Liebe Forums-Kollegen,
kurz zu meiner Person: Ich bin ein Forums-Rückkehrer - habe hier 2002/2003 viel gelesen und ein bißchen gepostet - bis mein Espresso für meine Ansprüche gut genug war und mein Maschinenpark (Isomac Tea mit Festwasser-Umbau und Fiorenzato T80) so weit meinen Alltagsansprüchen genügte, dass ich mich anderen seltsamen Hobbies zugewendet habe (ohne auf den Kaffee zu verzichten). Inzwischen hat mich ein leichter Anfall von Upgraditis gepackt, und ich denke über den Kauf einer eingruppigen Gastromaschine mit Rotationspumpe nach. Konkret geht es derzeit um eine Rancilio s27 - nicht mein Traummodell (wegen der Elektronik), aber ich habe eine frisch entkalkte und rundum erneuerte zum sehr guten Preis vom seriösen Gastro-Händler in Aussicht.
Deshalb drei zielgerichtete Fragen an erfahrene S27- (zum Teil auch S26-, S24-Besitzer):
- Welchen Abstand (in der Tiefe) haben die Standfüße - ist deshalb wichtig, weil ich für meine Maschine ein Ablaufblech in die Arbeitsplatte eingebaut habe (mit Abwasseranschluss), nur für den Fall einer Überschwemmungskatastrophe...
- Da ich Selber-Schrauber (nach Möglichkeit) bin: Gibt es irgendwelche eklatanten Fehlkonstruktionen/Schwachstellen? Wie gut oder schlecht würdet ihr die Service-Freundlichkeit einschätzen? Wie hoch ist der Anteil an sündhaft teuren herstellerspezifischen Teilen? Habe schon gelesen, dass die Steuerelektronik der S27 nicht ganz billig ist.
- Deshalb die dritte Frage (an die, die schon mal eine S27 auseinanderhatten): Spricht irgendwas dagegen, im Falle des Falles einer abgerauchten Hauptplatine eine billige Gicar-Steuerung reinzuschmeißen und die Maschine auf manuellen Betrieb umzurüsten? Oder ist ohnehin schon für Kesselbefüllung und Pumpensteuerung eine Gicar-Box drin? Oder um mich noch umständlicher auszudrücken: Ist die Hauptplatine für die komplette Steuerung zuständig oder nur für die Mengensteuerung? Ach, und noch etwas: Wie funktioniert bei der S27 eigentlich der Heißwasserbezug? Magnet-Ventil, stromlos geschlossen, vermute ich. Wie wäre damit bei einem Eventual-Rückbau zu verfahren? Direkt-Ansteuerung über nachgerüsteten Taster (ggfls. mit zwischengeschaltetem Trafo)? Oder am besten durch ein konventionelles Ventil ersetzen?
Mit besten Grüßen und einem herzlichen Dankeschön vorab
Spencer
PS: Dieses Forum ist schon der Wahnsinn, nett gemeint... Damals gab es ja noch VA-Trolle, Vorbehalte gegens Selber-Schrauben, und der Kauf eines tankgespeisten E61-Klons schien für viele das höchste der Gefühle. Heute scheint hier ein Grad an Perfektionierung (sowohl was die Hardware als auch den Sachverstand angeht) vorzuherrschen, der seinesgleichen sucht. Und vier Liter gilt inzwischen offenbar als "vernünftige" Kessel-Größe, oder?![]()


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