Hallo,
hier meine Erfahrungen mit meiner neuen Hardware:
Maschine: ECM Technika III
Mühle: Casa Speziale
Schublade: original ECM Sudschublade
Wasserfilter (da in Ffm.-Niederrad sehr hartes Wasser)
Bezahlt: ca. €2.200,-
Ausgemuster:
Pavoni Europiccola (ohne Manometer-Gedöns, vor ca. 23 Jahren aus Italia mitgebracht)
Mühle von Eduscho
Mein „Zielgetränk“: doppelter Espresso
Vorab: ich war mit der Pavoni immer SEHR zufrieden, solange ich immer nur einen doppelten Espresso brauchte und anschliessend ne Pause von mindestens 15 Minuten einlegen konnte (Überhitzung).
Also, es war kein Spontankauf. Seit über einem Jahr habe ich hier im Forum gestöbert, gelesen, Für und Wider abgewogen, mich auf unterschiedliche Maschinen festgelegt, meine Meinung wieder über den Haufen geworfen. Erst glänzend, dann matt, dann wieder Edelstahl glänzend etc. etc. Das einzige, was von Anfang an fest stand, war die Faema-Brühgruppe – die sollte es sein.
Meine Trinkgewohnheiten: Mo. bis Fr. morgens mindestens ein doppelter Espresso, abends gerne noch 1-2, meistens mit Grappa „gedopt“ (ein kleiner Tropfen direkt rein, den Rest aus dem Glas getrunken); Sa. u. So. gerne auch mal 2,3,4 etc. über den Tag verteilt.
Espresso von Mauro -> Special Espresso Mischung (den trinke ich seit Jahren und den wollte ich auch unbedingt weiter trinken).
Für meine Kaufentscheidung war letzten Endes ausschlaggebend, dass ich einen Händler in der Nähe (DA-Griesheim) hatte und dass ich mich ein Jahr behutsam an den Preis gewöhnen konnte.
Lange im Internet gesucht, aber wegen evtl. gesparten 200 – 300 € eine „private, gebrauchte“ kaufen und evtl. auf Garantie verzichten, kommt für mich nicht in Frage (Geiz ist Scheixxe). Ebenso war es nie ein Thema, nicht von einem „Örtlichen“ zu kaufen.
Also, hier mein „Leidensweg“:
27. Dezember: ich sitz im Büro, Langeweile, nix zu tun, also mal wieder ins Internet und natürlich auch nach ECM gestöbert (ebay). Wieder auf den Darmstädter Händler gestossen; die anderen Angebote sondiert und mich dann mit dem Hintergedanken der kommenden Mehrwertsteuererhöhung entschlossen: Heute ist E-Day (E = Espresso). Dann endlich den inneren Schweinehund überwunden und mir selbst eingeredet: Lebbe is zu korz, um irschend einen Mist zu trinken (damit will ich um Gottes Willen nicht behaupten, dass alles Andere Mist ist). Auch habe ich mir gegenüber endlich zugegeben, dass ich eben doch nen „Chrombomber“ will und dass es einer von ECM sein muss. Die italienische Linie kam für mich nicht in Frage, da ich hier viel über Qualität gelesen habe.
Also nen Moment überlegt, gecheckt, wie viel Kohle ich einstecken habe (waren so ca. € 1.000) und mir gedacht: zahlst eh mit Plastik. Also rein ins Auto, Adresse ins Navi und einfach mal kurz nach Grieshein gefahren -> ca. 15 Minuten (arbeite am Flughafen).
Rein in den Laden, der Inhaber kam auch gleich auf mich zu und dann hab ich direkt auf die T3 gedeutet und gesagt: die will ich; mit Casa Speziale und Schublade (wenn schon denn schon). Verkäufer sehr nett, hat mir an einem „offenen“ Modell ohne Verkleidung das komplette Innenleben erklärt. Dann erst mal Espresso aus seine 2-gruppigen getrunken und mir gedacht: wenn du den Zuhause genau so hinbringst, dann ist alles gut.
Nach einer Einweisung sowie weiteren Erklärungen (insgesamt ca. 1 Stunde) kam dann der „unangenehme“ Teil: BEZAHLEN. No Plastic-Money – also ins Auto und ca. nen halben Kilometer an einen Bankautomat, um „Frisches“ zu holen. Zurück, bezahlt, Maschine eingeladen und wieder in die Firma.
Abends: Geil, nen Parkplatz direkt vorm Haus bekommen und alles rein geschleppt, aufgebaut, angeschlossen und dann mit Bedienungsanleitung in Betrieb genommen. Heisses Wasser weg geschüttet etc., genau wie in der Anleitung. Kessel heizt hoch, ausreichend Temperatur, Kaffeepulver hatte ich ja noch, also das grosse Sieb mit einem Auslauf gefüllt und meinen ersten Versuch gestartet. Komisch, rechtes Manometer baut überhaupt keinen Druck auf, braune dünne Brühe kommt gaaaanz langsam raus – und dann noch mehr Brühe, aber nicht aus Siebträger, sondern unten aus Maschine. Küche unter Wasser (übertrieben).
Nächsten Tag Maschine ins Auto und dann wieder nach DA. Maschine aufgemacht, hier gecheckt, dort gecheckt; irgendwann dann gesehen, dass das Überdruckverntil oben am Kessel nicht richtig zumacht und das dort das Wasser rausspritzt, ENTLÜFTET !!!??? Ich dachte, das braucht man bei der T3 nicht mehr. Na ja, egal, mit Druckluft hier und dort reingeblasen (ich dachte immer, Entlüftung wäre das Gegenteil); also, jetzt sollte sie funktionieren.
Nach Hause, wieder aufgebaut, probiert – die gleiche Scheixxe wieder. Der rechte Manometer hatte sich bis dahin noch keinen Millimeter bewegt. Also wieder eingepackt und 2 Tage später wieder nach DA gefahren. Maschine dort gelassen, Samstags drauf wieder hingefahren und Maschine abgeholt. Aussage des Verkäufers: eine Kontermutter war nicht richtig angezogen, so dass sich eine Schraube lockern konnte. Noch´n Kilo Kaffe geschenkt bekommen (egal, nicht meine Marke) und ab nach Hause. Aufgebaut, Kaffee rein, Hebel nach oben – Resultat: ungeniessbar. Jetzt viel rumgespielt, probiert, Mahlgrad verändert, Kaffeemenge geändert – irgendwann hats dann gepasst:
Mit ca. 8 Gramm Espresso pro Bezug (also 16 beim doppelten) und dem Siebträger mit einem Auslauf bekomme ich bei einer Durchlaufzeit von ca. 25 Sekunden einen Espresso, bei dem der braune Zucker auf der Crema liegen bleibt und wie bei einem Capuccino langsam untergeht. Der Druck geht dabei bis auf über 12 Bar hoch. Wichtig: immer erst einen Leerbezug (ich lass dafür den ersten Espresso immer mit dem alten Kaffee weglaufen).
Ergebnis (man sieht den Rohrzucker noch oben drauf):
Milchaufschäumen mit H-Milch einfach; Teewasser ausreichend vorhanden
Einfach Goil
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