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  1. #1
    KardinalWest ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Mit La Pavoni zum perfekten Bizeps?

    Hallo Zusammen!

    Um den zahlreichen blöden Bemerkungen gleich zuvor zu kommen:

    JA - Ich habe mich im Vorfeld informiert und
    JA - Ich habe mir trotzdem eine Pavoni Professional angeschafft.

    Ergo: Ich wollte es so!

    Dass ich nach zwei Wochen experimentieren noch Meilenweit von der Herstellung eines halbwegs passablen Espresso bin ist mir klar und war im Voraus auch so kalkuliert. Ich habe mir allerdings zu zahlreichen Beiträgen a la "Armdrücken bis der Hebel bricht" hier im Board so meine Gedanken gemacht und mal meinen Taschenrechner abgestaubt...


    Jetzt mal augehend von meiner Maschine:

    Mit einem anhand der Dimensionen von Sieb und Brühgruppe geschätzten Durchmesser des Kolbens von ca. 5 [cm] und einem geforderten Druck von 9 [bar] = 9*10^5 [N/m²] ergibt sich an der Kolbenstange eine aufzubringende Kraft von F1=p*A=9*10^5*0,025^2*pi=1767 [N].

    Die Kolbenstange ist in einem Abstand von 2,5 [cm] vom Drehpunkt des Handhebels befestigt, der gesamte Hebel ist 28 [cm] lang. Da es unwahrscheinlich ist, dass der Hebel ganz am Ende gefasst wird, habe ich die Krafteinleitung der Einfachheit halber mal in der Mitte des Griffstücks (4,5 [cm] vom äußeren Ende) angenommen.

    Um einen Druck von 9 [bar] am Sieb zu erzeugen muss also mit einer Kraft F2=2,5*F1/23,5=188 [N] am Hebel gedrückt werden, was einem am Griff befestigten Gewicht von ca. 19 [kg] entspricht.

    Meiner Meinung nach ist das schon etwas weit entfernt von "am Hebel ziehen bis sich der Boiler verwindet". Jetzt die Frage an alle Handebelfreaks da draussen: Hab ich mich in der Eile irgendwo verkalkuliert? Spielen am Ende noch ganz andere Faktoren eine Rolle? Oder noch wichtiger: Hat mal jemand nachgemessen wieviel Kraft am Hebel nötig ist, um 9 bar Druck zu erzeugen?

    Ich gehe jetzt auf alle Fälle erst mal meinen Bizeps trainieren und mach mir einen Espresso =)

    Grüße - Tom

  2. #2
    PeterHH ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ist zwar keine Pavoni aber Bizeps und Verformungsarbeit werden geboten:

    http://www.home-barista.com/gaggia-a...de-videos.html



    Ich find's immer wieder gut.

    Peter

  3. #3
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    tom,

    deine beeindruckenden berechnungen in ehren; erlaube mir die offenkundigste aller fragen: hast du deiner pavoni eine mühle zur seite gestellt? denn weder physikalische kenntnisse von einstein'schem noch mathematische von fermat'schem format vermögen die bedeutung einer mühle hinreichend zu kompensieren.

    ansonsten - und als besitzer einer lediglich federvorgespannten elektra micro casa: ja, die kraft, die da auf den hebel wirkt, vermag das maschinchen ganz schön aus dem lot zu bringen.

  4. #4
    bamf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von PeterHH
    Ist zwar keine Pavoni aber Bizeps und Verformungsarbeit werden geboten
    irgendwie macht mir der typ angst...
    +++Maschinen: Carimali Uno & BFC Classica +++ Mühlen: Rossi RR45 & La Cimbali Cadet +++
    die alten espressotutorials
    newbies hier klicken - kaffeewiki

  5. #5
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Der Typ mit der Achille -hm- kein Kommentar....

    Ansonsten komt das mit den 19 kg Masse wahrscheinlich hin.

    Das ist aber weniger als man annimmt. Beim Trizepsdrücken am Seil macht ma eine ähnlich Bewegung nur ohne Gegenhalten. Da sind 40 kg kein echtes Problem. Mit Gegenhalten (und das macht der Typ) ist das kein Problem. Mit der dicken Flauze die der hat, bringt der locker 50 kg auf den Hebel...

    Bei der Pavoni gehts auch mit weniger....


    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

    LM GS/3 + ASTORIA AEP1 (Büro) LIVIA 90 (davor) + BRASILIA America 2gr. + La Pavoni Mignon + LSM 85-16 M Practical Metronic (ex Projekt)
    Demoka 203 + Mazzer SJ + Mazzer Mini M
    I-Roast

  6. #6
    Achim123 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Re: Mit La Pavoni zum perfekten Bizeps?

    Zitat Zitat von KardinalWest
    Hallo Zusammen!

    Um den zahlreichen blöden Bemerkungen gleich zuvor zu kommen:

    JA - Ich habe mich im Vorfeld informiert und
    JA - Ich habe mir trotzdem eine Pavoni Professional angeschafft.

    Ergo: Ich wollte es so!
    Da musst ich jetzt richtig lachen - Gute Idee von dir!

    Erstmal, herzlich willkommen im Board der Kaffee und Espresso Freaks. Zu deiner Pavoni habe ich folgendes beizusteuern: Dank eines sehr netten Boardmitglieds (Danke an Frank), habe ich nun ebenfalls das Glück eine Handhebelmaschine zu besitzen.

    Eine Pavoni Europiccola Lusso.

    Die diversen Beiträge zu diesen Maschinen waren für mich vor allem eine Herausforderung, abgesehen von dem Umstand, dass mir die Optik dieser Maschine schon immer gut gefallen hat, einmal einen Espresso aus so einer Maschine machen zu können. Dieses Wochenende war es soweit: der erste Versuch zeigte unerwartet gute Crema, aber leider zu dunkel- hatte vorher zwei Leerbezüge gemacht und damit wohl die Temperatur der Brühgruppe schon zu hochgepuscht. Das mit der zu hohen Temperatur wird ja auch hinreichend oft beschrieben, daher hatte ich auch nicht mehr erwartet. Nachdem die Maschine abgekühlt und neu gestartet war der zweite Versuch: was soll ich sagen- zu meinem eigenen Erstaunen gelang mir damit auf Anhieb ein fast perfekter shot.

    Den Druck auf den Hebel habe ich natürlich nicht gemessen, würde aber rein gefühlsmäßig auf etwa 15 Kilo schätzen. Kaffeemehl habe ich unverändert zu meiner Brewtus - Einstellung übernommen, ebenso wie den Tamp- Druck.

    Mein Fazit: ging viel leichter als ich befürchtet hatte, muss aber dazusagen, dass mir wohl die Einstellung meiner Mühle hier schon einiges abgenommen hat. Bei meiner Brewtus brauche ich ja glücklicherweise auf nichts anderes mehr zu achten als auf den richtigen Mahlgrad und den justiere ich natürlich haargenau, da hier die Unterschiede am deutlichsten ausfallen.

    Hoffe das hilft dir ein wenig zum perfekten shot zu gelangen.

    Gruß,

    Achim
    Brewtus II, vorher ECM

  7. #7
    KardinalWest ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ old harry => Hab mich nach eingehender Recherche hier im Forum zum Einstieg in die Materie für die Ascaso I-mini entschieden (Danke nochmal an Marcus/nobbi - schneller wärs wohl echt nicht gegangen!) Die Mühle ist hat auch den Anstoß für diesen Thread gegeben:

    Musste natürlich ausprobieren wie fein sie denn mahlen kann.
    Nachdem sich auch mit größtem Kraftaufwand kein Wasser durchs Sieb befördern ließ wurde mir klar, dass ich übertrieben habe. (Unnötig zu sagen, dass ich den Siebträger (wieder einmal) zu früh gelöst habe...)

    Bei der anschließenden Reinigung der gesamten Küche machte ich mir dann so meine Gedanken, wie lange meine Maschine diese Behandlung ertragen würde, bevor ich trotz Gegenhalten den ganzen Aufbau vom Sockel reiße.

  8. #8
    Espressoaddict ist offline Erfahrener Benutzer
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    Tut mir leid, dass ich grad vor meinem PC abgebrochen bin, aber willst du mir gerade erzählen, dass dein Kaffee mit X-Bar durch die Küche geschossen wurde? (Ich kanns Dir nachfühlen, da die Aroma einen Konstruktionsfehler hat: Wenn du größer als 1,90 bist, dann verdeckt der Drehknopf Dampf den Schalter für den Dampf und wenn du dann den Siebträger abziehst...)

    Aber das Ergebnis ist wahrscheinlich nicht annährend so, wie deins.
    Viele Grüße,

    Markus


    Kaffeewiki der junge Kaffee-Netzer zuerst lesen wird. Ausbildung er beenden muss! Alle anderen Antworten im Kaffee-Netz er finden kann.

    duettolsm85epracticalminieiminilm1er


  9. #9
    KardinalWest ist offline Erfahrener Benutzer
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    Naja X-bar waren es wohl nicht mehr. Habe mit dem Lösen des Siebträgers schon gewartet, bloß scheinbar nicht lange genug...

    Ausserdem fällt mir gerade ein, dass sowieso maximal der Kesseldruck anliegen kann, wenn der Hebel nicht weiter nach unten gedrückt wird - oder??

    Und die Küche musste sowieso mal wieder gewischt werden

  10. #10
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Der Kesseldruck ist durch die obere Dichtung vom ST getrennt, Wasser läuft nur ein wenn der Kolben oben ist, dann ist Kesseldruck auf dem Puck. Es ist schon der Brühdruck, der da abgebaut werden muss. Wenn man den Hebel nach dem Bezug wieder zu 2/3 hoch macht das eben kein neues Wasser einströmt, kann man den ST sofort ganz vorsichtig herausdrehen, zischt nur kurz, es fliegt aber nichts. Gerade noch mal ausprobiert.( Je feiner gemahlen desto zisch )
    Gruss Roger

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