AW: Vakuumbrühen
Ich besitze schon viele Jahre auch eine Bodum Santos für die Herdplatte. Sie gefällt mir nach wie vor sehr gut, und der Brühvorgang ist für den Laien verblüffend und schön.
Aber ich bin nicht wirklich zufrieden. Wenn der Kaffee den richtigen Mahlgrad hat, so dass das Gerät richtig funktioniert, schmeckt mir das Ergebnis zu dünn, auch wenn man sehr viel Pulver einfüllt. Der Oberteil und das Ventil sind leicht zu putzen, die Glaskanne aber nur sehr schwer bis eigentlich nicht wirklich.
Erfunden wurde das System in den 1830er Jahren, aber es gab Probleme mit den Glasteilen, da es damals noch kein Borsilikatglas gab. Und die Ausführungen aus Metall waren zwar sicherer, aber nicht so beeindruckend. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden sie aus feuerfestem Glas in den USA z.B. von der Firma Cona produziert. Die wurden, wie schon im Biedermeier, mit einem Alkoholbrenner betrieben.
Forummitglied Walter hat so ein amerikanisches Gerät:

Er schreibt darüber:
"Aufgrund der Unterdruckextraktion und der Filterung mittels Glasstab entsteht ein sehr feingliedriger, fragiler Kaffee, die Zubereitung eignet sich daher besonders für Sorten mit fein differenzierten Aromen. Und eine Attraktion für interessierte Besucher ist es allemal, da werden Assoziationen zur Al-(chemie) geweckt..."
Für "Nicht-Espresso-Kaffee" verwende ich eine kleine und eine große Pressstempelkanne, und die kann ich wirklich empfehlen. Der beste "Nicht-Espresso-Kaffee", den ich bis jetzt getrunken habe.
Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini
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