Hallo liebe Kaffeejunkies,
nachdem ich jahrelang einen Saeco-VA benutzt habe, habe ich mir nun zu Weihnachten endlich einen Quickmill 5000 VA gegönnt. Es ist das Modell "Professional SX", mit Edelstahlgehäuse, Tassenablage und integriertem Manometer. (Einen Bezugszähler hat die anscheinend nicht, jedenfalls habe ich keinen gefunden. Ist da womöglich im Innern einer versteckt? Frage nur aus Neugierde, ist aber nicht wichtig für mich.)
Meine ersten Versuche, einen guten Espresso zu produzieren, verliefen etwas verwirrend für mich:
Ich benutze den Martella Maximum Class. Bei Lieferung war die QM auf einen Mahlgrad von 4.5 und eine Kaffeemenge von ca. "11 Uhr" eingestellt. Damit habe ich aber nur dünne Brühe fast ohne Crema produziert. Also als erstes den Mahlgrad reduziert. Dabei mein erstes Rätsel: Im Manual steht, man "sollte" das nur bei laufender Mühle machen. Mal abgesehen davon, dass ich da ja ne ganze Menge Bohnen opfern müsste (man kann ja nur recht langsam drehen), kann ich den Regler ja aber nur bei geöffneter Tür bedienen, was bekanntlich zur Abschaltung der Maschine führt. Ich kann mir nun kaum vorstellen, dass QM erwartet, dass ihre Kunden den Türkontakt überbrücken. Also schließe ich daraus, dass die Vorschrift im Manual nicht so ernst zu nehmen ist. Was meint ihr?
Jedenfalls habe ich dann den Mahlgrad schrittweise und vorsichtig bis jetzt auf 1 eingestellt. Und die Mehlmenge auf 12 Uhr erhöht. Mit dieser Einstellung kommt schon ganz schmackhafter Espresso mit annehmbarer Crema raus, aber ich bilde mir ein, dass es noch nicht das Optimum ist. Also würde ich gerne noch etwas weiter drehen wollen.
ABER:
1. Nach dem nächsten Türöffnen nach ein paar Versuchen fand ich eine recht große Menge vergeudetes Kaffeemehl vor. Also ist die Menge wohl bereits jetzt zu hoch. Aber im Forum las ich oft, dass die Leute ihre QM mit Mengeneinstellung um 3 bis 4 Uhr betreiben, anscheinend keiner bei nur 12 Uhr. Das passt überhaupt nicht zusammen.
Sollte ich die Menge im Zylinder mal bei geöffneter Tür (und überbrücktem Kontakt) inspizieren? Was wäre denn eine optimale (maximale) Menge? Kann mir das jemand in Worten beschreiben?
2. Das Manometer hat einen Druckbereich von 0 - 16 bar. Der Bereich von 0 - 8 bar ist auf der Skala mit weißer Farbe hinterlegt, der von 8 - 10 bar mit grüner, der von 10 - 16 bar ist rot. Im Manual steht davon nichts (da steht ohnehin nicht viel...), aber ich interpretiere das mal so, dass der Druck im grünen Bereich sein sollte. Aber bereits mit meinen obigen (nach meinem Gefühl eigentlich noch zu "schlappen") Einstellungen von Mahlgrad 1 und Menge 12 Uhr erreiche ich einen Maximaldruck von 12 - 13 bar! Ist das schlecht für die Maschine? Ich fürchte, wenn ich weiter die Werte so einstelle wie ich eigentlich möchte, fliegt mir das Ding womöglich um die Ohren.
Was meint ihr dazu?
Ach ja, noch ne Frage: wie bestimme ich eigentlich die Extraktionszeit korrekt? Starte ich mit der Zeitmessung bereits dann, wenn der Druck gerade *anfängt*, sich aufzubauen?
Ich hoffe, ich kriege das mit eurer Hilfe in den Griff.
Schöne Grüße,
Uwe


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