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*Jauul*
Wie erklär ichs nur dass es endlich mal jemand begreift?
Also - wir wissen doch dass die Pumpe keinen 'Druck' aufbauen kann gegen einen leeren Siebhalter.
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Natürlich nicht. Oder im Prinzip doch, nur merkt der Puck zunächst davon nichts, weil ein entsprechendes Reduzierstück zur Gruppe hin den Wasserfluss begrenzt und damit den Druckaufbau bremst. Nur halt vielleicht nicht bei allen Maschinen gleich. Wie schnell der Druck
vor der Düse ansteigt, lässt sich unschwer am Pumpenmanometer ablesen (der ja nach dem Bypass, aber vor der Gruppe angeschlossen ist): von 4 bis 9 bar schnalzt der Zeiger in gerade mal einer Zehntelsekunde.
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Wir wissen, dass die Pumpe keinen schlagartig vorhandenen Druck aufbauen kann gegen ein Blindsieb (abgesehen von der Mechanik ist hier auch noch eine kleine Luftfeder das 'Hindernis').
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Die "kleine Luftfeder" wirkt auf den Druckaufbau als Dämpfer und macht den Druckanstieg gegen das Blindsieb vermutlich sogar langsamer als gegen einen gefüllten Zweiersiebträger – einfach weil in letzterem weniger Luftvolumen frei ist.
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Wie in Gottes Namen soll sie dann bitteschön gegen einen 'undichten'(!) Kaffeepuck schlagartig Druck aufbauen, der seinen Gegendruck ja überhaupt erst bei steigendem Druck von der Pumpe aufbauen kann?
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Für unsere Problemstellung können wir den Puck, auch wenn Dir das unlogisch vorkommt, als "dicht" betrachten. Und zwar aus zwei Gründen: 1) geht es uns ja gerade um die erste Phase des Druckaufbaus, in der der Puck noch leichter verletzlich und nicht ganz durchfeuchtet bzw. gequollen ist. 2) ist der Puck selbst dann dicht genug, dass eine Maschine 9 bar aufbringen muss, um lächerliche 1-2ml pro Sekunde durchzupressen.
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Wieso habe ich diese angeblich vorhandene zerstörerische Wirkung des 'Sogs' noch nie erlebt, wird sie von den Maschinenhersteller als Problem angesprochen - geschweige denn sind irgendwelche Krater sichtbar bei den genannten Maschinen mit Preinfusion per Steuerbox?
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Sie wird nicht als Problem angesprochen, weil sie keins ist, solange man die Maschine so verwendet, wie sie gedacht ist. Normalerweise tritt dieser Todesstrudel

ja erst auf, wenn der Bezug bereits beendet ist.
Die Maschinen mit elektronischer Preinfusion könnten doch völlig problemlos die Pumpe stoppen, ohne das Magnetventil aufzumachen. Würde wetten, dass das so funktioniert. Alternativ lassen sie vielleicht die Pumpe nur ganz, ganz kurz laufen, also so, dass der Kaffee zwar feucht wird, aber eben noch kein relevanter Druck entstanden ist. Um das zu klären, müsste man sich doch nur solche Maschinen suchen und mal nen ST-Manometer dranklemmen oder den eingebauten Pumpenmanometer beobachten. ST-Manometer geht allerdings möglicherweise nicht, weil zumindest die mir bekannten Instrumente ja unten an einem realen, aber leeren ST mit entsprechendem Volumen hängen, der innerhalb des Preinfusions-Pumpstoßes vermutlich nicht annähernd gefüllt wird.
Wenn eine Maschine wirklich Druck aufbaut und dann alles wieder abbläst, komprimiert sie die Luft überm Kaffee zunächst zu einer Blase, die vermutlich irgendwo in der Gruppe darauf wartet, dass die Pumpe abgestellt und das Ventil geöffnet wird. Dann expandiert sie munter zu alter Größe, das durch sie nunmehr verdrängte Wasser/Kaffeegemisch rotzt geräuschvoll durchs Ventil.
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Der Vergleich mit der Handhebelmaschine zieht dann überhaupt nicht, denn genau über dieses Kolbensystem habe ich das 'Problem', über die Hebelbewegung immer etwas Luft zu komprimieren als Druckspeicher. Das Hochziehen des Hebels verursacht logischerweise einen Sog - den ich aber bei einer Pumpenmaschine nicht habe weil das Wasser nicht plötzlich sondern langsam abfliesst.
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Das widerspricht der täglichen Anschauung: Beim Oscar z.B. fließt das Wasser nach dem Bezug so "plötzlich" ab, dass es mitunter aus der Tropfschale rausspritzt. Personal V dito, nur wegen aufwendigerer Konstruktion normalerweise nicht von außen wahrnehmbar. Als "langsam abfließen" würd ich das nicht bezeichnen. Zur komprimierten Luft siehe oben. Warum in aller Welt soll eine Pumpenmaschine keine Luft komprimieren? Wo soll die Luft denn hin? Brav nach unten zum Sieb rausrieseln tut sie sicher nicht
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Die Krater hättest Du ansonsten nämlich grundsätzlich nach jedem Bezug.
Ich verstehs nicht - warum glauben eigentlich immer irgendwelche selbsternannten Espressonerds jenseits des grossen Teichs, längst bekannte/bewährte Konstruktionen für falsch erklären zu müssen weil irgendwo jemand glaubt, nen Floh husten gesehen zu haben?
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Ich bin heilsfroh, dass es auch in Amerika noch experimentierfreudige, neugierige und intelligente Menschen gibt. Diese "irgendwelche selbsternannten Espressonerds", wie Du sie nennst, sind meines Wissens extrem aktive Hobby- und Profibaristas, die sich hüten würden, Dich oder mich als dahergelaufene deutsche Spinner (würdest Du Dich im Gegenzug über "Espressonazis"

freuen?) zu bezeichnen, wenn wir mal selbst eine obskure Idee haben. Der ganze private Espressowahn ist ja noch ein relativ neues Phänomen, die Maschinen dagegen sind über Jahrzehnte kaum
verändert worden. Dass es jetzt plötzlich Sachen wie eine Brewtus oder eine Marzocco GS3 oder Grind-on-Demand-Mühlen gibt, ist sicher zu einem kleinen Teil auch dem Input solcher Nerds zu verdanken.
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Es ist ungefähr so, als ob man unbedingt einen Bug herbeiphantasiert, um unbedingt ein neues angebliches Feature erfinden zu können/müssen. Bestes Beispiel - vor ein paar Jahren noch waren es witzigerweise die bösenbösen Vibrationspumpen, die durch ihre Intervalle den armen Kaffeepiuck zerstören...
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Es muss ja nicht jede Idee zutreffend oder zielführend sein. Auch aus der Vib-Pumpen-Verteufelungsdiskussion haben wir was gelernt. Wie gesagt, das Thema in dieser perfektionistischen Betrachtungsweise ist recht jung. Übrigens könnte umgekehrt ein Schuh draus werden: Was macht eigentlich die Heilige Handhebelmaschine (korrekt bedient) so gut?
Gruß,
Bernhard[/i]