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  1. #1
    bicilindrico ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Brühdruck bei Oscar zu hoch oder was mache ich falsch?

    Jetzt habe ich mehrere Kaffeesorten durchgetetestet (zuletzt das Probierpaket von Faust) und stelle überall folgendes fest: die Crema ist vorhanden, gleichmäßig gefärbt und bleibt auch lange in der Tasse bestehen, ist aber sehr dünn (max. 2 mm). Um zu einer Durchlaufzeit von 25 sek. für 30 ml zu kommen, muß ich den Mahlgrad superfein einstellen(dann müssen bei meiner Demoka 203 sogar die Begrenzungsschrauben raus, kurz vor dem Scheibenklirren) und 14,5-15 gr. im Doppio nehmen und dazu tampern mit deutlich mehr als 15 kg. Dann passen Zeit und Menge, aber ich habe jedesmal Chanelling im Puk.
    Und wenn ich normalen Mahlgrad einstelle um kein Chanelling zu bekommen, dann habe ich die 30 ml in 10-15 sec. voll (mit entsprechendem Ergebnis: dünne crema, dünner Geschmack) und kein mäuseschwänzchen, sondern einen Wasserfall aus dem ST.
    Jetzt habe ich mich mühsam durch alle Threads zu diesem Thema geplagt und das mysteriöse, da in jeder Oscar wohl anders verbaute Expansionsventil als üblen Verantwortlichen ausgemacht. Das Expansionsventil selber einstellen kann ich nicht, da ich keinen Brühdruckmesser habe. Wer macht so was? Oder an was könnte es noch liegen? Übrigens: Die Oscar ist das neue Modell (mit dem schiefen ST-Griff).

  2. #2
    heyhan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    mal noch ne Frage an Dich: Nimmst Du 14 Gramm in Kombination mit 30ml oder 60ml?
    Das Boardmitglied ChristianK hat hier einen Bericht zum Umbau verfasst.
    http://www.kaffee-netz.de/board/view...ighlight=oscar

    Aber den kennst Du wahrscheinlich schon. Das Problem bei der Modifikation ist, dass die Auffangschale mit dem Restwasser nach 5-6 Doppios voll ist, da sehr viel Wasser direkt dorthineinwandert. Das hat mich bisher abgehalten...

    Ansonsten habe ich die gleiche Kombi wie Du und das gleiche Problem mit dem Channeling. Zuvor mit einer brühdruck-modifizierten CC war es wesentlich besser... Ich denke also auch, dass es am Brühdruck liegt.

    Grüße,
    Hannes

  3. #3
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    wie wär's mit einem festabwasser-mod? sowas hab ich schon bei ein paar ami-silvias gesehen. einfach ein loch in die schale schneiden, einen schlauchanschluss draufschrauben und los geht's.
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
    astoria jun1, sm90, rocky d, eureka giotto "s.d.", rancilio md50, mahlkönig brasilia, krups t8, aeropress, karlsbader, alfredo 9016 (v1.0), delonghi ick 5000
    z.Zt. i.d.M.: quijote oh, harvey! espresso, quijote zamora filter

  4. #4
    bicilindrico ist offline Neuer Benutzer
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    30 ml pro Tasse, beim Doppelsieb also 60ml. Genau diese Schrauberei an der Brühgruppe und am Ventil wollte ich mir eben sparen und daher die Frage: wer macht so was? Espresso XXL? Oder evtl. jemand hier vom board? OVP ist vorhanden, d.h. ich verschick die Oscar auch. Ansonsten im Raum Schwaben/Oberbayern komme ich auch gerne vorbei.

  5. #5
    rafiffi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Oscar

    Hallo,

    Es gibt 2 Möglichkeiten:

    1. und beste Methode :1/8"-Bypass direkt nach der Vibpumpe eingeschraubt mit Schlauch zurück in den Tank. Es gibt ein 4-Kantloch im Eck, da kann man durch. Bypass abregeln auf 9,5bar-10bar

    2. Möglickeit Festwasser kit Umbaukit ist seitens NS erhältlich und Tausch EX-Ventil. Nicht wirklich ideal , da viel zuviel Wasser abgeregellt werden muß.
    Da das EX-Ventil im Heisswasserbereich sitzt und der Thermosyphonkreis beeinflußt wird eher nicht praktikabel .

    Reinhold
    Espressolutions con Passione
    LM GS3/Strada MP , Eureka Mythos, Mazzer Robur E, KN800, Marco Überboiler, Marco/Mahlkönig Tanzania custom

  6. #6
    heyhan ist offline Erfahrener Benutzer
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    219

    Standard Re: Oscar

    Zitat Zitat von rafiffi
    1. und beste Methode :1/8"-Bypass direkt nach der Vibpumpe eingeschraubt mit Schlauch zurück in den Tank. Es gibt ein 4-Kantloch im Eck, da kann man durch. Bypass abregeln auf 9,5bar-10bar
    DAS klingt doch wirklich gut! Das würde ich gerne so machen. Ne kurze Recherche bei XXL hat mir nur Bypasse gezeigt die 180+ kosten
    Das ist wohl nicht gemeint. Hat irgendwer ne Ahnung welche Teile man konkret dafür benötigt?

    Grüße,
    Hannes

    P.S. @rafiffi: Viel Spass im Urlaub, Reinhold!

  7. #7
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Mit Bypass meint Reinhold ein OPV ( Over Pressure Valve = Überdruckventil ) auch als Expansionsventil eingesetzt. Preiswert und sehr gut ist Bestellnummer: 529329_4 von XXL, Du benötigst dann noch ein 1/4 " T Stück und entsprechende Adapter für den Pumpenausgang ( 1/8" ) und die weiterführende Leitung ( 1/8 " ) und natürlich Silikonschlauch als Ableitung in den Tank.
    Gruss Roger

  8. #8
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Re: Oscar

    Hallo Reinhold,

    Zitat Zitat von rafiffi
    1. und beste Methode :1/8"-Bypass direkt nach der Vibpumpe eingeschraubt mit Schlauch zurück in den Tank. Es gibt ein 4-Kantloch im Eck, da kann man durch. Bypass abregeln auf 9,5bar-10bar
    hast Du so einen Umbau schon gemacht und auch eine Weile die Ergebnisse beobachten können? Ich habe den Umbau dieser Art nicht gemacht, weil ich mir gut vorstellen kann, dass dann zu wenig Wasser durch den HX läuft und das Wasser was noch durchläuft zu heißt wird. Deshalb müsste man dann den Druck im Kessel senken und der Dampf würde kälter und nasser werden. Soviel zu meiner Theorie.

    Da das EX-Ventil im Heisswasserbereich sitzt und der Thermosyphonkreis beeinflußt wird eher nicht praktikabel .
    Was passiert hier Deiner Meinung nach genau?

    Grüße
    Christian
    Neues Expansionsventil der Oscar Warmwasser<-->Kaltwasser
    Restaurierung La San Marco 85-16
    LM GS/3 - Mazzer Kony-E - Compak K3

  9. #9
    heyhan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    @Bubikopf:
    Gibt es einen speziellen Grund warum Du die 1/4" Variante nennst? Es gibt da ja auch noch die 1/8" Version eines Expansionsventils (529329_4). Da könnte man sich die Adapter sparen, allerdings wäre eine der rückführende Silikonschlauch dann 6mm anstatt von 8mm. Ist das zu wenig??? Was meinst Du mit der weiterführenden Leitung?

    Habe mal eine Skizze hingekritzelt wie ich das verstanden habe.
    http://wwwcip.informatik.uni-erlange.../oscar_mod.pdf

  10. #10
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo Christian!
    Nehmen wir mal für die Oscar eine Ulka EX5 an und 12,5 Bar werkseitig eingestellten Brühdruck ( am Expansionsventil ). Mahlst Du den Kaffee so das Du bei einen Doppelten 2ml/ Sek beziehst ( 120ml / min ), leistet die Ulka etwa 12,5 Bar, es fließt kein Wasser in die Abtropfschale, 2ml /sek durch den Wärmetauscher. Bei einem Single mit 1ml/sek baut die Ulka max 13,5 Bar auf, das Expansionsventil öffnet und 1ml/sek fließt in die Abtropfschale. Durch den HX fliessen wieder 2ml/ sek, die Durchflußrate und somit die Temperatur bleibt beim Single und Doppio gleich.
    Jetzt reduzieren wir am Expansionsventil der Oskar auf 9 Bar Brühdruck ( Auslösedruck ). Bei 9 Bar liefert die Ulka etwa 260ml/min also ca 4,5ml/sek. Wenn der Mahlgrad wieder für 1ml/sek bzw 2ml/sek angepasst wird, fließt beim Single 1ml/sek durch den ST, 3,5ml/sek in die Abtropfschale und 4,5ml/sek durch den HX, beim Doppio 2ml/sek durch den ST, 2,5ml/sek in die Abtropfschale und 4,5ml/sek durch den HX. Die Flussmenge durch den HX ist abhängig vom eingestellten Brühdruck am Expansionsventil, Doppio und Single haben aber konstante Temperatur, Die höhere Flußrate im HX bei niedrigerem Brühdruck muss und kann durch eine Erhöhung des Kesseldrucks ausgeglichen werden. Einzig die sehr große Menge Wasser die in die Abtropfschale läuft, spricht gegen das Ex-Ventil im Heisswasserkreis.
    Jetzt lassen wir das Expansionsventil der Oskar auf 12,5 Bar und bauen ein OPV in den Kaltwasserbereich vor den HX. Es passiert genau das gleiche wie mit dem OPV an der Brühgruppe, mit dem einzigen Unterschied, das die Flussrate durch den HX gleich der Flussrate durch den ST ist, die Ableitung des Überdrucks geschieht im Kaltwasserbereich, die Verhältnisse sind dabei gleich. Fließt beim Doppio nun 2ml/sek durch den HX und bei Single nur 1ml/sek, ist es klar, das auch die Temperaturen von Single und Doppio unterschiedlich sind. Da man aber nicht bei jedem Shot den Kesseldruck anpassen kann, kann man den geringen aber spürbaren Temperaturunterschied durch unterschiedlich lange Leerbezüge kompensieren, für einen Single etwas länger um den HX etwas mehr abzukühlen. Der Vorteil ist, dass das überschüssige Wasser in den Tank zurückgeleitet wird und der Kesseldruck im Bereich der Werkseinstellung bleiben kann.
    1. und beste Methode :1/8"-Bypass direkt nach der Vibpumpe eingeschraubt mit Schlauch zurück in den Tank.
    Ideal für die Oskar wäre also ein einstellbares Expansionsventil an der Brühgruppe mit Festwasser für Zu-und Ablauf zu kombinieren bei leicht erhöhtem Kesseldruck.
    @heyhan!
    Ich habe die 1/4" Version in meiner Bezzi, die 1/8" Version ( B.Nr.529329_8 ) soll nicht ganz so gut funktionieren ( high end ), sollte aber an der Oscar reichen, ich hab das 1/8" Ventil noch nicht selbst ausprobiert. Würde Platz und ein Red-Stück sparen. Der dicke Schlauch in meiner Bezzi ( 6mm innen ) ist schon ein wenig sperrig, 5mm innen sind für den Ablauf ausreichend und würden an dem 1/8" Ventil auch passen ( stramm aufziehen und mit Kabelbinder sichern ). Mit der weiterführenden Leitung meine ich die die jetzt auf der Pumpe sitzt und zum HX führt ( bzw zum Abzweig HX-Kessel ). Die Pumpe hat ausgangsseitig ein 1/8" Innengewinde, das T-Stück sollte auch 3 Innengewinde haben, Du brauchst also eine Verbindung 1/8" außen-außen,einzig das Red-Stück für die Weiterleitung 1/8" außen würdest Du sparen. Für die Ableitung in den Tank würde sogar ein 4mm Silikonschlauch reichen ( strömungstechnisch ).
    Gruss Roger

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