Wenn man 'nur' die Hebelpositionen durchschaltet, dann ist diese Preinfusionsphase in der Praxis nicht länger als die Zeit, in der eine Schwingankerpumpe den Druck aufbaut. Ein Schelm käme so recht einfach zu dem ketzerischen Schluss, dass der Hebel bei den ganzen E61-Haushaltschrombombern eigentlich überflüssig ist...
Ja nun...irgendwie muss man die Ventile ja steuern. Und schön aussehen/sich anfühlen tuts ja auch. Aber den Preinfusions-Effekt bräuchte man mit Vib-Pumpen-Maschinen tatsächlich nicht so dringend.
Die Frage ist halt, wie sich das Druck-Zeit-Profil auf die Extraktion auswirkt. Genau dazu hätte ich gerne ein paar Erfahrungen gesammelt.
Beispiel "Deine" MBM: drucklose PI, dann vermutlich (wenn die MBM eine Rotationspumpe hat) recht zügiger Anstieg auf 9bar oder wasauchimmer.
Beispiel Oscar: keine PI im klassischen Sinn, sondern Vib-Pumpen-bedingt gleichmäßiger Anstieg von 0 bis 9bar (oder bei manchen Oscars auch bis 12
)
Beispiel MAC oder Personal: Keine PI, recht flinker Druckanstieg auf 9bar (geschätzt ca. 2 Sekunden)
Beispiel E61 mit Rotopumpe: Einige Sekunden Plateau bei ca. 1,5bar, dann schneller Anstieg auf 9bar
Beispiel E61 mit Vib-Pumpe:
(vielleicht verlängerte PI-Phase, weil Vib-Pumpen-Druckaufbau und Kammer-PI kombiniert sind?)
hmmm...das ist doch interessant. Etwa, weil das allzu dogmatische Festhalten an bestimmten "vorgeschriebenen" Bezugszeiten (die berühmten 25 sec) angesichts so unterschiedlicher Druckverläufe fragwürdig erscheint. Insofern ist es gut, darüber zu diskutieren...und noch besser, möglichst viel auszuprobieren.
Gruß,
Bernhard
verdammt guter Kaffee! (Kyle McLachlan, Twin Peaks)
Simonelli Personal mit Simonelli MDE
Simonelli Oscar mit Mazzer Kony (Doser)
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