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  1. #1
    towkok ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Expobar Brewtus - neu und macht Probleme

    Hallo Forengemeinde!

    Ich hatte gestern das Vergnügen, bei einem Bekannten eine nagelneue Expobar Brewtus im Betrieb zu nehmen. Eine wirkliche Freude war es allerdings nicht, denn es traten Probleme bei der Expressobereitung auf. Hatte wie gewohnt getampert und es schien als ob die Maschine zu wenig Druck aufs Kaffeemehl brachte. Das Espressoergebnis war nicht mal befriedigend, recht dünnflüssig, mit schlechter Crema und wenig Aroma.

    Bei jedem Bezug landete etwa 0,1 Liter Wasser vom Bypass / OVP in der Abtropfschale.

    Gröber mahlen und weniger Tampern verbesserten zwar den Durchlauf, aber die Espressoqualität wurde entsprechend schlechter.

    Die Maschine war ausreichend vorgeheizt. Ein probehalber Wechsel zu einem anderen Siebträger samt Sieb, das ich selbst an meiner E61-Maschine verwende, brachte keine Verbesserung.

    Bevor ich nun das Gehäuse aufschraube und am Expansionsventil herumdrehe die Frage, was Eurer Meinung nach als Ursache für das Problem in Frage kommt?

    Habe noch nicht nachgesehen, ob Expobar in die Maschine (es handelt sich um die Bewtus mit den beiden Manometern) ein einfaches nicht-justierbares Expansionsventil oder eine justierbare Version mit Metall- oder Kunststoffschraube einbaut. Bei der Kunststoffvariante soll Drehen laut Forenhinweisen ja problematisch sein, weil das Ding dafür nicht ausgelegt ist und Undicht werden kann, richtig?

    Grüße
    Michael

  2. #2
    chris_weinert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Du sagst es doch schon selber: Wenn vom Bypass total viel Wasser kommt, ist wahrscheinlich der Brühdruck zu niedrig eingestellt. Paßt auch mit Deiner Geschmacksbeschreibung zusammen. Da Du ja zwei Manometer und daher offensichtlich eines davon für den Brühdruck ist: Wie hoch ist der denn beim Bezug?

    Grüße,
    Chris
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  3. #3
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    0,1l Wasser dürfte schon richtig sein, das spuckt sie ungefähr aus, wenn 10bar eibjustiert sind. Evtl sogar noch etwas mehr.

    Habt Ihrs mit dem Einer oder Zweier Sieb versucht? Falls Zweier, wie alt war denn der Kaff?

    Wie hoch war denn die tatsächliche Temperatur? Nicht die, die am Digi-Feld angezeigt wird . Und habt ihr nen kräftigen Leerbezug gemacht zum Kopfwärmen?

    Greetings \\//

    Marcus
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  4. #4
    sebsei ist offline Erfahrener Benutzer
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    0,1l Wasser dürfte schon richtig sein, das spuckt sie ungefähr aus, wenn 10bar eibjustiert sind. Evtl sogar noch etwas mehr.
    Hallo Marcus,
    der Wert gilt für die Brewtus? Oder kann man das auf jede x-beliebige Maschine mit der gleichen Pumpe (und Tank) übertragen?

    Grüße,
    Sebastian,
    dem solche Anhaltspunkte bei der Brühdruckverstellung ohne Manometer hilfreich sein könnten.

  5. #5
    Achim123 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo towkok,

    das Wasser das vom Expansionsventil abgeleitet wird, läuft meiner Meinung nach wieder in den Tank. Das was in die Abtropfschale fliest, ist das Wasser aus dem Entlüftungsventil. Zumindest habe ich das so verstanden.

    Code:
    Hatte wie gewohnt getampert und es schien als ob die Maschine zu wenig Druck aufs Kaffeemehl brachte
    hier scheint ein Hauptgrund für dein Problem zu liegen. "wie gewohnt" interpretiere ich mal so: wie gewohnt von einer "XY.." Siebträgermaschine. Das kannst du natürlich nicht übertragen, sondern erst durch Einstellung des passenden Mahlgrads/ Tamperdruck herausfinden. Du musst es sozusagen erst mal einstellen, insbesondere den passenden Mahlgrad.

    Bevor ich nun das Gehäuse aufschraube und am Expansionsventil herumdrehe
    das brauchst du gar nicht aufschrauben. Wenn du die Abtrpofschale herausnimmst, kannst du auf der rechten Seite unten eine Aussparung (Loch) sehen. dahinter liegt das Expansionsventil, das du dann einstellen kannst. "Nylonschraube" -Ich denke das ist eine Einstellung die du machen kannst, solange die Maschine relativ neu ist. Das Problem des undicht werdens hängt mit dem porös werden der Innereien des Ventils zusammen. Garantieren kann ich das natürlich nicht. Der Druck lässt sich relativ einfach einstellen, die Schraube ist sehr leicht zu drehen und wenn du einmal "deinen" Druck eingestellt hast, gibt es ja eigentlich auch keinen Grund mehr diesen zu verstellen. Ich habe bei mir ca. 10 Bar eingestellt. Drunter war das Ergebnis nicht mehr besser.

    Was an der Maschine noch einzustellen wäre, ist evtl. der Pressostat. Dieser ist ebenfalls sehr leicht im Betrieb mit abgenommener Gehäusewand einzustellen. Einfach an dem schwarzen Plastikrädchen drehen, kurz warten und nachjustieren, bis der Druck gut ist. Über 1,2 Bar sollte man aber nicht gehen, da ansonsten die gesamte Temperaturegelung überfordert wird. Dieser Druck reicht aber auch vollkommen aus, um kräftigen Dampf zu erhalten, und mehr wird damit auch gar nicht geregelt, da die Temperatursteuerung ja bei dieser Maschine anders bewerkstelligt wird.

    Wenn während des Bezuges (25 sec Einstellung ist schon vorhanden?), das Manometer einen Druck zwischen 8,5 bis 14 Bar anzeigt, sollte alles in Ordnung sein. Wie gesagt, den Brühdruck kann man ja einstellen, ich hab es trotz Nylonschraube gemacht und es leckt nichts.

    Dann denke ich ist das Problem eine Sache der Handhabung.

    Die Maschine macht normalerweise durchgehend perfekten Espresso. Das Ergebniss ist dann so leicht und gut zu erreichen, dass es fast schon langweilig wird mit dieser Maschine

    Hoffe ihr bekommt das noch hin, denn das Ergebnis sollte himmlisch sein. Ich habe bisher keinen einzigen shot mehr verratzt. So gesehen, eine sehr günstige Maschine. Ich wünsche euch noch viel Glück damit.

    Gruß

    Achim
    Brewtus II, vorher ECM

  6. #6
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    @sebsei:

    Wenn Du tatsächlich 9,5bar einstellen willst und dazu nur ein Exp.ventil zur Verfügung hast (manche Maschinen haben ja auch 2 davon), dann muss aus dem Schlauch des Exp.ventils richtig viel Wasser kommen, viel mehr als beim Espressobezug in die Tasse läuft. Bei meiner Ulka hab ichs grade gemessen: es sind (bei 10bar Druck gg Blindsieb justiert) 90ml in 20 sec. Also 4bis 5ml/sec.

    Als grober Richtwert (vielleicht sind unterschiedliche Exp.ventile da auch mit etwas unterschiedlichen "Flowrates" gesegnet) mag es mal herhalten.

    Greetings \\//

    Marcus
    Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

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  7. #7
    pefro ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Achim123
    das Wasser das vom Expansionsventil abgeleitet wird, läuft meiner Meinung nach wieder in den Tank. Das was in die Abtropfschale fliest, ist das Wasser aus dem Entlüftungsventil. Zumindest habe ich das so verstanden.
    Hi,

    Entlüftungsventil? Nr um sicher zu gehen, das wir alle über das Gleiche sprechen:



    auf dem Bild ist das Magnetventil, dahinter das Expansionsventil (kleiner gebogener Hahn) zu erkennen, das beim Erreichen des eingestellten Drucks das überschüssige Wasser in die Abtropfschale entweichen lässt.

    Pro Espresso fliesst dort, wie von Marcus schon geschrieben, richtig Wasser durch. Ich würde mal pauschal auf die doppelte Menge (Wasser/Espresso) tippen, habs aber noch nicht gemessen.

    Welche Brewtus hast Du denn, das erste oder das aktuelle Modell? Beim aktuellen geht ja auch nur ein Schlauch in den Tank - wie sollte da das Wasser zurück kommen?

    Beim alten Modell (siehe Bild, da fliesst auch kein Wasser) kanns aber durchaus noch anders gewesen sein, das hatte dann im Tank meines Wissens auch noch ein paar Schläuche hängen.

    Gruß
    Peter

  8. #8
    Achim123 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Peter,

    Ich müsste mich schon sehr täuschen, aber der kleine gebogene Hahn ist bestimmt nicht das Expansionsventil. Wenn du mal die Abtropfschale raus nimmst, solltest du in der rechten unteren Ecke ein Loch sehen, dahinter müsste die Justierschraube des Expansionsventils zu shen sein. Kann auch etwas versetzt sein, da mit der Pumpe verbunden, auch mal verschoben sein kann. Bei meinem Modell ist tatsächlich ein zweiter Schlauch, der in den Tank führt, um dort das überschüssige Wasser des Expansionsventils rückzuführen. Den gebogenen Hahn habe ich auch, es kommt auch ab und zu etwas Wasser raus, aber wirklich nur ein paar Tropfen. Ganz genau kann ich es erst sagen, wenn ich das Gehäuse abnehme, aber nach meiner Logik (die kann natürlich auch falsch sein) findet dort das Entlüftungsventil der Pumpe seinen Ausgang.

    Jetzt fäll mir ein, dass du erzählt hast, deine Maschine hat ja einen Umschalter wg. der Option, sie als Festwassermaschine zu betreiben. Offensichtlich wird deshalb bei dir das Wasser des Expansionsventils dort abgeleitet, da beim Festwasseranschluss wohl kein Tank mehr benutzt wird, eben auch nicht für das Bypass- Wasser. Der Hahn ist dann aber nur der Ablass des Wassers.

    Gruß

    Achim
    Brewtus II, vorher ECM

  9. #9
    pefro ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi,

    Und Du bist Dir sicher, das sie Dir keine alte Brewtus I angedreht haben? Keine NoBurn Lanzen, viele Schläuche im Tank...

    Jaja, die Brewtus und die baulichen Unterschiede. Sehr seltsam mal wieder. Also ich bin mir sehr sicher, das es bei mir das Expansionsventil ist, wie geschrieben, bei mir läuft dort während des Espressobezuges einiges an Wasser raus und zwar exakt dann, wenn die 9Bar (oder eben der eingestellte Wert) erreicht werden. Da meine Maschine auch nur einen Schlauch in den Tank hat, von dem das Wasser angesaugt wird, würde es mich auch wundern - Wohin sollte das Wasser sonst? Unter der Maschine läuft auf jeden Fall nichts raus

    Ich mache das nächste mal ein paar Fotos - wir können ja mal nen Thread mit baulichen Variationen der BrewTussen hier machen. Scheint ja jede ein ganz besonderes Exemplar Ihrer Gattung zu sein

    Wenn Du mal Deine Abtropfschale wegziehst, befindet sich an der Front der Maschine ein großer Aufkleber mit Produktionsdatum, welches ist das denn bei Dir? Meine ist September 2006.

    Gruß
    Peter

  10. #10
    sebsei ist offline Erfahrener Benutzer
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    dann muss aus dem Schlauch des Exp.ventils richtig viel Wasser kommen, viel mehr als beim Espressobezug in die Tasse läuft
    Hallo Marcus,
    Danke, das ist doch mal ein praxisnaher und verwertbarer Hinweis. Danach habe ich also noch Luft. Allerdings sollte ich mir dann tatsächlich überlegen, das Wasser in den Tank zurück zu führen. Bereits jetzt passt nur das Abwasser von max. drei Kaffees in die Schale meiner Junior.

    Mittlerweile wird mir auch klar, warum bei sovielen Maschinen die Exp.Ventile ab Werk zugeknallt sind: Die oft unterdimensionierten Abtropfwannen würden sich bei korrekt eingestelltem Druck als völlig praxisfremd erweisen.

    Grüße,
    Sebastian.

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