen leckeren Espresso aus der als Demoversion aufgestellten Junior getrunken.

    Zuhause aufgestellt waren die ersten Proben (nach dem ich mindestens 0,8 l durch die Heißwasserausgabe und den Brühkopf abgelassen habe) allerdings wenig beeindruckend. Geschmack einigermaßen o.k., aber Konsistenz schwach, crema lausig. Ich habe frischen und guten Kaffee frisch gemahlen. Ich muss mich jetzt wohl an die Feinarbeiten machen. Dazu ein paar Fragen:

    - Der Kaffee kommt aus der Mühle eher in großen Flocken gepurzelt als gerieselt. An der Grundeinstellung der Mühle habe ich nichts geändert.

    - Ich habe keinen Hinweis, wie voll ich den ST mit Kaffee füllen soll. Bisher habe ich ihn immer so voll gemacht, dass ich ihn auf ganzer Kreisfläche pressen kann.

    - Nach dem Espresso habe ich im ST keinen trockenen und ausklopffähigen Kaffeekeks, sondern sehr feuchten Matsch, der zum großen Teil oben an der Brühgruppe pappt.

    Verbesserungsfähig sind sicher noch die Tassen. Spielen müsste ich aber mit Kaffeemenge, Mahlgrad und Pressdruck. Gibt es da irgendwelche Faustregeln?

    Reinigt man im Alltagsbetrieb jeweils das Sieb an der Brühgruppe? Mit dem Doppel-ST kommt der Espresso asymmetrisch. Muss ich, um das zu korrigieren, den Standwinkel der Maschine (die eigentlich gerade steht) verändern?

    Vielen Dank
    Luft-Schiff

  2. #2
    Thjalfi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Eine Faustregel ist: möglichst alle Faktoren bis auf einen konstant Halten.

    Da es wohl am aufwendigsten (oder teuersten) ist, den Tamperdruck konstant zu halten, würde ich mit Mahlgrad und Pulvermenge anfangen, sprich Feinwaage kaufen. Den Rest kann man ja an der Maschine und Mühle einstellen.

    p.s.: Aber lass die Finger von irgendwelchen Billig-Waagen, die gaukeln die Genauigkeit nur vor.
    Casadio Istantaneo; DC Mini

    조차 다이아몬드 산은 에스프레소다음에 봐야 한다

  3. #3
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hi

    Ferndiagnose:

    Die Mühle ist "brauchbar" eingestellt

    Du nimmst zuviel Kaffee (sollte ein Messlöffel dabei gewesen sein, nimm den, füll ihn mit Bohnen, kipp die Menge rein und mahl das, sollte dann in etwa die Menge sein die du brauchst! War kein Löffel dabei nimm das 1er Sieb und fülle es GUT mit Bohnen)

    Der Kaffeetrester ist generell egal sollte aber kompakt und nicht durchlöchert sein

    Die Temperatur könnte zu niedrig sein wenn du so lange Leerbezüge machst, lass die Maschine GUT (min. 45 min) aufheizen, mach dann einen Leerbezug (nicht Heißwasser!) und zwar solange bis das Wasser normal aus der Dusche kommt, ohne Spritzen und Prodeln (sprich kochen), dann den vorbereiteten ST rein und go!

    Zeit/Mengenverhältnis beim Kaffeebezug ist ein wesentliches Messkriterium, ca. 30 ml Kaffee sollten in ca. 25 Sek (+/- ein paar Sek.) durchfließen, wenn nicht musst du entweder am Tamperdruck oder Mahlgrad was machen (vorausgesetzt deine Maschine ist ok und richtig eingestellt aber dazu später).

    hth
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
    Röster: Gene Café CBR101 230V

    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  4. #4
    unclewoo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Re: Kaffee-Zubereitung

    Zuhause aufgestellt waren die ersten Proben (...) allerdings wenig beeindruckend.
    Das kommt auch in den besten Familien vor. Übung macht den Meister.

    - Der Kaffee kommt aus der Mühle eher in großen Flocken gepurzelt als gerieselt. An der Grundeinstellung der Mühle habe ich nichts geändert.
    Du musst aber einiges verändern. Und zwar auch später immer wieder, wenn du eine neue Kaffeesorte bekommst, wenn der Kaffee zu langsam oder zu schnell durchläuft usw. Ich ändere den Mahlgrad ca. alle zwei Tage geringfügig. Für den Anfang: Mach den Mahlgrad immer feiner, soweit, bis deine Maschine keinen Tropfen Wasser mehr durchbringt - und dann stellst du den Mahlgrad stufenweise gröber, bis du einen leckeren Espresso in der Tasse hast. Die wichtigen Paramter wie Bezugszeit, Tamperdruck etc. kennst du?

    - Ich habe keinen Hinweis, wie voll ich den ST mit Kaffee füllen soll.
    Am besten wäre es, du hättest eine Feinwaage, die auch 0,1g-Schritte anzeigt. Im Siebträger sollten ca. 7 g, etwas mehr, etwas weniger sein. Augenmaß ist gerade am Anfang zu ungenau, da selbst 0,5g schon eine Menge ausmachen können.

    - Nach dem Espresso habe ich im ST keinen trockenen und ausklopffähigen Kaffeekeks, sondern sehr feuchten Matsch, der zum großen Teil oben an der Brühgruppe pappt.
    Das kann schon sein. Kümmer dich am Anfang erstmal darum, dass der Kaffee lecker wird. Danach kannst du dir Gedanken machen, ob der Puck hübsch aussieht.

    Spielen müsste ich aber mit Kaffeemenge, Mahlgrad und Pressdruck. Gibt es da irgendwelche Faustregeln?
    Ja. Und die findest du zu Hauf in anderen Threads. 25 sec. Durchlaufzeit, 15 kg Tamperdruck, 7-7,5 g Kaffeemehl. Hat deine Maschine Preinfusion?

    Reinigt man im Alltagsbetrieb jeweils das Sieb an der Brühgruppe?
    Ja, mit Rückspülen, ca. einmal pro Woche. Dazu findest du viel in der Suche.

    Mit dem Doppel-ST kommt der Espresso asymmetrisch. Muss ich, um das zu korrigieren, den Standwinkel der Maschine (die eigentlich gerade steht) verändern?
    Wenn dein Zweitassenauslauf keine Verstellschraube hat und es dir wichtig ist, dass aus beiden Ausläufen gleich viel rauskommt: Ja.

  5. #5
    floi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Luftschiff,

    als Anfänger habe ich mich bezüglich der Mahlmenge mit meiner Maschine jetzt relativ pragmatisch (ich hoffe richtig?) geeinigt: Ist der Siebträger zu voll, dann passt er nicht mehr unter die Brühgruppe, ist zu wenig drin, dann passiert das, was du beobachtest (Schlamm, der teilweise an der Dusche hängt...), dazwischen gibt es eine relativ klar definierte Menge (wahrscheinlich +/- 0,5g), die sich dann schön en bloc ausklopfen lässt... Also, mein Vorschlag wäre: pack einfach mal so viel Pulver wie möglich ins Sieb, so, dass du beim Siebträger einspannen sogar ein bisschen Kraft aufwenden musst...

    Oder was meinen die anderen?

    Viele Grüße, Florian

  6. #6
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Also aus Levettauser kann ich sagen dass NACH dem Tampern (normaler durck, also nicht wie Stier!) der Kaffee ca. bis zur Nut im Sieb reichen sollte, anders gesagt, bis zum oberen Siebrand sollten es ca. 5-7 mm sein.

    Das sind jetzt natürlich keine Gewichtsangaben aber fürs erste kannst du damit mal abschätzen ob du zuviel oder zuwenig drinn hast. Ein anderer Anhaltspunkt: Füll das Sieb und tamper, dann spannst du es ein bis es fest sitzt und drehst es wieder raus, jetzt sollte ein LEICHTER Abdruck des Duschsiebs im Kaffee zu sehen sein, dann hast du in etwa eine korrekte Füllmenge, das ist natürlich aber auch stark Siebabhängig, wie gesagt es geht hier um Richtwerte.

    Genaue Ergebnisse bekommst du NUR mit einer Feinwage! Später mit Gefühl.
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
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    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  7. #7
    Luft-Schiff Gast

    Standard

    Vielen Dank für die schnellen Anworten. Heute morgen habe ich mehr Kaffee gegeben, die Nut erreicht (mit Abdruck des Duschkopfs im Kaffee) und tatsächlich einen besseren Kaffee produziert. Wahrscheinlich hatte ich sogar zu viel Kaffee, weil ich insgesamt dreimal Kaffee nachgegeben und jedesmal gepresst habe.

    Für die genaue Art mittels Waage muss ich erst einmal die Mühle leertrinken. Dann werde ich es mit genau 7 g versuchen - eine geeignete Waage habe ich sogar.

    Der Kaffee ist heute schon besser gerieselt. Den Mahlgrad werde ich wohl erst einmal unverändert lassen.

    Für heute muss ich mir nur noch etwas ausdenken, um die Kaffeetemperatur zu erhöhen. Das war nicht bollente, sondern eher lauwarm. In verschiedenen Threads hatte ich gehört, dass die Levettas zum Überhitzen neigen und ihn deshalb kalt verwendet. Morgen werde ich mal den Siebträger mit vorwärmen.

    Luft-Schiff

  8. #8
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    ST Immer zum Aufheizen eingespannt lassen, kalter ST hilft nix gegen überhitzte Brühgruppen, im Gegnteil, dann hast du 2 Faktoren die das Ergebnis negativ beeinflussen. Besser du lässt die Maschine eine Stunde aufheizen und machst dann mal einen Leerbezug und beobachtest ob das Wasser normal oder stark dampfend und spratzelnd aus der Dusche kommt, wenn es normal kommt ist sie sicher nicht überhitzt, vielleicht sogar zu kalt, das würdest du am Geschmack (sauer) erkennen. Wenn sie aber überhitzt ist dann lass das Wasser solange laufen bis es normal runter rinnt. Dann ST rein und gleich Bezug starten.

    lg
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  9. #9
    pefro ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi,

    Zitat Zitat von Luft-Schiff
    Für die genaue Art mittels Waage muss ich erst einmal die Mühle leertrinken. Dann werde ich es mit genau 7 g versuchen - eine geeignete Waage habe ich sogar.
    öh - wieso das denn bitte? Du sollst doch wiegen was in den Siebträger reinkommt. Der Frische zur Liebe solltest Du auch nicht unbedingt ne Wochenration in Deinen Bohnenbehälter kippen.

    Für heute muss ich mir nur noch etwas ausdenken, um die Kaffeetemperatur zu erhöhen. Das war nicht bollente, sondern eher lauwarm. In verschiedenen Threads hatte ich gehört, dass die Levettas zum Überhitzen neigen und ihn deshalb kalt verwendet. Morgen werde ich mal den Siebträger mit vorwärmen.
    *lach* Ja, öh, sehr gute Idee Leerbezug vorm ersten Espresso nicht vergessen.

    Gruß
    Peter

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