Liebe Kaffeegemeinde,
seit Jahren gibt es immer wieder Threads zum Thema Geräuschentwicklung durch Vibrationspumpen, daraus resultierende Schalldämmungen (erstens), thermischen Problemen (zweitens) und Brühdruckdruckproblemen (drittens) bei dieser ansonsten doch wohl auch zurecht sehr beliebten Maschine.
Ich persönlich habe jahrelang gedämmt, temperaturgeregelt, brühdruckoptimiert... nur um dann irgendwann festzustellen, das alles nur Halb- bis Dreiviertellösungen sind.
Nun habe ich etwas gebaut und auch schon lange genug getestet um sagen zu können, daß es aus der Erprobungsphase heraus ist.
Eine externe Rotationspumpenwasserversorgungs- Entsorgungs und Enthärtungsanlage und frage mich, warum ich das nicht schon eher ersonnen habe!
In ein externes Gehäuse habe ich eine Rotationspumpe, einen Enthärter, ein Brühdruckmanometer , einen 5-Liter Frisch- und einen ebensolchen Abwasertank gebaut. Den Frischwassertank habe ich zum Pumpenschutz gegen Trockenlaf mit einem Schwimmschalter gesichert.
Alles in allem (inkl. Tanks, Leitungen, Verbindern... wirklich alles geschilderte) hat mich das rund 250 Euro gekostet, Fehläufe etc. herausgerechnet. Die Qualität meiner Espressobezüge ist nun wirklich kein Vergleich mehr zu vorher.
Die Vorteile auf einen Blick:
Ich kann den Brühdruck auf exakt 9,5 bar einstellen.
Die höhere Fördermenge der Pumpe ermöglicht, die Espressotasse zum Vorwärmen in Bruchteilen der alten Zeit zu befüllen; danach ist die Frischwassertemperatur optimal und der Brühdruck steht sofort, nicht erst nach Sekunden zur Verfügung.
Die Geräusckulisse in db Werten hat sich etwa halbiert, auch weil die Tassen nun nicht mehr auf der Maschine tanzen. Das Geräuch was übrig bleibt ist etwa wie der Vergleich zwischen Zwölfzylinder Jaguar und Trabant. Es klingt edler und ich glaube niemandem, der sagt, daß ihm der Sound seiner Livia/BZ gefällt oder nicht stört. Dämmung hin oder her.
Die Durchlaufzeit liegt nun bei 25 sec. und mein Espresso schmeckt, als hätte ich noch nie zuvor richtigen getrunken.
Kurzum: Die meisten, für die eine solche Lösung in Frage käme, haben sicherlich ein eingeschränktes Budget und/oder wie ich nicht den Mut so teures Equipment zu kaufen, ohne zu wissen, ob es wirklich etwas bringt.
Ich habe nun den Prototypen getestet. Da mir der Wille zur Vermarktung fehlt mein Angebot ans Board: Wir tun uns zu einer Bestellgemeinschaft zusammen und handeln einen Boardpreis für ein Komplettset nach meinem Muster aus. (Pumpe, Pumpenmotor, Enthärter, Manometer, Schutzschalter, alle Verbinder, Schläuche) Damit wäre es selbst dem mäßig Begabten möglich, seinen Schatz zu tunen, da ich nun genau weiß, von wieviel auf wieviel Zoll und mm man wo verbindet...
Ab sofort führe ich eine Interessentenliste. Wenn raus ist, wieviele von Euch zu welchem Preis ganz sicher mitmachen (vielleicht bis Ende Mai?) dann könnte ich einen Preis für ein Paket benennen. Ich würde diesen zunächst bei dem Händler anfragen, mit dem ich beste Erfahrungen gemacht habe. Alternativ könnte ja jemand von Euch woanders eine Preisauskunft besorgen.
Dies noch: Ich bin weder Händler noch handle ich im Auftrag eines solchen. Mich treibt nur die Begeisterung des Ergebnisses und weiß, dass viele hier ähnliche Wünsche haben. Ich habe mit Trial and Error rausgefunden, wie man unserer Maschine die letzten Schwächen austreibt und würde diese Wissen gerne zur Verfügung stellen.
Freue mich nun auf Postings! Alex
Der Schutzschalter wird gerade durch einen kräftigeren ersetzt, deshalb die unprofessionelle Überbrückung. Der untere dünne Shlauch, der das Bild nach rechts verläßt ist die Druckleitung fürs Frischwasser, der dicke, der oben in den rechten Tank mündet der Abwasserschlauch, der zur Abtropf (nun Ablauf-)schale führt.
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