EDIT: Andreas, nicht falsch verstehen, dieser Post bezieht sich nicht auf Deinen Post (den ich beim Schreiben noch nicht gesehen habe), sondern auf die vorhergehenden. Mit Handhebel isses wieder ganz anders.
Die Diskussion dreht sich doch (EDIT: bislang) ausschließlich um Rotationspumpen-Maschinen. Die haben – im Gegensatz zu Vibrationspumpen – eben nicht diesen "eingebauten", weichen Druckanstieg. Nachträglich bekommen sie den durch eventuell im Wasserpfad existierende Engpässe (Düsen/Ventile), die den Durchfluss begrenzen, was am Puck letztlich wieder zur gewünschten, nicht ganz so überfallartigen Druckentfaltung führt.
Wer eine E61 oder auch einen Oscar (dort ist vermutlich aber die Vib-Pumpe verantwortlich) gewohnt ist, der bekommt bei anderen Roto-Maschinen (ohne E61) in vielen Fällen den Eindruck, dass dieser Druckanstieg schnell, vielleicht zu schnell stattfindet – es vergehen zu wenige "Gedenksekunden" zwischen dem Einschalten der Pumpe und dem ersten Kaffeetropfen.
Es ist sicher kein Fehler, den Druckverlauf einer E61 imitieren zu wollen – die Gruppe ist meines Wissens ja gerade für ihre Gutmütigkeit und die konsistent guten Ergebnisse in der Tasse bekannt. Insofern hat Koffeinschock recht
Die E61 bremst den Druckaufbau m.W. auf mechanische Weise (Kolben/Feder), und das führt eben zu einer zunächst recht milden Druck-"Rampe", im Gegensatz zur vorgeschlagenen Pumpe-aus-Technik ohne schlagartigen Druckverlust mit anschließendem Neuaufbau. Das leuchtet zumindest gefühlsmäßig ein: Mit mildem Druckanstieg zunächst behutsam den Puck konsolidieren, dann mit vollem Druck zügig extrahieren.
die Durchflussmenge variiert nur bei entsprechend variierendem Gegendruck (siehe Pumpenkennlinien!
Das hat mit dem Problem glaub ich nichts zu tun. Es gilt ja nur für Vib-Pumpen. Rotationspumpen haben über weite Strecken einen von der Fördermenge unabhängigen Druck, das ist ja gerade das Schöne daran.
Bei abgeschalteter Pumpe das Magnetventil offen zu lassen wird beim durch den Kaffeepuck gegebenen Gegendruck nicht viel bringen, da dieser üblicherweise höher sein wird als der Leitungsdruck. Der Gegendruck bestimmt ja schliesslich den Brühdruck, der letztlich ja im Bereich 8-10 bar schwankt.
Das versteh ich nicht. Der Puck hat an sich doch überhaupt keinen Druck. Wenn ich bei abgeschalteter Pumpe das Magnetventil aufmache, baut sich Druck auf, bis der Druck der Wasserleitung (4-5 bar vielleicht) erreicht ist. Wenn ich gleich die Pumpe starte, geht das ganze halt schneller und direkt hoch bis 9 bar, oder was immer halt am Bypass eingestellt ist. Wenn ich diese Anstiegsgeschwindigkeit reduzieren will, reduziere ich eben den anliegenden Druck. Natürlich wird der Brühdruck vom Puck definiert (zumindest solange die Pumpe nicht defekt ist). Interessant ist der Weg dahin.
Gruß,
Bernhard
verdammt guter Kaffee! (Kyle McLachlan, Twin Peaks)
Simonelli Personal mit Simonelli MDE
Simonelli Oscar mit Mazzer Kony (Doser)
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