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  1. #1
    Sirrah ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Hallo,
    ich habe mich jetzt monatelang durchs Internet gelesen und drehe mich immer noch im Kreis. Je mehr Infos ich bekomme, desto schlimmer wirds.

    Einerseits trinke ich nur wenig Kaffee (max. 2-3 Tassen pro Tag), aber andererseits steigt der Wunsch nach mehr Qualität in der Tasse. Mit der aktuellen Ausrüstung bin ich am Limit. Mehr geht nicht, ich könnte nur noch mit den Bohnen spielen, aber durch die geringen Mengen ist die Beschaffung ein echtes Problem. Versand ist teuer und die Erzeugnisse eines Rösters, die ich maximal 1 Woche alt in kleinen Mengen bei einem Bäcker im Nachbarort kaufen kann, schmecken mir einfach nicht.

    Auf Besuch und Mann muss ich keine Rücksicht nehmen, die wären auch mit Nescafe und fertigem Bauschaum aus der Tüte zufrieden. Der Rest trinkt nur Decaf Filter oder irgendein Kapsel / Pad-System. Für die werde ich langfristig bei der Nespresso und dem Herdkocher bleiben. Perlen vor die Säue muss wirklich nicht sein und selbst der Nespresso ist eigentlich überdimensioniert.

    Aus der Herdkocherei habe ich gelernt, daß der Grad zwischen Ekelplörre und trinkbar sehr schmal sein kann. Die größten Bedenken habe ich bei einem Siebträger, daß ich einen zickigen, unberechenbaren erwische, der die Zubereitung zu einem reinen Glücksspiel werden lässt und bei dem ich mich hauptsächlich damit beschäftigen muss, die Fehler der Maschine auszugleichen. Die würde dekorativ in der Küche verstauben.

    Milchschaum hat keine Priorität. Mein Mann liebt den Schaum aus der Tuttocrema und ich möchte eher pur trinken. Also würde ein Einkreiser eigentlich reichen.

    Was finanziell momentan geht, wären Maschinen im Einsteigerbereich. Ich möchte aber eine Maschine, die möglichst konstant arbeitet und deswegen habe ich die Silvia für mich ausgeschlossen. Was mir momentan gefallen würde, wären die Gaggia Classic oder die New Baby Class. Letztere wäre mir optisch lieber, das schwarze Plastik sieht doch ziemlich billig aus.

    Die große Frage wäre aber: Sind die beiden was die Zubereitung angeht technisch gleichwertig oder ist eine der beiden besser / zuverlässiger / gleichmässiger? Ist es bei diesen einfachen Maschinen trotzdem möglich, mit Wasserdruck / Temperatur zu spielen oder muss man mit dem leben, was sie gerade ausspucken?

    Kann ich in der Einsteigerklasse überhaupt eine Maschine finden, die mir möglichst konstante Bedingungen zum Üben liefert oder muss ich dazu höher einsteigen?

    Wo haben diese Maschinen im Vergleich zu den besseren ihre Grenzen oder sind letztlich Bohnen und Mühle wichtiger?

    Vielen Dank.
    LG
    Sirrah

    BZ02 (brühdruckreduziert dank Isomac OPV), Gaggia Classic (brühdruckreduziert, Silvia Dampflanze), Compak K3 Touch, Zassenhaus Santiago, De Longhi EC 330 S (für E.S.E.)
    -----------------------------------------------
    Ex: Ascaso i-mini
    -----------------------------------------------

  2. #2
    unclewoo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Die Gaggias sind top Einsteigermaschinen und lang bewährt in vielen Haushalten. Auch ich trinke seit Jahr und Tag aus Gaggias und bin damit hochzufrieden. Baby und Classic sind im Grunde gleich, da entscheide mal nach Design und Gefühl - aber vom schwarzen Plastik kann ich bei aktuellen Classics wenig erkennen. Temperatursurfen und ähnliche Spielereien kannst du auch damit machen - aber nötig für guten Espresso ist es nicht. Höchstens einmal ganz am Anfang den Brühdruck verstellen - geht schnell, wird in der Kaffeewiki beschrieben, fertig. Mehr als Gaggia braucht man nur, wenn man: Oft mehrere Espressi/Cappuccini nacheinander bezieht, Bammel vor dem Aluboiler hat oder einfach eine dickere Kiste in der Küche stehen haben will. Übrigens ist die Silvia eine sehr konstante Maschine, weshalb die von dir ausgeschlossen wurde, verstehe ich nicht.

  3. #3
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Zitat Zitat von Sirrah Beitrag anzeigen
    ...oder sind letztlich Bohnen und Mühle wichtiger?
    völlig richtig vermutet! welche gaggia du dir aussuchst, spielt für das ergebnis in der tasse kaum eine rolle. ich hatte selbst 'ne gaggia CC - und wäre da nicht der irrationale wunsch, der leidenschaft durch stete aufrüstung befriedigung zu verschaffen, ich hätte sie wohl heute noch.
    wichtiger ist in der tat möglichst frischer kaffee und eine wirklich ordentliche mühle.

  4. #4
    Anna ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Wie kommst Du auf " das schwarze Plastik" bei der Classic?
    Ich kenne die Dinger eigentlich nur in lackiertem Metall, sieht IMHO gar nicht billig oder schrappelig aus. Oder ist es die Baby die Du mit Plastik meinst?
    Gaggia CC + Ascaso i-mini

  5. #5
    Anna ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Also ich weiss echt nicht wie Du auf Plastikgehäuse bei der Classic kommst, vor allem nach dem Bild da: Das ist doch aus Edelstahl; nur die Sudschublade, Wasserbehälter (durchsichtig sein hat praktische Vorteile) und die Abdeckung zum Wassereingiessen sind aus Plastik...

    Die Baby Class sieht halt neumodischer und abgerundeter aus, aber für mich persönlich auch nicht sowas von viel besser -- bei der gab es allerdings echt mal eine Version mit Plastik statt Metall am Gehäuse.

    Hast Du Dir die Maschinen schon mal live angesehen? Lohnt sich... E.S.E.-Umrüstung gibt es mW übrigens für beide.

    Die i-mini ist übrigens schon süß und klein und mahlt schön fein. Aber meine ist auch ziemlich egoistisch und gibt mir den gemahlenen Kaffee manchmal erst, wenn ich sie mit sanften Schlägen auf den Hinterkopf oder gar Rumprokeln mit einem Spießchen zwinge.
    Soll aber auch bei größeren und teureren Mühlen vorkommen, kA inwieweit das stimmt.
    Gaggia CC + Ascaso i-mini

  6. #6
    Ernie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Da ich auch zu denjenigen gehöre, die ihre Gaggia (in diesem Falle CC, heute Classic, die mE einen wertigeren Eindruck macht als die Baby Class, wenn ich mich auch nicht auf Anhieb in das "Design" verliebt habe ) "abgestoßen" haben, versuche ich einmal, dieses Verhalten zu erklären.

    Eine hier weit verbreitete Krankheit ist die sog. "Upgraditis".

    Und das kommt so: Man wird wie auch immer hier im Forum als neuer User angeschwemmt, meist mit dem Ziel irgendwie besseren Kaffee hinzubekommen. Man lässt sich dann nach vielen durchlesenen Stunden davon überzeugen, dass man irgendwie ne anständige Maschine braucht und glaubt den Profis, dass es noch viel wichtiger ist, ne Mühle zu haben und zwar, ja nicht irgendeine, sondern "Demoka aufwärts". "Ganz schön teuer" denkt man sich, und "eigentlich wollt ich doch nur Kaffee". Naja, für den Anfang und weil man schon gehört hat, dass es nicht grad ein Selbstgänger sein soll mit einem ST (ach ja, Abkürzungen sind hier beliebt, auch eine Erkenntnis der ersten Kaffee-Netz-Stunden) tollen Espresso und Cappucchino zu machen und man sich daher nicht ganz sicher ist, ob man das so hinkriegt und das Ganze nicht nur ein kurzes Intermezzo wird, muss es eben erst mal die Einsteigerklasse sein. Nebenbei schwört man sich, dass das für einen ausreichen wird, denn man ist ja nicht so verrückt wie die anderen hier und will das ganze nicht als mittlere Wissenschaft betreiben.

    Irgendwann hat man dann sein Equipment zusammen, kriegt nach einigem Üben ganz ordentliche Ergebnisse hin und freut sich des Espressos.
    Aber war da nicht noch was? Ja, der Kaffee könnte NOCH besser sein. Man trinkt vielleicht inzwischen mehr Cappucchino und könnte gleichzeitig Milch aufschäumen und Espresso beziehen. Und wenn Besuch kommt ist es auch bequemer. Und Entlüften muss man nicht mehr. Und temperaturstabiler wäre die nächste Maschine auch. Und schicker. Von dem Luxus einer zweiten Mühle gar nicht zu sprechen. Und da einen inzwischen sowieso schon alle für verrückt halten, nimmt der "Habenwollen-Faktor" allmählich überhand und schwupps steht da ne neue Maschine. Obwohl die kleine Gaggia eigentlich alles konnte.

    Ob sich der Schritt über die Gaggia überspringen lässt? Bestimmt. Aber man hätte auch mit der kleinen Maschine glücklich sein können, für manche reicht es aus. Alles eine Frage der Neugier, des Spieltriebs, des Koffeinkonsums.
    grimac mia; la pavoni stradivari europiccola (LMWDP #181); mazzer super jolly; mazzer mini; eureka mci; zassenhaus santiago; gene cbr 101

  7. #7
    Largomops ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Sag mal Deinen finanziellen Rahmen. Die Silvia ist übrigens seit Jahren bewährt. Ein guter Freund hat sie gerade mit einer Demoka zusammen für 645 Euronen gekauft.
    Gruß aus der Falz, Largomops

    BFC Lira 2-gr, BZ99, CC-PID, Mazzer Mini-E, K3, Demoka M-203, Moccamaster, Gene, HPR

  8. #8
    rekordmeister ist offline Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    @ernie

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Mit meiner new baby class bin ich eigentlich sehr zufrieden. Aber es juckt schon gewaltig mal ein Upgrade zu machen. Das einzige was mich im Augenblick noch davon abhält ist der traurige Anblick der Finanzen. Aber wie Du das Entstehen der Upgradetitis beschrieben hast, dass trifft den Nagel auf den Kopf.

    Andree
    Schlaf ist kein adäquater Ersatz für Kaffee.

  9. #9
    Ernie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Du kannst mit der Gaggia alles erreichen, das ist kein Hexenwerk. Quantensprünge sind das zu Izzo Alex und Co nicht, wenn überhaupt.
    grimac mia; la pavoni stradivari europiccola (LMWDP #181); mazzer super jolly; mazzer mini; eureka mci; zassenhaus santiago; gene cbr 101

  10. #10
    Anna ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grenzen von Gaggia Classic und New Baby Class

    Ok, das macht's natürlich schwierig für eine Gaggia, Dir zu gefallen... Die Baby Class ist aber auch nicht mein Fall, eben weil sie auch schon so eher "Fly-by-Wire" ist als die Classic.
    Da ist es natürlich etwas Pech dass die Silvia schon ausgeschlossen ist -- die macht in Sachen Stabilität, Größe, nicht-Plastikheit und mechanisch Funktionieren halt schon ziemlich viel mehr her. Und es scheint schon ziemlich viele glückliche Besitzer von Silvias zu geben... evtl einen selbst gemachten Probeespresso im Laden wert, wenn das möglich ist?

    Ansonsten finde ich die Preislagen von Kaffeemaschinen auch immer extrem abschreckend.
    Ebay und die Händler hier am Board (nobbi, raffifi und noch ein paar die mir gerade nicht einfallen, sorry!) öfters mal ganz nette Angebote: Sowohl Mühle-Maschine-Kombis, als auch zB restaurierte oder gut erhaltene gebrauchte Maschinen.
    Meine CC scheint vom Baujahr her echt nicht die jüngste zu sein, und funktioniert noch mindestens genauso gut wie die 2jährige CC im Büro. Diese ganzen Maschinen sind eigentlich so schön mechanisch aufgebaut, dass man sie mit ein bisschen handwerklichem Geschick und paar Ersatzteilen sehr gut wieder von "etwas abgenutzt" auf 100% bringen kann. Vielleicht ist das ja eine gangbare Alternative, dass Du Dir eine gebrauchte "Große" suchst?
    Gaggia CC + Ascaso i-mini

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