weil die aufheizzeit hier immer wieder ein thema ist und weil viele händler mit geradezu fantastisch kurzen aufheizzeiten werben, hier mal eine art chronik des aufheizvorganges.
gemessenes objekt: cimbali junior S1
messmittel: fluke ti25 thermal imager
zur erklärung: die verwendete wärmebildkamera erstellt die wärmebilder auf infrarotbasis. nachteil dieses verfahrens ist, dass insbesondere spiegelnde flächen (poliertes und glattes metall) keine korrekten werte liefern, weil die reflektion eine streuung bewirkt. darum zeigt beispielsweise die brühgruppe kaum nennenswerte temperatur.
die kamera verfügt über einen bild-im-bild-modus, sowie über eine anzeige des höchsten und tiefsten gemessenen wertes innerhalb des wärmebildes, markiert du zwei entsprechend gekennzeichnete "fadenkreuze". das zentrale fadenkreuz markiert jeweils den spot, der mit der kamera effektiv anvisiert wird. die dort gemessene temperatur wird rechts in der temperaturskala mittels eines pfeils angezeigt.
messvorgang: die cimbali wurde abends zuvor ausgeschaltet und kühlte während der folgenden 10 stunden "raumtemperatur" runter. am nächsten morgen habe ich seitenteile und frontplatte demontiert - und gleich mal die innereien einer reinigung unterzogen.
um punkt 10h30 habe ich die cimbali wieder eingeschaltet, um 10h34 das erste bild geschossen:
man beachte, dass nach rund 8 minuten die angezeigte temperatur bereits die 100°C übersteigt:
ein leerbezug:
...denn die temperatur der brücke zwischen kessel und brühkopf liegt auch nach 18 minuten noch unter 80°C:
nach knapp 25 minuten liegt die temperatur der brühgruppe, trotz leerbezügen, noch immer unter 80°C:
erst nach 45 minuten ist auch die brühgruppe auf betriebstemperatur:
fazit: auch wenn die cimbali etwas üppiger daherkommt als die üblichen semipro-maschinen, dürften auch für letztere aufheizzeiten von weniger als 30 minuten vollkommen illusorisch sein.
die ganze bilderserie ist hier zu sehen.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen