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  1. #1
    bica ist offline Benutzer
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    Standard Wasserstand besser auf min oder max oder...

    Moin, moin allerseits,
    mich würde interessieren welches Wasserstandsniveau im Kessel die Besitzer der Gastrokisten hier im Forum bei ihren Maschinen bevorzugen. Das Niveau dürfte doch bei den meisten Geräten regelbar sein - mal mit mehr, mal mit weniger Einstellaufwand.
    z.B. Dampferzeugung: gehts mit weniger oder mit mehr Wasser im Kessel besser?
    z.B. Stromverbrauch: Mit weniger Wasser im Kessel ist die Kiste schneller heiß? - oder ist das zu vernachlässigen? Andererseits kühlt sie auch schneller ab...
    z.B. Kalk: verkalkt ein gut gefüllter Kessel schneller oder langsamer, oder ist's egal?
    Grusz, Bica
    La Cimbali M20 A/1 TC mit hydraulischer Gruppe - Alinox Mühle

  2. #2
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    ich gehe mal von Thermosyphonsystemen aus.

    Den Wasserstand stelle ich an der Wassersäule relativ hoch ein.
    Würde die Glassäule 10 Teilstriche haben, so steht das Wasser bei etwa 7-8.

    Ist keine Wassersäule vorhanden, so ist der Wasserstand etwa zwischen 1/2 Füllung und 70 % voll richtig.


    Nach verschiedenen Experimenten an einer 1,5 Liter Kessel Maschine
    fand ich heraus, dass ein sehr hoher Wasserstand bei kleinen Kesseln
    bessere Bezüge liefert.
    Der höchst mögliche Wasserstand ist leider mit weniger Dampfmenge verbunden, da eben weniger Volumen vorhanden ist.



    Bei grossen Kesseln ist der Wasserstand relativ egal, da ohnehin alles relaxter vonstatten geht.
    Allerdings gilt bei allen Wasserstandveränderungen an allen Kesselgrössen die Regel:

    Je geringer der Wasserstand, umso heisser, je voller um so kühler am Brühsieb
    Habe diese Regel schon umgekehrt gesehen, aber meine Erfahrung entspricht der ersteren.

    Ausserdem ist der Energieverbrauch geringer, wenn weniger Wassermenge zu erhitzen ist.

    Die Verkalkung sollte möglichst nicht stattfinden, und dagegen sollten Massnahmen ergriffen werden.
    Also weiches Wasser verwenden.


    Gruß
    Nuova Simonelli Mac Digit 1, Casadio Istantaneo
    Sorry für eventuelle Schreibfehler...

  3. #3
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Meine Erfahrungen mit den Wasserstand in einem 1,2 L Boiler sind ähnlich.
    Je mehr Wasser desto stabiler ist der Espressobezug. (Mehr Volumen das sich erhitzt hat) Der Dampfdruck halt von 1/3 Füllung auf ca. 1/2 auch länger stabil. Was dann über 1/2 Füllung ist keine Ahnung.
    Der Dampf wird je mehr Wasser im Kessel ist feuchter. Was das für Vor oder Nachteile hat weiß ich nicht aus eigenen Test sondern nur vom Hörensagen. Wenn er zu feucht ist soll man nicht mehr so gut schäumen können.
    Die meisten Gastros laufen mir 1/3 bis 1/2 Füllung. Tendenz glaube er zu 1/3. An meiner Uno steht 3,9 L Boiler mit 1,25 L Wasserinhalt.
    Ich würde kleine Boiler (1 bis 2 L) er Richtung 1/2 Füllung füllen und große ( ab 4 L) er Richtung 1/3 Füllung. Mach doch mal Tests und berichte.
    Die Wassermenge du durch den Kessel geht ist die gleiche deswegen sollte die Kalkentwicklung auch die gleiche sein. Nur der Füllrand ist wo anders.
    Gunnar
    Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
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    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
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  4. #4
    schwarzesgold ist offline Erfahrener Benutzer
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    Servusla,
    Ich wusste gar nicht, dass man den Wasserstand verstellen kann, ich dachte, der ist durch die verwendete Wasserstandssonde vorgegeben. Oder muss man eben diese austauschen? Oder an der Elektrikbox schrauben?
    Kann ich bei einer Technika II auch den Wasserstand verändern?
    Jürgen

  5. #5
    scott zardoz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Moin,

    hier geht's um alte Gastromaschinen wo man das noch manuell machen kann. (muss)


    Tuning an jeder Stelle- wenn's funzt warum nicht.


    Gruss



    Scott
    Es dauert Jahre um von Kompliziert zu Einfach zu gelangen!

  6. #6
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    zumindest bei meiner müsste man die sonde auch etwas rausziehen können. so könnte ich den wasserstand auch etwas regulieren.
    gruß, max
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  7. #7
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo!
    Der Wasserstand im Kessel beeinflusst zwei Dinge, 1. den Dampfdruck: mit niedrigerem Wasserstand ist mehr komprimierbares Medium im Kessel, der Dampf wird "trockener" und der Druck hält länger, durchaus für kleinere Boiler interessant, und 2. die Wärmeübertragung an den HX: Im häuslichen Bereich wird bei Zweikreisern meist mit Leerbezügen gearbeitet, nach längerer Standzeit ist die Temperatur unabhängig von dem Wasserstand im HX gleich der im Dampfkessel, auch die Abkühlung durch den Leerbezug unterscheidet sich nicht, die Wiedererwärmung des HX ist aber durch die bessere Wärmeübertragung des Wassers vs. Dampf bei niedrigerem Wasserstand etwas langsamer, wahrscheinlich auch minimal instabiler. Es ist schon mal in anderem Zusammenhang auf einen interessanten Artikel auf Home-Barista.com hingewiesen worden:http://www.home-barista.com/hx-love.html
    Der Nachteil des niedrigeren Wasserstandes könnte also ggfs. mit angepasstem Ritual bei den Leerbezügen kompensiert werden ( länger warten nach Leerbezug ).
    Gruss Roger

  8. #8
    edzard ist offline Erfahrener Benutzer
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    im hinblick auf den dampf ist ein halb gefüllter kessel besser, eben weil wie schon gesagt der dampf trockener ist und man die milch dadurch besser verwirrbelt. man darf nur nicht zu tief gehen, weil sonst die heizung bzw. der wärmetauscher frei liegt. allerdings kann ich das nur bei einer 18 l maschine mit bestimmtheit sagen, bei der kleinen ist der dampf eh feuchter...
    gruß,
    edzard
    Edzard
    DerMuffinMann

  9. #9
    bica ist offline Benutzer
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    Hallo nochmal

    Erst mal vielen Dank für die Antworten und Anregungen. Das mit dem trockenen und feuchten Dampf war mir noch gar nicht bewusst, ist aber einleuchtend.

    Meine Cimbali hat ein Kesselvolumen von 5l. Wieviel Wasser drin ist, wenn die Füllstandsanzeige "max" anzeigt kann ich nur schätzen (Niveau im Schauglas), denke mal so gut 1/2. Bei der Marke "min" dürfte es knapp 1/3 sein.

    Da ich es nach wie vor schwierig finde richtig guten Schaum zu produzieren werde ich mich vielleicht mal ans Experimentieren machen.
    Blöd ist nur, dass die Einstellschrauben für den Schwimmer innen im Kessel liegen und der Niveauregler folglich vom Kessel runter muss (neue Dichtung fällig). Eventuell ließe sich aber auch das Magnetventil für die automatische Kesselbefüllung überbrücken, so dass die Kiste nicht automatisch Wasser nachfüllt.

    Probleme mit einer Überhitzung des Brühkopfs habe ich - auch ohne Leerbezüge - höchstens nach über einer Stunde ohne Bezug. Crema ist dann etwas dunkler und dünner.
    La Cimbali M20 A/1 TC mit hydraulischer Gruppe - Alinox Mühle

  10. #10
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Roger hast du das was du schreibst gelesen oder selber ausprobiert?
    Ich hatte bei dem 1.2 L Boiler mehr Dampf bei 1/2 Füllung als bei 1/3 Füllung. Würde annehmen das die Dampfleistung von null Füllung (kein Dampf) bis 1/2 immer zunimmt und irgendwann wieder abnimmt (nur Wasser kein Dampf). Der Dampf wird wohl immer feuchter (Minimum kein Wasser im Boiler 0 % Wasser im Dampf, nur Wasser im Boiler 100% Wasser im Dampf). Hab ich damals aber nicht bewusst beobachtet. Ob es Nachteile beim schäumen gibt mit feuchten Dampf weiß ich auch nicht. Je trockener der Dampf desto weniger verwässert man die Milch. Zu mindestens bei kleinen Boilern erkauft man sich den trockenen Dampf mit weniger Dampfpower und einer instabileren Maschine. Kleiner Boiler er 1/2 Füllung großer Boiler er 1/3 Füllung.
    Gunnar
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