Hallo zusammen,
nach einigen Tagen des Rumstöberns bin ich jetzt bereit, mit meinem Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen
Seit 5 Jahren sine meine Holde und ich stolze Besitzer einer Saeco Cafe Crema. Ich erzähle euch ja nichts neues, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, daß sie zwar einen ganz ordentlichen Schümli produziert, beim Espresso aber mehr oder weniger versagt (er wird einfach zu dünn). Den Schümli mache ich übrigens aus Espressobohnen, da er mir sonst zu schlapp schmeckt. Capuccino mache ich fast überhaupt nicht. Nicht weil ich ihn nicht mag, sondern weil mir für die tägliche Grundversorgung der Große Schwarze einfach mehr liegt.
Da seit einer Weile die Saeco leichte Ausfallerscheinungen zeigt (trotz Entkalkung mal heißer und mal lauwarmer Kaffee) spiele mit dem Gedanken, einen Nachfolger zu beschaffen, auch wenn sich das Problem sicher leicht beheben ließe.
Kleiner Einschub wegen des hierso oft bemängelten hohen Wartungsaufwandes bei VA: außer einem Defekt bei der Wassermengenmessung (keine Ahnung wie das korrekt heißt) innnerhalb der Garantiezeit gab es bisher absolut keine Probleme. Bei ca. 10 Bezügen pro Tag (schreckliches Wort übrigens) reicht es, die Brühgruppe alle paar Wochen mit heißem Wasser zu spülen und das Innere auszuwischen. Tropfschale und Satzbehälter kommen in die Spülmaschine. Hin und wieder mal mit Zitronensäure entkalken, und das war's. Keine Reinigungstabletten oder änlicher Schnickschnack sind notwendig. Doch das nur am Rande...
Die Idee zu einem VA kam usprünglich von meiner Frau, weil sie das Prinzp "Kaffee auf Knopfdruck" so begeisterte. Aber selbst ihr schmeckt der Schümli manchmal zu wässrig und sie zieht den Filterkaffee aus dem Büro (immerhin Fairtrade Bio) vor. So schlimm finde ich's zwar nun doch nicht, aber daraus schließe ich, daß es Sinn hat, sich nach einer Alternative umzusehen.
Von der Überlegenheit der Siebträger, was die Qualität des Espressos angeht, braucht mich niemand zu überzeugen. Ich trinke ihn eigentlich sehr gerne, habe in den letzten 5 Jahren aus dem oben genannten Grund vielleicht gerade mal 10 Stück selbst gemacht. Ich brenne darauf, mir auch mal einen "richtig guten" Espresso selber machen zu können. Für die Grundversorgung und zum Frühstück sollte die Maschine aber auch in der Lage sein, einen ordentlichen "Kaffee" zu bereiten. Das ist besonders meiner Frau sehr wichtig. Muß man bei der Wahl eines ST da auf irgendetwas achten oder ist das generell kein Problem?
Nach ausgiebigem Forenstudium wäre mein Favorit eigentlich die allseits beliebte Silvia. Da man natürlich auch eine ordentliche Mühle braucht, würde das zusammen preislich aber in Regionen jenseits der Schmerzgrenze kommen. Die Gaggia Classic scheint mir als Alternative auch eine Überlegung wert zu sein. Wie ist die Qualität der Demoka M-820 einzuschätzen? Sie ist ja relativ günstig zu haben, wenn auch selten auf dem Markt. Die Cappucino-Bereitung soll ja nicht das Gelbe vom Ei sein, aber das wäre bei uns nebensächlich.
Dann ist da natürlich das Problem mit der Bedienung. Kaffeekochen ist normalerweise meine Angelegenheit, und mir selbst würde es nichts ausmachen, mich erstmal in die doch etwas kompliziertere Handhabung eines ST einzuarbeiten. Aber ich mann mir nicht vorstellen, daß sich meine Teuerste in meiner Abwesenheit mit Mahlen, Tampern und Timing des Wasserflusses rumplagen möchte... Das ist wohl das eigentliche Dilemma.
Ich bin gespannt auf eure Tps!
Viele Grüße,
der anonyme Koffeiniker


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